Enttäuschte Gesichter bei Aufsteiger HSG Lumdatal nach der Schlusssirene: Lea Bulling, Leona Parma, Stefanie Schütz und Svenja Mohr (v. l.) kassieren gegen Drittliga-Spitzenreiter SC Markranstädt die dritte Niederlage in Serie. FOTO: VOGLER
+
Enttäuschte Gesichter bei Aufsteiger HSG Lumdatal nach der Schlusssirene: Lea Bulling, Leona Parma, Stefanie Schütz und Svenja Mohr (v. l.) kassieren gegen Drittliga-Spitzenreiter SC Markranstädt die dritte Niederlage in Serie. FOTO: VOGLER

Viele Fehler im Angriff

  • vonMarc Steinert
    schließen

(mgs). Der guten Leistung bei der HSG Gedern/Nidda in der Vorwoche hat die HSG Lumdatal in der 3. Frauenhandball-Liga (Staffel Mitte) am Samstagabend eine schlechte folgen lassen. In der letzten Partie vor der Saisonunterbrechung bis Mitte November unterlag das Team des Trainergespannes Gilbert/Köhler dem SC Markranstädt mit 16:22 (5:11) und scheiterte dabei vor allen Dingen an den Unzulänglichkeiten im eigenen Angriffsspiel. Neben zahlreichen freien Chancen aus dem Spiel heraus vergab der Aufsteiger auch gleich vier Siebenmeter.

"Die Abwehrleistung war in Ordnung, bei 22 Gegentoren gibt es nichts zu meckern. Insgesamt haben wir aber einen gebrauchten Tag erwischt, zahllose Möglichkeiten ausgelassen, aber auch sicher 15 technische Fehler gemacht. Durch einige davon haben wir Markranstädt zu Gegenstößen förmlich eingeladen. Das Angriffsspiel bleibt die größte Baustelle, wir haben uns durch ungenaues Passspiel auch immer wieder aus der Bewegung gebracht", fasste HSG-Coach Marcel Köhler zusammen. Dessen Team lief schnell einem 1:4-Rückstand hinter, beim 3:8 (15.) zog Köhler bereits seine erste Auszeit. Doch weil der Aufsteiger auch in den nächsten zehn Minuten torlos blieb und in dieser Phase auch gleich zweimal von der Linie scheiterte, zog Markranstädt bereits entscheidend auf 10:3 davon. Lediglich fünf erzielte Tore Lumdatals in Hälfte eins waren ein deutlicher Hinweis auf die schwache Offensivleistung der Gastgeberinnen.

Diese wurde im zweiten Durchgang dann zwar ein wenig besser, da die ansonsten gute HSG-Deckung aber gegen die Schlagwürfe von SCM-Rückraumspielerin Nele Mertens zu passiv agierte, hatte der Sieben-Tore-Rückstand dann auch beim 9:16 (48.) noch Bestand. Nachdem die Sächsinnen den Vorsprung sieben Minuten vor dem Ende sogar auf zehn Treffer ausgebaut hatten (20:10), bewies der Neuling in der Schlussphase zumindest Moral und kämpfte sich nach dem 12:22 dank eines 4:0-Laufes, abgeschlossen durch Svenja Mohr, noch auf 16:22 heran - womit nach einer doch eher schwachen Leistung zumindest ein halbwegs akzeptables Endergebnis von der Anzeigetafel der Lumdatalhalle leuchtete.

Als Letzter in die Zwangspause

"Du kannst dir in dieser Klasse einfach nicht erlauben, so viele Fehler zu machen und so viele klare Chancen liegen zu lassen. Wenn wir in der ersten Halbzeit nur die Hälfte unserer freien Würfe genutzt hätten, wäre es sicherlich knapp gewesen", so Köhler abschließend. Dessen Team geht nach der dritten Niederlage im dritten Saisonspiel als Tabellenletzter in die nun folgende Corona-Zwangspause.

Lumdatal: Schütz, Schuster; Schlapp (1), Elmshäuser, Franziska Müller, Mohr (5/3), Schneider, Wallenfels, Schmidt (1), Hasenkamp (3/2), Madeleine Müller (3), Parma, Bulling (3), Fuhrländer.

Markranstädt: Friedrich, Czeczine; Mertens (6), Dreier (3), Hausmann (1), Pöschel (2), Kracht (5), Guederian (1), Glimm (2), Zöge (1), Franke, Müller (1), Okon, Thomas.

Im Stenogramm: SR: Adam/Adam (Hofgeismar). - Zeitstrafen: 0:6 Min. - Siebenm.: 9/5:0.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare