Viele Rückstände gedreht

  • vonRichard Albrecht
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(ria). "Vereine, die in der jetzigen Situation nicht spielen wollen, können kurzfristig, kostenfrei und unkompliziert (ohne Zustimmung des Gegners) eine Spielabsetzung beantragen." So ist die Verlautbarung auf der Internetseite des HTTV. Da der Landkreis Gießen aufgrund der gestiegenen Infektionszahlen mittlerweile zum Risikogebiet gehört, stand es den Gegnern der hiesigen Tischtennis-Teams frei, anzutreten oder abzusagen. So wurden schließlich am vergangenen Wochenende bei den Herren die beiden Heimspiele des Oberligisten NSC Watzenborn-Steinberg (gegen Besse und Langen) ebenso abgesagt wie in der Hessenliga die Partie zwischen dem TSV Allendorf/Lda. und dem SC Niestetal. Dagegen wurde die Partie des TV Großen-Linden beim TTC Hofgeismar ausgetragen, die die Lindener mit 8:4 gewannen. Großen-Linden bleibt damit im fünften Spiel ungeschlagen und behauptet Platz zwei, wobei die Tabelle ein recht schiefes Bild bietet.

Die Gastgeber hatten auf allen Positionen bisher recht ausgeglichene Bilanzen und die meisten Punkte im hinteren Paarkreuz gesammelt. Gerade dort fällt den Lindenern ihr Kapitän Uwe Schreiber verletzungsbedingt längerfristig aus. Die Gäste erwischten einen guten Start. Andrius Preidzius gewann gewohnt sicher in drei Sätzen seine erste Partie, und Domingo Cordero bezwang in vier Sätzen die Nummer eins der Gastgeber. Doch Hofgeismar kam zurück. Carsten Jung erkämpfte zwar nach 0:2-Satzrückstand noch den Ausgleich, unterlag aber in fünf Sätzen. Nach vier hart umkämpften Sätzen von Roland Fritsch stand es 2:2. In einem spannenden Match brachte Simon Frodl-Dietschmann (3:1) die Gäste erneut in Führung, die Philipp Horvath im ersten von nun fünf folgenden Fünfsatzmatches auf 4:2 ausbaute. Dann kassierte Preidzius im Spitzeneinzel mit 2:3 seine zweite Saisonniederlage. Cordero und Fritsch drehten jeweils nach 0:2-Satzrückstand ihre Matches, wobei Fritsch im fünften Satz mit 4:8 fast aussichtslos zurücklag. Dann verließ auch Jung nach 1:2-Satzrückstand und zwischenzeitlichem 3:9 im Entscheidungssatz noch als Sieger die Platte und machte den Auswärtssieg vorzeitig perfekt. Das 0:3 von Horvath war ein kleiner Schönheitsfehler. Im letzten Match krönte Frodl-Dietschmann seinen guten Auftritt.

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