W.-Steinberg meistert schweres Wochenende

(ad) Mit zwei Heimsiegen meisterte der Spitzenreiter der Tischtennis-Oberliga vom NSC Watzenborn-Steinberg die von der Tabellensituation her zweitschwerste Wochenendaufgabe der Rückrunde gegen die Konkurrenten auf den Tabellenpositionen drei und vier. Das Lokalderby gegen den Gießener SV war dabei aufgrund von drei Ausfällen auf Gästeseite nur ein lockerer Aufgalopp und wurde deutlich mit 9:1 gewonnen.

(ad) Mit zwei Heimsiegen meisterte der Spitzenreiter der Tischtennis-Oberliga vom NSC Watzenborn-Steinberg die von der Tabellensituation her zweitschwerste Wochenendaufgabe der Rückrunde gegen die Konkurrenten auf den Tabellenpositionen drei und vier. Das Lokalderby gegen den Gießener SV war dabei aufgrund von drei Ausfällen auf Gästeseite nur ein lockerer Aufgalopp und wurde deutlich mit 9:1 gewonnen.

Gegen Mühlhausen galt es, die schlimmste Schlappe der vergangenen Saison, eine 2:9-Heimniederlage in Bestbesetzung, wieder gutzumachen - und das gelang mit einem 9:4-Sieg.

NSC Watzenborn-Steinberg - Gießener SV 9:1: Von Beginn an war klar, dass es für den GSV, der ohne Spitzenspieler Petr Zoldos, Ralf Brüggemeier und Hans-Jürgen Lammers antrat, nicht um Sieg oder Unentschieden, sondern nur um kleine Achtungserfolge gehen konnte. So kam Adam Widera zu seinem Oberligadebüt, spielte frei von Erfolgsdruck sehr stark auf und wurde im Doppel an der Seite von Jürgen Boldt sogar mit einem Satzgewinn gegen Moritz/ Müller, ungeschlagene Top-Paarung der Oberliga, belohnt.

Favorisiert war das Gießener Spitzendoppel Maruk/Peschke gegen Stefan Harnisch und NSC-Ersatzspieler Michael Wagner, der für den grippekranken Christian Hetfleisch angetreten war. Nach einem 11:1 für die Gäste zum Start lief jedoch Wagner zu Hochform auf und im fünften Satz agierte Stefan Harnisch zum Matchwinner. Kein einziger Fehlschlag in ganzen Satz und auch die Big-Points nach zunächst zwei vergebenen Matchbällen gingen beim 12:10 auf sein Konto. Lammers und Marx nahmen die 0:3-Niederlage gegen Schmidt/Sauer gelassen, aber "ein 2:3 hätte es aufgrund der drei nur mit zwei Punkten verlorenen Sätze ruhig auch sein können", meinte Lammers hinterher. Das spannendste und beste Spiel des Tages zeigten die langjährigen Konkurrenten Stefan Harnisch und Igor Maruk, wobei Maruk beim 11:8 im Fünften diesmal die Nase vorn hatte und damit den Ehrenpunkt für seine Farben holte. Harnisch hatte am Ende einen Tick zu wenig Geduld und ging zu hohes Risiko gegen den Abwehrspieler ein. Ganz eng wurde es nur noch im Match von Wagner gegen Lammers, in dem der NSC-Spieler zwei Sätze lang ungefährdet marschierte und anschließend nicht mehr mit Lammers "Soft-Toppspins" umzugehen wusste. Im Entscheidungssatz sah der GSV-Routinier beim 10:7 wie der Sieger aus, doch mit viel Glück gewann Wagner noch mit 16:14.

Überragender NSC-Spieler war einmal mehr Fabian Moritz, der sowohl Jürgen Boldt als auch Igor Maruk mit 3:0 abfertigte.

NSC Watzenborn-Steinberg - Post SV Mühlhausen II 9:4: Nach zweieinhalb Stunden Spielzeit lautete der Spielstand 4:4, und die Begegnung von Bernd Commerscheid gegen Stützer ging in den fünften Satz, nachdem der NSCler zuvor schon sieben (!) Matchbälle vergeben hatte. Zu diesem Zeitpunkt stand das Spiel gegen den Tabellendritten auf Messers Schneide.

Dabei hatte die Partie erfreulich für die Gastgeber begonnen. Zwei Doppel wurden gewonnen und die Fünfsatzniederlage von Stefan Harnisch und Commerscheidt gegen das Spitzendoppel der Gäste war ärgerlich, aber durchaus eingeplant. Florian Müller konnte, während Harnischs Spiel aufgrund eines vergebenen 9:5 und diverser Matchbälle im dritten Satz andauerte, auf 4:1 erhöhen. Anschließend brach Harnisch ein und sowohl Mannschaftsführer Thomas Schmidt als auch Ruven Sauer verloren nach vergebenen Matchbällen jeweils mit 10:12 im Entscheidungssatz.

Äußerlich völlig unbeeindruckt von den vergebenen eigenen Chancen schaffte Commerscheid mit einem 11:4 im fünften Satz die Trendwende und damit auch ein Happy End für den Tabellenführer nebst nervlich angeschlagenen Fans. Commerscheidt war damit neben dem erneut überragenden Fabian Moritz der Matchwinner des Tages. Harnisch und Schmidt gewannen anschließend sicher ihre Partien, während Müller bis kurz vor Ende des zweiten Satzes einige Probleme hatte, etwas Wut am Spielmaterial ausließ, aber sich danach wie verwandelt zeigte und ebenfalls siegreich war.

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