Für Trainer Claus Schüring und seinem Gießener SV geht es einzig um den Klassenerhalt. FOTO: FRIEDRICH
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Für Trainer Claus Schüring und seinem Gießener SV geht es einzig um den Klassenerhalt. FOTO: FRIEDRICH

Viele Fragezeichen zum Saisonstart

  • vonRichard Albrecht
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(ria). Für die Oberliga-Volleyballerinnen des USC Gießen steht am Samstag der zweite Spieltag an. Mit einem 3:1 in Waldgirmes hatte die Saison verheißungsvoll begonnen. Nun geht es nach Biedenkopf zum aktuellen Tabellenführer, der am ersten Spieltag ohne Satzverlust geblieben ist.

Für die Landesligisten beginnt indes die Saison an diesem Wochenende. Hier gehen das Damen- und Herrenteam des Gießener SV auf Punktejagd, auch die Oberligareserve des USC-Herrenteams ist mit von der Partie.

"Das Hygienekonzept ist momentan unser Dauerthema. Wenn wir keines vorweisen, dürfen keine Zuschauer in die Halle", erinnert USC-II-Kapitän Steffen Kämmerling daran, dass die knappe Saisonvorbereitung nicht nur das Training umfasste. Der USC geht in seine zweite Landesliga-Saison, zuvor hatte es für den Aufsteiger zum vierten Platz, einen Rang vor dem Lokalrivalen Gießener SV, gereicht. So weit vorne sieht Kämmerling das Team diesmal (noch) nicht. "Wir mussten einige Spieler an die Erste abgeben, darunter zwei wichtige Außenangreifer, aber vor allem auch unseren Zuspieler Johannes Lottner." Ihn wird Daniel Erber ersetzen, der mit Schulterproblemen aus dem Oberligakader herüberwechselt. "Wie im Vorjahr ist unser Ziel vorrangig der Klassenerhalt. Angestrebt ist ein Platz im Mittelfeld." Im Gegensatz zur Oberliga sind in der Landesliga an einem Spielort drei Teams involviert, das zweite Gästeteam stellt das Schiedsgericht. Der USC II genießt am Samstag am ersten Spieltag Heimrecht, tritt ab 15 Uhr in der Sporthalle A der Herderschule zunächst gegen den TV Hartenrod an, danach folgt das Match gegen die TG Neuenhaßlau.

USC Gießen II: Steffen Kämmerling, Benjamin Budzinsky, Jonas Klinger, Alex Heck, Anton Klimov, Johannes Weiß, Lukas Clotz, Lukas Schertl, Matthias Weßling, Matti Hapig, Paul Behrendt, Tobias Golombek, Daniel Erber, Jonas Budnik, Lukas Müller.

Mit Inga Gruschwitz als Neuzugang auf dem Trainerposten geht das Herrenteam des Gießener SV in die neue Landesliga-Saison. Entsprechend ungünstig, wie für alle, war es da natürlich, dass sie erst so spät beginnen konnte, ihre Arbeit aufzunehmen. "Die Schließung war für die Mannschaft schon ein herber Rückschlag. Inzwischen sind alle erleichtert, wieder an den Ball gehen zu können", umreißt Kapitän Simon Scheffler die Stimmungslage. Sebastian Willems hat den GSV in Richtung TV Waldgirmes verlassen, Robin Cloos ist aus der zweiten Mannschaft aufgerückt. Dank eines neuen Sponsors wird der GSV am Sonntag in Bergshausen in neuem Outfit auflaufen.

Klassenerhalt das Ziel

Das Damenteam des Gießener SV muss am Samstag zum Saisonauftakt zur SG Johannesberg reisen. In der vergangenen Saison waren sie eigentlich vom Papier her abgestiegen, entsprechend gibt Claus Schüring den Klassenerhalt als Saisonziel aus: "Wir haben, wie schon so oft, gute Spielerinnen verloren, insgesamt sechs Abgänge bzw. Aussetzende wegen Babypause, und sind dann immer gezwungen, mit Neuzugängen aus unteren Ligen aufzufüllen. Dadurch werden wir es wieder schwer haben, unser spielerisches Niveau zu halten. Dazu hatten wir kaum Vorbereitung und waren, seit das Training wieder möglich ist, meistens unvollständig." Somit wird sich die Stammformation erst finden müssen. "Wir haben zwar wegen Corona kein mulmiges Gefühl, aber eine gewisse Unsicherheit ist schon da. Der freizügige Umgang miteinander, wie man ihn in Volleyballerkreisen gewohnt ist, wird jedenfalls nicht möglich sein", so Schüring.

Gießener SV: Sara Lückhof, Marie Wagner, Britta Hinneberg, Hannah Walter, Francis Scholz, Julia Moro, Carolin Feuerstacke, Inga Sames, Linn Priker, Julia Bokop, Christina Schmidt, Kati Vosmer

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