Viertelfinal-Auftakt

(grm). In den WNBL-Playoffs steht nur noch ein Gegner zwischen dem Team Mittelhessen und der Teilnahme am Top Four (30. April/1. Mai): die Rhein-Main Baskets aus Hofheim, die am Sonntag (12 Uhr) zum Viertelfinalhinspiel in der Sporthalle der Theo-Koch-Schule zu Gast sind. Die Klasse der Mannschaft von Coach Rolo Weidemann, der auf Talente von gleich vier südhessischen Regionalligisten zurückgreifen kann, ist den Gallusstädterinnen aus zahlreichen WNBL-Duellen bekannt:

»Wir sind vorbereitet, wobei die Baskets sicher Favorit sind, weil sie die längere Bank haben. Dennoch darf man nicht vergessen, dass es zwei Spiele sind, in denen sowohl der Kopf als auch die Tagesform eine Rolle spielen«, betonte »Ralli« Römer, der mit Manuel Jung die Mittelhessen-Mädels trainiert.

Die größte Stärke der Gäste ist ohne Frage ihr qualititativ breit besetzter Kader: Anstatt sich nur auf eine oder zwei Ausnahmespielerinnen zu verlassen, verfügen die Baskets über eine Reihe von Talenten mit verschiedenen Qualitäten: Ein gutes Beispiel hierfür ist die erst 16-jährige Mailien Rolf, die in der WNBL-Hauptrunde im Schnitt elf Punkte pro Spiel markierte und noch reboundstark ist. Gewarnt sein sollten die Mittelhessen-Mädels auch vor Hanna Bailly, die in beiden Hauprundenduellen jeweils die meisten Rebounds sammelte und wie Rolf über gute Scoring-Qualitäten verfügt. Mit Akoksua Ahmed und Monika Crnjak stehen zwei Spielerinnen im Baskets-Kader, die auch im Regionalliga-Team von Eintracht Frankfurt zu den wichtigsten Akteurinnen zählen: Während Crnjak physisch stark ist und vor allem im Post scort, kann Ahmed auch von der Dreierlinie Gefahr erzeugen.

Dieser Aspekt des Baskets-Spiel war jedoch im Achtelfinale gegen die Basket-Girls Rhein-Neckar ein großes Problem: Zusammengerechnet landeten in beiden Spielen gerade einmal zehn von 64 Versuchen im Korb - eine katastrophale Quote, welche die Baskets allerdings mit 26 bzw. 19 Offensiv-Rebounds ausgleichen konnten. Ein weiteres Prunkstück des südhessischen Talent-Ensembles ist die Defense: In der Hauptrunde ließ man durchschnittlich nur 49,5 gegnerische Punkte zu und hielt zuletzt auch die Basket-Girls bei 54 und 50 Punkten.

Diese Stärken bekam vor einem Monat das Team Mittelhessen zu spüren, als man beim 55:74 kein Mittel gegen die Zonen-Defense der Baskets fand und unter den Brettern das klar schwächere Team war. Hoffnung macht in diesen Zusammenhang die aufsteigende Form von Mara Hildebrandt: Die Centerspielerin erwies sich in den Achtelfinalspielen gegen die BSG Basket Ludwigsburg als Fels in der Brandung, sowohl unter dem eigenen als auch unter dem gegnerischen Korb.

In Sachen Offense ruht die Veranwortung hingegen wie gewohnt auf den Schultern von Linn Villwock, Elisa Mevius und den Horvath-Zwillingen Cora und Nina.

Kommentare