Waldgirmes überrascht beim Tabellenzweiten

(luk) Einen weiteren Dämpfer mussten die Volleyballerinnen des TV Waldgirmes in der Regionalliga Südwest hinnehmen. In einem Spiel, das vom Verlauf her dem Heimspiel gegen Wiesbaden am vergangenen Spieltag glich, musste sich die Rogalski-Truppe, die ihre Ambitionen nach der famosen Hinrunde höher gesteckt hat, beim Tabellenachten in Speyer mit 0:3 geschlagen geben. Die Herren machten es besser und kämpften sich ähnlich wie am vergangenen Wochenende (3:2 gegen Bommersheim) zu einem 3:2-Auswärtssieg beim Tabellenzweiten in Wiesbaden.

(luk) Einen weiteren Dämpfer mussten die Volleyballerinnen des TV Waldgirmes in der Regionalliga Südwest hinnehmen. In einem Spiel, das vom Verlauf her dem Heimspiel gegen Wiesbaden am vergangenen Spieltag glich, musste sich die Rogalski-Truppe, die ihre Ambitionen nach der famosen Hinrunde höher gesteckt hat, beim Tabellenachten in Speyer mit 0:3 geschlagen geben. Die Herren machten es besser und kämpften sich ähnlich wie am vergangenen Wochenende (3:2 gegen Bommersheim) zu einem 3:2-Auswärtssieg beim Tabellenzweiten in Wiesbaden.

Dabei machte es die Truppe von Spielertrainer Arndt Schlierbach allerdings lange spannend - verloren sie doch die ersten beiden Sätze.

Frauen/TSV Speyer - TV Waldgirmes 3:0: "Bei uns war heute im Spielaufbau einfach der Wurm drin", analysierte Trainer Frank Rogalski im Anschluss an eine Partie, in der seiner Mannschaft in den entscheidenden Phasen wieder die nötige Entschlossenheit fehlte. Nun muss der Tabellendritte aufpassen, nicht den Anschluss nach oben zu verlieren. Im ersten Satz fand Waldgirmes nur langsam in die Partie und lag schnell zurück. "Unsere Annahme hat überhaupt nicht gepasst", kritisierte Rogalski seine Schützlinge. Margret Sachs musste häufig weite Wege gehen, um schlecht gespielte Bälle noch zu erreichen.

Dies hatte zur Folge, dass Waldgirmes es selten schaffte, organisierte Angriffe vorzutragen. Folgerichtig ging der erste Satz mit 25:17 an die junge Mannschaft aus Speyer.

Aufgeweckt durch mahnende Worte von Diagonalspielerin Leonie Chonsch, die schon viele Gastspiele in Speyer bestritten hat, startete der TVW viel besser in den zweiten Spielabschnitt und lag schnell mit 7:1 in Führung, allerdings sorgte diese nicht für Sicherheit im Spiel der Lahnauerinnen. Waldgirmes agierte nun wieder zu fahrlässig und ließ den Gegner wieder ins Spiel kommen. Somit versäumte der TVW, denn Sack frühzeitig zuzumachen und damit zum 1:1 auszugleichen. Vor allem die Position zwei auf Seiten der Domstädter war an diesem Tag überragend und sorgte für viele Punkte bei den Gastgeberinnen. Dennoch konnte Waldgirmes noch einmal mit 24:22 davonziehen, gab diesen Vorsprung aber wieder her und verlor noch mit 24:26. Dieser unnötige Satzverlust drückte kräftig auf die Moral der Gäste, die prompt den Start in den dritten Satz verpatzen und wieder einem Rückstand hinterherlaufen mussten. Mit 25:22 ging der Satz an den TSV Speyer. Die zweite 0:3-Niederlage gegen eine Mannschaft aus dem unteren Tabellendrittel zeigt deutlich, dass noch viel Arbeit vor Rogalski, der trotz der Niederlage Stefanie Bahr eine gute Leistung attestierte, und seinen Schützlingen liegt.

Vor allem gilt es, die auftretende Nervenschwäche in der Endphase eines Satzes in den Griff zu bekommen, denn schon am kommenden Wochenende kommt der Spitzenreiter aus Wetter in die Lahnaue. - Waldgirmes: Stefanie Bahr, Leonie Chonsch, Regina Gödde, Mirja Hänisch, Eva Hähnsen, Franziska Klein, Julian Pabst, Sophie Rother, Margret Sachs, Gudrun Treutlein, Christina Zwiener.

Herren/Eintracht Wiesbaden - TV Waldgirmes 2:3: Einen weiteren wichtigen und auch ein wenig überraschenden Sieg konnte der Aufsteiger aus Waldgirmes beim Rangzweiten in Wiesbaden einfahren. Durch eine hervorragende kämpferische Leistung konnten sie den Gegner mit 3:2 niederringen. Allerdings startete der TVW schlecht in die Partie und agierte besonders bei den Aufschlägen nicht mit der nötigen Konzentration. "Die ersten beiden Sätze haben wir ein wenig verschlafen", analysierte Spielertrainer Arndt Schlierbach anschließend. In dieser Phase wusste Wiesbaden vor allem im Block und in der Abwehr zu überzeugen, machte Waldgirmes das Leben schwer und zeigte, warum sie auf Platz zwei in der Tabelle stehen. Im ersten Satz mussten die Gäste andauernd einem Rückstand hinterherlaufen und konnten diesen auch nicht aufholen, folgerichtig ging der erste Satz mit 25:20 an die Landeshauptstädter.

Im zweiten Durchgang nahm das Spiel zunächst denselben Verlauf wie im ersten Satz, nur gelang es dem TVW diesmal, den Vorsprung zu minimieren. Umdrehen konnten sie den Rückstand aber nicht mehr. "Im zweiten Satz waren einige unglückliche Schiedsrichterentscheidungen dabei", meinte Schlierbach anschließend, allerdings ohne die Schuld bei den Referees zu suchen.

"Vor dem dritten Satz haben wir uns gesagt: Wenn nicht jetzt, wann dann. Und haben alles in die Waagschale geworfen", so Schlierbach. Durch den Wechsel von Patrik Röder für Arnaud Courtellement kam deutlich mehr Schwung in das Angriffsspiel der Lahnauer und nun kamen auch die Aufschläge mit der nötigen Präzision. Diesen Satz gewann Waldgirmes schließlich deutlich mit 25:17. Nun nahm die Partie wieder einen ähnlich spannenden Verlauf wie das Heimspiel gegen Bommersheim am vergangenen Spieltag. Trotz langer Führung war die Schlierbach-Truppe im vierten Satz auf einmal mit 18:20 in Rückstand, rettete sich aber mit Kampf, Glück und Geschick durch ein 25:23 in den fünften Satz. Dieser verlief wieder sehr wechselhaft und Waldgirmes geriet nach anfänglicher Führung kurz vor dem Ende mit 10:13 in Rückstand, schaffte es aber durch einen 5:0-Lauf noch einmal, die Wende herbeizuführen.

Nach einem Fehler der Wiesbadener konnten sie den 15:13-Satzgewinn und somit den Sieg in diesem Spitzenspiel bejubeln. "Es war für die Zuschauer ein echtes Spitzenspiel und wir haben eine großartige kämpferische Leistung gezeigt", freute sich Schlierbach über den Sieg, mit dem der TVW in der Tabelle nach Punkten mit der Eintracht aus Wiesbaden gleichziehen konnte. Am nächsten Wochenende steht das nächste Topspiel an, wenn der Spitzenreiter aus Rodheim in der Lahnaue vorstellig wird. - Waldgirmes: Arnaud Courtellement, Tobias Rücker, Henning Kuhl, Sascha Petrick, Christoph Krüger, Hannes Hübner, Peter Schlecht, Arndt Schlierbach, Patrik Röder, Moritz Kaup.

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