+
Bei den Seitenwagen-Gespannen legen sich Mike Kolb/Nadin Pierick (l., MSC Angenrod) in die Kurve und halten hier Jens Lorei/Dennis Rupp (MSC Echzell/Nidda) auf Abstand. In ihrer Klasse bleiben sie auf dem Rußbergring ohne Fehl und Tadel.

Motorsport

Volle Ausbeute für Kolb/Pierick auf dem Rußbergring

  • schließen

Motoren dröhnen, der Staub tanzt in der Luft. Das Grasbahnrennen in Angenrod hat Tradition. Auf dem Rußbergring trumpfen vor allem die heimischen Starter wieder auf.

Aus der Redaktion

Stephan Bischoff vom MSC Angenrod dominierte auf seiner Haustrecke auf dem Rußbergring die Quad-Klasse. Er behielt in allen elf Läufen souverän die Oberhand und stand somit in den Klassen 3 und 4 sowie im Sonderlauf ganz oben auf dem Treppchen. Es war die 48. Ausgabe des Grasbahnrennens in Angenrod. Die Zuschauer, die erst am Sonntag in großer Zahl erschienen waren, erlebten in nahezu allen Klassen spannenden Motorsport. Die Strecke ist dabei immer wieder eine Herausforderung für die Fahrer. Der Rundkurs verlangt den Protagonisten fahrerisches Können und höchste Konzentration ab. Die Zuschauer kamen bei den Wettkämpfen voll auf ihre Kosten. Es "staubte" zwar manchmal recht kräftig, aber durch die neue "doppelte Bewässerung" hatte man, so war aus dem Fahrerlager zu entnehmen, immer gute Sicht.

Aber auch die anderen Rennfaher machten auf sich aufmerksam. Den letzten A-Final-Lauf auf dem Rußbergring im Rennen 37 der I-Seitenwagenklasse gewannen Sven Holstein/Bonita van Dyik (Niederlande). In der Quad-Klasse 1 setzte sich Conny Kraft vom ausrichtenden Verein unter drei Fahrerinnen durch. Klubkollege Justin Reichmann landete bei den Schülern auf Rang zwei. Und ein Duo des MSC war es auch, das in der zehn Kombinationen umfassenden Konkurrenz der Seitenwagen-Lizenzfahrer (Klasse B) nach insgesamt 13 Läufen jubeln durfte: Mike Kolb und Nadin Pierick sammelten 18 Punkte, gewannen alle Vorläufe sowie Semifinale und Finale. Unmittelbar nach den Wettbewerben stand die Siegerehrung auf dem Programm, zu der auch Bürgermeister Stephan Paule gekommen war. Das Grasbahnrennen in Angenrod sei bis über die deutschen Grenzen hinaus bekannt und erfreue sich europäischer Beliebtheit. Das beweise die hohe Zahl der Teilnehmer, die aus sechs Nationen nach Alsfeld gekommen waren. Auch MSC-Vorsitzender Stephan Bischoff zog ein positives Fazit. Rennleiter Harald Pickenhahn vom MSC Melsungen äußerte sich zu den Rennen: "An beiden Tagen gab es insgesamt 75 Rennläufe. Die Strecke war aufgrund der hochsommerlichen Witterung mehr als trocken, aber die ›Wasserwagen‹ haben dafür gesorgt, dass sich der Staub in Grenzen hielt."

Bereits zum Inventar in Angenrod gehören derweil Armin Schmidt und Alex Weil aus Ermenrod, besser bekannt als "die Starter". Seit 15 Jahren schicken sie alle Rennfahrer auf die Strecke und holen sie mit der schwarz-weißen Fahne auch wieder heraus.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare