Viermal Heimrecht zum Saisonstart

  • vonRedaktion
    schließen

(red). Während die TSF Heuchelheim bereits gestern Abend die erste Partie der neuen Saison in Leusel absolvieren mussten (siehe obenstehender Bericht), greifen die übrigen heimischen Vereine der Fußball-Gruppenliga erst am Sonntag in das Spielgeschehen 2020/21 ein. Dabei genießen die vier Gießener Sportkreisvertreter ausnahmslos Heimrecht.

FSG Wettenberg - SSC Burg (So., 15 Uhr):Fünf Niederlagen bei 5:17 Toren lautet die ernüchternde Testspielbilanz der FSG. Die Elf von Trainer Bastian Panz, die in der Vorsaison bis zu dem coronabedingten Abbruch auf einem der drei Abstiegsplätze rangiert hatte, wird sich gleich zu Beginn der neuen Spielzeit mächtig strecken müssen, um gegen den letztjährigen Mitaufsteiger bestehen zu können. Vor allem die Defizite in der Defensive gilt es schleunigst abzustellen, wenn man nicht erneut eine vom Kampf um den Klassenerhalt geprägte Saison durchleben möchte.

Die Verletzungsprobleme aus der Vorsaison schränken die taktischen Möglichkeiten der FSG aber auch zu Beginn der neuen Spielzeit wieder ein. So stehen Paul Reger (Hand-OP), Maximilian Fries, Maximilian Lorz (beide Bänderriss im Sprunggelenk), Yasin Kara (Sprunggelenk), Nick Figgemeyer (Wirbel verschoben), Patrick Leibold Meid (beruflich verhindert), Marvin Maesser (Studium) und Berkan Genc (Zeh) zum Saisonstart nicht zur Verfügung. Hinter den Einsätzen von David Hovestadt (Entzündung im Knie) und Moritz Petzold (Schulterprobleme) stehen zudem Fragezeichen.

TSV Lang-Göns - FC Ederbergland II (So., 15 Uhr):Nach vier Testspielsiegen musste der Aufsteiger aus Lang-Göns bei der Generalprobe vor seinem ersten Auftritt in der neuen Liga eine 0:2-Niederlage gegen den Verbandsligisten FC Cleeberg quittieren. Dennoch scheint die Elf von Trainer Frederik Weinecker für das Abenteuer Gruppenliga gut gerüstet zu sein. Der TSV kann auf eine eingespielte Elf zurückgreifen und hat mit Betim Omura einen Stürmer, der in den Testspielen nahtlos an die Vorsaison, die trotz des coronabedingten Abbruchs mit dem Aufstieg gekrönt werden konnte, anzuknüpfen scheint.

Zum Auftakt wird mit der Verbandsligareserve des FCE eine der Wundertüten der Liga vorstellig. Da die Plätze in den Verbands- und Gruppenliga-Teams der Gäste zum Saisonstart erfahrungsgemäß noch nicht endgültig verteilt sind, wird man sich aufseiten der Hausherren auf einen spielstarken und hoch motivierten Gegner einstellen müssen. Der TSV muss auf Tim Horvart, Christopher Zimmer (beide Urlaub), Ben Beitlich, Paul Fuchs, Marc Jarzinka, Phil Pietzner und Max Ulsperger (alle verletzt) verzichten.

SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen - SG Waldsolms (So., 15 Uhr in Allertshausen):Die Elf von Trainer Stefan Hassler konnte lediglich drei der geplanten fünf Testspiele durchführen. Dabei war die Bilanz mit zwei Niederlagen und einem Remis durchaus überschaubar. Schmerzlicher als die Ergebnisse dürften aber die zahlreichen Verletzungen sein, die den ohnehin kleinen Kader belasten. So besteht zu befürchten, dass mit Burak Dagli (Verletzung im Testspiel in Wieseck) und Lukas Wissig (Finger gebrochen) beide Torhüter ausfallen werden. Panagiotis Apostolou kehrt erst an diesem Wochenende aus seinem Heimaturlaub in Griechenland zurück und soll nach Aussage des Sportlichen Leiters der SG, Helmut Nachtigall, zunächst zur Sicherheit eine vereinsinterne Quarantäne durchlaufen. Auch der Einsatz von Lukas Krug (verletzt) ist noch fraglich.

Somit sind die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Saisonstart zumindest erschwert. Zumal mit der SG Waldsolms eine kampfstarke und ambitionierte Elf vorstellig wird, der man einen Platz im vorderen Drittel zutrauen kann. Die Rabenauer SG wird dagegen ihr Augenmerk vornehmlich auf die Sicherung des Klassenerhaltes legen müssen, sodass vor allem den Punktgewinnen auf heimischem Gelände eine besondere Bedeutung zukommt.

MTV 1846 Gießen - RSV Büblingshausen (So., 15.30 Uhr):Die Männerturner trafen in sieben Testspielen insgesamt 29-mal ins gegnerische Netz und haben damit eindrucksvoll bewiesen, dass sie vor allem in der Offensive gut und breit aufgestellt sind. Allerdings musste die Elf von Spielertrainer Michael Delle in den letzten drei Partien auch neun der insgesamt zehn Gegentore quittieren, was deutlich macht, dass die MTV 1846-Medaille oftmals zwei Seiten hat. Yannik Thielmeier und Co. müssen bei der Saisonpremiere gegen den Aufsteiger aus dem Sportkreis Wetzlar beweisen, dass sie vor allem zu Hause wieder eine Macht sein können. Sollte ein positiver Saisonstart gelingen, so ist der Elf vom Heegstrauchweg sicher einiges zuzutrauen. Noah Hannay, Adrian Bedzeti, Frithjof Doerks (alle Urlaub), Marvin Dannewitz (Zerrung), Timothy Nyombi (Hüftbeuger), Steffen Janknecht (Schleimbeutelentzündung), Simon Gross (Kniebeschwerden) und Niklas Leidich (Patellasehne) fehlen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare