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Vincent Größer beweist sein Talent auf der anspruchsvollen Radstrecke.

Triathlon

Vincent Größer krönt seine Saison in Nizza

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Starke Leistung des Fernwälders Vincent Größer zum Saisonabschluss: Bei der Ironman-70.3-Weltmeisterschaft in Nizza kommt er in seiner Altersklasse unter die Top-20.

(bf). 4:30:54 Stunden für 1,9 km Schwimmen in der Französischen Riviera, 91,5 km Radfahren mit 1400 Höhenmetern in den Alpes-Maritimes und 21,1 km Laufen in zwei Runden über die Promenade des Anglais. Platz 19 von 117 Startern in der Altersklasse 18 bis 24 und Rang 117 unter insgesamt 3262 Startern. So lauten die nüchternen Zahlen des Auftritts von Vincent Größer (Triathlon Team Gießen) bei der Ironman-70.3-Weltmeisterschaft in Nizza. Doch damit wäre der Wettkampf in Frankreich des Medizinstudenten an der JLU Gießen nur unzureichend beschrieben.

"Es war ein grandioses Erlebnis mit den weltbesten Triathleten bei einem so großen Rennen gemeinsam am Start zu stehen und am Ende auch noch mit einem super Ergebnis ins Ziel zu kommen", fasste Größer seine Gefühlslage im Zielbereich zusammen. Dabei begann der Tag ernüchternd, als er nach an sich solider Schwimmleistung (29:11 Minuten) nur auf Position 61 liegend in der Wechselzone eins ankam. Rund sechs Minuten fehlten zur Spitze, wobei bis Platz 30 lediglich zwei Minuten Rückstand aufzuholen waren. Bereits auf den ersten zehn flachen Kilometern bis zum ersten Anstieg des Tages konnte Größer die ersten zehn Konkurrenten einholen und bei km 30 war er bereits auf Platz 22 vorgefahren. 2:33:55 Stunden und ein Stundenmittel von knapp 36 km/h bedeuteten auf dieser Radstrecke Profiniveau. Zum Vergleich: Der zweimalige Ironman Weltmeister von Hawaii, Patrick Lange, benötigte für die gleiche Strecke 2:31:31 Stunden. Angefeuert und mit Wettkampf-Infos versorgt von Familie und Freundin, arbeitete sich der Fernwälder den Col de Vence auf knapp 1000 m Meereshöhe hinauf und verkürzte den Abstand zu einer Top-20-Platzierung weiter. Auf der technisch anspruchsvollen Abfahrt riskierte Größer nicht zu viel und kam dennoch als einer der Schnellsten wieder in der Ebene an. Weiterhin auf Platz 22 positioniert, erreichte er schließlich die Wechselzone zwei, und nach einem schnellen Wechsel in die Laufschuhe ging es auf den abschließenden Halbmarathon (21,1 km), bei dem zwei Runden auf der berühmten Promenade des Anglais zu absolvieren waren. 5,3 km Richtung Norden bis zum Flughafen und wieder zurück zu Start und Ziel. Größers Plan, mit einer Kilometer-Zeit knapp unterhalb der Vier-Minuten-Marke in das Rennen zu starten und diese Pace möglichst lange konstant zu laufen, ging trotz der nun aufkommenden Hitze auf. So standen am Ende 1:22:49 Stunden für den Halbmarathon zu Buche, was einem Temposchnitt von 3:56 Minuten/Kilometer entspricht. Durch diese konstante Laufleistung gelang es Größer, noch drei weitere direkte Konkurrenten einzuholen und auf Platz 19 den roten Zielteppich zu erreichen. "Meine Wettkampftaktik ist voll aufgegangen und ich habe mich während des gesamten Rennens sehr gut gefühlt", berichtete der 22-Jährige. Am Ende waren der Athlet und der mitgereiste Anhang zufrieden und stolz über das Geleistete. Bemerkenswert ist sicher auch die Tatsache, dass die Gesamtzeit selbst im Profifeld für eine Top-40-Platzierung gereicht hätte.

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