Fünf blitzsaubere Tor erzielt Johannes Klein für den TV Hüttenberg beim 33:33 gegen Dresden. Hier stellt sich ihm Torhüter Tom Göres entgegen. FOTO: THÜRMER
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Fünf blitzsaubere Tor erzielt Johannes Klein für den TV Hüttenberg beim 33:33 gegen Dresden. Hier stellt sich ihm Torhüter Tom Göres entgegen. FOTO: THÜRMER

Mit vierter Luft zum ersten Punkt

(jsa). Im dritten Spiel binnen sieben Tagen ist dem TV 05/07 Hüttenberg das erste Erfolgserlebnis in der 2. Handball-Bundesliga gelungen. Ein hochintensives Duell gegen den HC Elbflorenz aus Dresden endete am Samstag mit einem 33:33 (15:16)-Unentschieden.

"Glückwunsch zum Punkt. Jetzt geht’s los!", sagte Dresdens Trainer Rico Göde zu seinem Hüttenberger Kollegen Frederick Griesbach in der Pressekonferenz. Das vorangegange Offensivspektakel beider Mannschaften bewies, dass sich das junge Hüttenberger Team von Spiel zu Spiel weiter entwickelt und bis zum Umfallen kämpft - auch wenn die Situation aussichtslos scheint.

Dass der TVH über den Kampf die fehlende Fan-Unterstützung - Zuschauer waren keine zugelassen - wettmachen wollte, zeigten die Mittelhessen von Beginn an mit einer aggressiven Abwehr. Merlin Fuß schnappte sich gleich ein Anspiel an den Kreis der Gäste und wuchtete den Ball vorne zum 2:1 in die Maschen (3.). Anschließend begann die Achterbahnfahrt, die dieses Spiel kennzeichnete. Eine Phase, in der allen voran die Achse Hendrik Schreiber/Vit Reichl sich mehrfach zeigte. Reichl, der wendige Zugang aus Prag, erwischte am Kreis die gegnerische Abwehr mehrfach auf dem falschen Fuß. Ein anderer Zugang, der Japaner Ryuga Fujita, tanzte im Tempogegenstoß den 2,07 m großen Kasal aus und brachte die Hausherren mit 6:5 in Führung. Nach dem 8:6 (13.) durch Dieudonne Mubenzem nahm Göde eine Auszeit, und sein Team fand danach seinen Rhythmus. Mit einem 5:1-Lauf drehten die Gäste das Ergebnis und zwangen wiederum Griesbach zur Auszeit. Gleichzeitig wechselte er auf der Torhüterposition Dominik Plaue für Routinier Nikolai Weber ein, der am Sonntag seinen 40. Geburtstag feierte. Und die Auszeit wirkte. Johannes Klein, Ian Weber und wiederum Fujita brachten die Blau-Weißen mit 12:11 nach vorne (21.). Mit einem 15:16 ging es in die Pause.

Spannend blieb es auch nach dem Wechsel. Nach dem 23:24-Anschluss durch Fuß setzte sich Dresden mit drei Toren ab (23:26, 47.) - und es kamen Sorgen auf nach den Schwächephasen auf Hüttenberger Seite in den vergangenen Spielen und auch mit Blick auf den Kräfteverschleiß im Spiel in Gummersbach am Mittwoch, während der HC unter der Woche frei hatte. Doch der TVH knickte nicht ein, Reichl verkürzte auf 29:31 (53.). Sinnbildlich für den Kampf der Hüttenberger war, wie Ian Weber im folgenden Tempogegenstoß in Richtung Tor stolperte, eigentlich schon vom Gegenspieler eingeholt war und den Ball dennoch im Fallen ins Gehäuse drosch. Stehend k.o., bekamen die Hüttenberger die vierte Luft im dritten Spiel innerhalb einer Woche. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende beim Stande von 31:33 leisteten sich die Sachsen ein Abspielfehler in Unterzahl. Ian Weber jagte den Ball Richtung leeres gegnerisches Tor. Zwei Dresdner warteten bereits auf diesen, landeten beim Abfangen allerdings im Kreis, was eine weitere Zeitstrafe und einen Strafwurf für Hüttenberg zufolge hatte, den Tobias Hahn konsequent verwandelte.

In doppelter Überzahl gelang der offensiven Abwehr der Gastgeber erneut ein Ballgewinn, den Christian Rompf zum 33:33 ins leere Tor verwandelte. Beide Teams hatten in den letzten beiden Spielminuten noch die Möglichkeit auf den Sieg, trennten sich am Ende aber leistungsgerecht mit einem Remis. "Ich möchte hervorheben, was diese Jungs hier gerade leisten. Trotz aller Müdigkeit gehen sie hier bis ans Letzte und geben nicht auf. Das war eine erneute Weiterentwicklung, und so wollen wir weitermachen", sagte Griesbach. Am besten schon am Samstag in Eisenach.

Hüttenberg: Plaue, Nikolai Weber; Fuß (6), Schwarz, Theiss, Fujita (2), Ian Weber (7), Rompf (4), Reichl (3), Mubenzem (1), Hübscher, Hahn (4/4), Klein (5), Jockel, Schreiber (1).

Elbflorenz: Huhnstock, Göres, Mohs; Wucherpfennig (6), Emanuel, Dierberg (3/1), Gugisch, Buschmann (2), Dumcius (6), Oehler (1), Kretschmer, Stavast (2), Greß (5), Vanco (2), Quade (6), Kasal.

Im Stenogramm: SR: Ribeiro/Fratczak (Wagenfeld). - Zuschauer: keine. - Zeitstr.: 8:8 Min.. - Siebenmeter: 4/4:1/2.

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