Christian Schmirler punktet zum Hessenliga-Auftakt für den Gießener SV II. FOTO: BF
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Christian Schmirler punktet zum Hessenliga-Auftakt für den Gießener SV II. FOTO: BF

Vielversprechendes Debüt

  • vonRichard Albrecht
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(ria). Der erste Hessenliga-Auftritt des Gießener SV II in Breitenbach brachte in der Tischtennis-Saison eins nach dem coronabedingten Abbruch der letzten Spielzeit viel Ungewohntes für die Akteure. Jedes gastgebende Team braucht ein Hygienekonzept, Maskenpflicht für Zuschauer und die coachenden Spieler, keine Doppelpartien - dafür werden alle zwölf Einzelmatches gespielt. Nach sieben Fünfsatzmatches und rund dreieinhalb Stunden Spielzeit musste der Hessenliga-Neuling nach Mitternacht mit einer 4:8-Niederlage im Gepäck die Heimreise antreten.

TSV Breitenbach - Gießener SV II 8:4:"Wir haben gezeigt, dass wir in dieser Liga kein Kanonenfutter sind", blickte Kapitän Jürgen Boldt zuerst auf die positiven Erkenntnisse des ersten Spieltags, "unsere Vorbereitung war sehr gut, die Neulinge haben gut eingeschlagen, es fehlt einfach nur noch ein Tick."

Die Gastgeber punkteten zunächst im ersten Paarkreuz gegen Boldt (0:3) und Timo Geier (1:3), ehe Christian Schmirler in vier Sätzen für den ersten Zähler der Gäste sorgte. "Er war ein Jahr in England und entsprechend nervös zu Beginn" (1:11 im ersten Satz). Dann folgte eine Serie von sieben Fünfsatzmatches.

Thomas Möhl, zweiter Neuzugang, unterlag 12:14 im Entscheidungssatz, Markus Geißler zerrte sich bei 2:0-Satzführung, behauptete sich dann 11:5 im fünften Satz. Tim Birkenhauer unterlag, nachdem er einen 0:2-Satzrückstand egalisiert hatte. Dann drehte Geier das Spitzeneinzel nach 0:2-Satzrückstand, dagegen war Boldt, Möhl und Schmirler das Matchglück nicht hold, die Partie war mit diesem zwischenzeitlichen 7:3 entschieden.

Birkenhauer sorgte mit einem Viersatzsieg für eine Resultatsverbesserung, der gehandicapte Geißler unterlag im letzten Einzel in drei Sätzen. "Natürlich sind wir etwas traurig, denn es hätte genauso gut andersrum ausgehen können, Christian Schmirler hat sich in seinem zweiten Match leider nicht für seine Leistung belohnt. Aber keiner war am Tisch chancenlos und die Stimmung im Team ist trotz der Niederlage sehr positiv", lobte Boldt seine Mitstreiter und richtete den Blick bereits nach vorne: "Leider wird uns Steven Frinte krankheitsbedingt vorerst nicht zur Verfügung stehen, aber wir haben gezeigt, dass wir mithalten können."

Das erste Heimspiel der Gießener Reserve in der Hessenliga steht bereits am kommenden Samstag in Wieseck (Friedrich-Ebert-Schule) auf dem Plan: "Die Hygienevorschriften bedeuten viel Stress, wir waren nach den langen Matches erst um zwei Uhr morgens zuhause. Auch wir müssen ein Hygienekonzept vorlegen und werden wohl beiden Mannschaften nur Platz für je acht Zuschauer bieten können."

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