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Personalkarussell: Während Fabian Grutza (l.) vom SC Waldgirmes zum Ligakonkurrenten FSV Fernwald wechselt, kehrt Ufuk Ersentürk von den Fernwälder zur SG Kinzenbach in die Verbandsliga zurück.

Fußball / Von der Hessenliga zur Gruppenliga

Viele Wechsel trotz Corona

  • VonPeter Froese
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Zahlreiche Spielerwechsel bei den heimischen Vereinen. Trotz Corona-Zwangspause waren die Klubs von der Hessen- bis zur Gruppenliga nicht untätig und bereiten sich intensiv auf die Saison vor.

Seit der letzte Ball im heimischen Amateurfußball Ende Oktober 2020 gerollt ist, sind mehr als acht Monate vergangen. Dennoch waren die Verantwortlichen der Vereine nicht untätig und haben für den Mitte August geplanten Start in die neue Saison das Personalkarussell mächtig drehen lassen.

Hessenliga

In der Fußball-Hessenliga setzen die beiden heimischen Vertreter aus Fernwald und Waldgirmes vor allem auf junge, gut ausgebildete Spieler aus der Region, die man auf hohem Niveau im Seniorenbereich weiterentwickeln möchte. Mit Daniel Vier (nach Burgsolms) und Raul Kuami Edem D’Almeida (Umzug nach Wiesbaden) verliert die Elf von FSV-Trainer Daniyel Bulut zwei seiner routiniertesten Spieler, während beim Team von SC-Coach Mario Schappert mit Fabian Grutza (zum Ligakonkurrenten nach Fernwald) und Volkan Öztürk (berufsbedingtes Laufbahnende) zwei langjährige Leistungsträger ihr Engagement in der Lahnau beenden werden.

Verbandsliga

In der Verbandsliga Mitte konnte sich der FC Turabdin/Babylon mit dem aus seiner Zeit beim VfB 1900 Gießen auch im heimischen Bereich bekannten Dursun Olujic einen erfahrenen Akteur für die Position zwischen den Pfosten sichern. Dominik Zeller, der nach dem freiwilligen Rückzug des ehemaligen Ligakonkurrenten SSV Langenaubach der Rombach den Rücken kehren wird, soll die Position in der Innenverteidigung mit Albano Sidon und Pierre Chabou ausfüllen. Christian Memmarbachi als Sportlicher Leiter der Holzheimer verspricht sich zudem offensive Impulse von Helmut Schäfer, der nach seinem Kreuzbandriss wieder an alte Leistungen anknüpfen will.

Mit Ufuk Ersentürk, Emre Yener und Ertogrul Gündüz kehren drei Spieler zur SG Kinzenbach zurück, die schon einmal das Trikot der Rot-Weißen getragen haben. Nico Mohr will den Kampf um die Torwartposition bei der Elf von SG-Trainer Oliver Dönges aufnehmen, während Marvin Helm die Rot-Weißen verlassen wird.

Nach einer desolaten Saison mit lediglich drei Punkten steht bei der Regionalliga-Reserve des FC Gießen ein großer Umbruch bevor. »Wir wollen um Spielführer Shamil Mazitov herum eine junge, hungrige Elf aus Spielern der letztjährigen U19 aufbauen«, so Sportdirektor Christian Memmarbachi. Neuer Trainer der FC-Reserve wird Thomas Turgut, der zuletzt Turabdin/Babylon Pohlheim II coachte. Seinen Weg, auf junge Talente aus der Region zu bauen, will der FC Cleeberg weiter fortsetzen. So stoßen mit Silas Becker, Dominik Brandl und Silas Jakob drei Nachwuchskräfte aus Marburg, Gießen und Waldgirmes zur Elf von FC-Trainer Daniel Schäfer.

Thorsten Schäfer als Trainer der U23 des SC Waldgirmes muss mit dem Abgang von Jafar Azizi (»Er war nach dem Auskurieren seines Kreuzbandrisses für uns in der letzten Saison eine wichtige Stütze«) und Daniel Roskosz zwei Leistungsträger der vergangenen Jahre ziehen lassen. Das Füllhorn aus der eigenen Nachwuchsschmiede war bei den Lahnauern auch in dieser Saison gut gefüllt, sodass wieder vier Talente zur Schäfer-Elf stoßen werden.

Gruppenliga

Einen großen Umbruch gibt es in der Fußball-Gruppenliga bei der SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen zu verzeichnen, denn zehn Abgängen stehen neun Neuzugänge beim Team von SG-Trainer Dennis Frank gegenüber.

Beim letztjährigen Aufsteiger TSV Lang-Göns ist der Klassenerhalt erneut das vorrangige Saisonziel. Mit Julian Heep und Cemil Kurt konnte sich die Elf von TSV-Trainer Frederik Weinecker die Dienste von zwei Offensivkräften sichern, die für die nötigen Tore sorgen sollen.

Mit Rückkehrer Sebastian Rohde, den mit den Erfahrungen einiger Regionalliga-Einsätze beim FC Gießen versehenen Felix Lau und Leon Mattig vom Ligakonkurrenten FSG Wettenberg konnten sich die TSF Heuchelheim hinsichtlich Qualität und Quantität verstärken. Der Elf von TSF-Trainer Daniel Marx kann daher wieder eine gute Rolle in der kommenden Saison zugetraut werden.

Aufgrund eines mit 25 Spielern gut aufgestellten Kaders sahen die Verantwortlichen bei der FSG Wettenberg wenig Handlungsbedarf, personell nachzusteuern, zumal neben Leon Mattig keine weiteren Abgänge zu verzeichnen waren. »Nach den beiden geschenkten Klassenerhalten möchten wir beweisen, dass wir die Liga auch auf sportlichem Wege halten können«, gibt FSG-Trainer Bastian Panz als Ziel aus.

Neben einem einstelligen Tabellenplatz möchte MTV-1846-Trainer Michael Delle bei den Männerturnern in der kommenden Saison in der Art und Weise, wie man Fußball spielt, eine Entwicklung sehen. Hierzu könnten die Talente Lasse Kracht aus der eigenen Jugend sowie Daniel Mikhailov und Mateusz Bem vom JFV Mittelhessen beitragen.

Die SpVgg. Leusel hat in der kommenden Saison ein Luxusproblem im Tor, denn nach den Zugängen von Moritz Kropf und Hannes Lämmer stehen fünf gelernte Torhüter im Team von Trainer Thomas Brunet. Mit der Verpflichtung von Rückkehrer Serkan Erdem soll die Offensive noch mehr Durchschlagskraft erhalten. Namhaftester Abgang der Grün-Weißen ist Marcel Schott, der sich dem Verbandsligisten SV Bauerbach anschließen wird.

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