Vor 300 Zuschauern die Ruhe bewahrt

  • VonMarc Steinert
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(mgs). Die HSG Pohlheim hat nach dem Derbyerfolg in der Männerhandball-Oberliga nun auch auswärts nachgelegt und ein weiteres Ausrufezeichen im Kampf um die Tabellenspitze gesetzt. Beim ehemaligen Drittligisten SG Bruchköbel setzte sich das Team von Trainer Andreas Lex am Sonntagabend vor rund 300 Zuschauern mit 29:25 (11:12) durch und ist als Tabellenzweiter neben Spitzenreiter MT Melsungen II das einzige noch verlustpunktfreie Team der Klasse.

Was sich aber in der kommenden Woche ändern wird, wenn beide im direkten Oberliga-Duell in Nordhessen aufeinandertreffen.

»Es war wirklich ein Spiel mit vielen Emotionen, das wir aber auch so erwartet haben. Wir haben es stark gemacht, haben clever, geduldig und routiniert gespielt und letztlich verdient gewonnen. Bruchköbel hat gut gekämpft, wir hatten aber die breitere Bank und am Ende einfach mehr zuzusetzen«, freute sich Lex über den perfekten Saisonstart.

Neben Max Rühl musste der HSG-Coach kurzfristig allerdings auch noch Leon Friedl ersetzen. Die Gäste kamen vielleicht auch deshalb ein wenig schwerfällig in die Partie (2:4, 4.) und lagen erst beim 5:4 durch den zehnfachen Torschützen Torben Weinandt erstmals in dieser Partie in Führung.

Beim 10:8 hatte sich Bruchköbel dann aber wieder einen Vorteil erspielt und transportierte eine kleine Führung auch bis in die Pause (12:11). Diese hielt dann bis Minute 39 (15:14), ehe sich doch bemerkbar machte, dass die Pohlheimer bessere Wechselmöglichkeiten besaßen und in der Crunchtime letztlich wesentlich präsenter waren.

Ein 3:0-Lauf brachte durch Nikolas Happel eine 17:15-Führung (42.), nach dem 20:18 (47.) gelang dann dank weiterer fünf unbeantworteter Tore in Serie schon die Vorentscheidung (25:18, 53.). Zwar wurde Pohlheim im Gefühl des scheinbar sicheren Vorsprunges noch einmal ein wenig nachlässig (26:23, 58.), Linkshänder Stefan Lex machte mit dem 27. HSG-Tor dann aber alles klar!

SG Bruchköbel: Mike Bätz, Simic - Haupt (1), Maximilian Wolff (3/1), Kosch (7), Kulenovic (3), Jonah Wolff, Günes (3/2), Jockel, Nico Bätz (1), Klein (2), Bennet Wienand (3), Budimir Wienand (1).

HSG Pohlheim: Schlegel, Wüst (1) - Happel (2), Weisel (1), Stefan Lex (6), Niclas (4), Drommershausen, Kammer, Weinandt (10/3), Lambrecht (3), Gilbert, Christoph Träger, Johannes Träger (2), Wagner.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Hanker/Klimmesch (Wiesbaden). - Zuschauer: 300. - Zeitstrafen: 6:8 Minuten. - Siebenmeter: 5/3:3/3.

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