Vielversprechender Auftritt der 46ers

(mv) "Ich freue mich schon auf Donnerstag", konnte Zach Peacock, Forward der LTi Gießen 46ers, seine Freude auf den Test gegen Chemnitz morgen in der Osthalle kaum verbergen. Dabei hatte sein Team grade erst da Testspiel gegen die Deutsche Bank Skyliners Frankfurt hinter sich gebracht - erfolgreich, wie das Endergebnis von 73:66 beweist.

Die Gießener präsentierten sich bereits beim Aufwärmen deutlich athletischer als in der vergangenen Saison. Beide Mannschaften starteten das Testspiel mit vielen Fehlern auf beiden Seiten. Die ersten Punkte für die Mittelhessen, bei denen Nachwuchstalent Javon Baumann für alle Fälle auf der Bank saß, erzielte Mathias Perl, der in Ermangelung eines Nachfolgers für Walker Russell auf der Position des Aufbauspielers startete und von Anfang an viel Druck auf Frankfurts DeShaun Wood ausübte. Bereits bald will Cheftrainer Vladimir Bogojevic einen neuen Pointguard, möglichst aus Osteuropa, präsentieren.

Nach den ersten Minuten überzeugten die 46ers mit gutem Teamplay, immer wieder initiiert von Perl, der nicht nur per Dreier auf 13:9 (7.) erhöhte, sondern auch dem hochgelobten Wood in der eigenen Hälfte den Ball klaute und mit Brett einlegte. Dabei ließen sich die Gießener auch nicht davon aus der Ruhe bringen, dass die Skyliners, die ohne Pascal Roller, Kimmo Muurinen und Joe Dabbert spielten, oft mit bewegten Blocks agierten, was die Referees nicht immer unterbanden. Vor allem die Freiwurfquote blieb ausbaufähig. Die Fehler an der Linie glich Forward Zach Peacock mit seinen flinken Beinen und seiner Energie wieder aus.

Im zweiten Viertel fiel die Gießener Leistung etwas ab, was zu großen Teilen am schwachen Auftritt von Viktor Jacovic lag, der im Duell mit Konkurrent Perl schlecht abschnitt. Auch das zweite serbische Talent, Stevan Tapuskovic, zeigte noch einen verbesserungswürdigen Auftritt, vor allem in der Verteidigung von Dominik Bahiense de Mello. Ein Highlight setzte Guard Anthony Smith, der Wood im Fastbreak weit über Ringniveau blockte und mit viel Szenenapplaus bedacht wurde. Nach dem Seitenwechsel (35:40 aus Gießener Sicht) dann kamen vor allem die beiden US-Amerikaner Ryan Brooks, der das ganze Spiel über aktiv im Rebound war und zeitweise auch den Ball nach vorne brachte, und Smith offensiv besser ins Spiel. Vor allem, als Smith elf Punkte in Folge einnetzte, waren dem 1,96-Meter-Mann die Sympathien des Gießener Anteils der 250 Zuschauer sicher.

Beeindruckend dabei, dass alle Würfe des im letzten Jahr in Spanien aktiven Guards dabei ohne Ringberührung ihr Ziel fanden. Auch Jacovic wurde nun etwas stärker, nachdem Perl mit seinem vierten Foul auf der Bank Platz nehmen musste. Mit dem Stand von 58:49 für die 46ers ging es in das Schlussviertel. Und wieder waren es die starken Perl und Smith, die vier Minuten vor Schluss die Stimmung hochkochen ließen: Einem Ballgewinn von Perl folgte ein Dunk von Smith zum 65:60, den Peacock mit hochgerissenen Armen feierte und die Fans die Auszeit in laute "Gießen"-Rufe tauchen ließ.

"Wir sind uns bewusst, dass Frankfurt nicht vollzählig war. Wir stehen auch noch am Beginn unserer Entwicklung, aber das, was wir machen, hat schon Hand und Fuß. Mathias hat am Anfang sehr gut gespielt, Viktor hatte einen schwachen Start, aber wurde in der zweiten Hälfte auch besser. Das zeigt, dass wir auf dieser Position auch ohne den neuen Spieler noch Ruhe haben. Es ist natürlich schön, so eine Partie zu gewinnen, aber man darf das Ergebnis auch nicht überbewerten", analysierte Gießens Headcoach Vladimir Bogojevic den Auftritt seiner Mannschaft.

LTi Gießen 46ers: Smith (21), Freese (2), Perl (7), Mädrich (2), Schwartz (3), Ovcina (2), Jacovic (4), Brooks (16), Tapuskovic (2), Peacock (14).

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