Viele falsche Entscheidungen

  • VonMarc Steinert
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(mgs). Die HSG Kleenheim-Langgöns kann ihre starken Heimleistungen in der 3. Frauenhandball-Liga ) noch nicht in die Fremde transportieren. Bei der allenfalls durchwachsenen gestarteten HSG Gedern/Nidda blieb das Team von Trainer Marc Langenbach am Samstagabend ohne Chance und unterlag klar mit 15:23 (7:13). Dass mit Kreisläuferin Katharina Weber dabei kurzfristig eine extrem wichtige Spielerin nicht zur Verfügung stand, gehörte zur Wahrheit dazu;

dass ausschließlich das Fehlen seiner Kreisläuferin für die Niederlage verantwortlich war, sah der SGK-Coach im Anschluss aber nicht.

»Sicherlich hat sich Kathas Ausfall bemerkbar gemacht, vor allem im Innenblock. Aber 23 Gegentore sind eigentlich völlig okay, Rixa Hahn hat auch stark gehalten. Wir haben einfach im Angriff viel zu viele falsche Entscheidungen getroffen«, resümierte Langenbach, der noch ergänzte: »Vor allen Dingen haben wir den Start komplett verschlafen und sind dadurch von Anfang an hinterhergelaufen. Das war letztlich schon vorentscheidend.«

Denn nach zwei klaren Niederlagen waren die Gastgeberinnen sicherlich nicht mit überbordendem Selbstvertrauen in die Partie gegangen, doch nachdem sich Kleenheim-Langgöns in der frühen Spielphase einige Fehler im Angriffsspiel erlaubt hatte, waren die Selbstzweifel der Breiler-Sieben - wenn bis dato vorhanden - schnell dahin. Über das 4:2 durch die starke Ex-Hüttenbergeri n Klara Engel zog Gedern/Nidda bereits nach 13 Minuten auf 8:3 davon.

Langenbach versuchte, sein Team mit einer Auszeit auf Kurs zu bringen, was nach zwei Toren von Lisa-Marie Kiethe und Kira Suchankte zum 5:8-Anschluss (16.) zu gelingen schien. Doch weitere Fehler auf Seiten der Kleebachtalerinnen ermöglichten den Damen aus der Wetterau einen weiteren 4:0-Lauf und beim 12:5 schon eine gewisse Vorentscheidung.

Zumal sich der Sechs-Tore-Pausenrückstand (7:13) zunächst auch nicht verkleinerte (9:15, 38./11:17, 44.). Spätestens als Gedern/Nidda unter lautstarker Unterstützung des Heimpublikums auf 20:12 erhöht hatte, war die Messe für Kleenheim-Langgöns gelesen. Lediglich 15 Treffer gelangen den Langenbach-Schützlingen. Dass auch drei von vier Siebenmetern nicht den Weg ins Ziel fanden, unterstrich die schwache Angriffsleistung.

»Uns fehlt einfach die Konstanz, das muss man so klar sagen. Natürlich haben wir eine junge Truppe, aber ich erwarte von den etwas erfahreneren Spielerinnen einfach mehr«, so Langenbach, der seine Youngster Selina Lotz und Meileen Schäfer nach gutem Spiel ausdrücklich von der Kritik ausnahm, abschließend.

HSG Gedern/Nidda: Petek, Heß - Rösner, Schüler, Hannah Niebergall (1), Kraft, Engel (7), Pfaff (3), Huth, Wäscher, Amos (1), Emma Niebergall, Schindler (8/5), Krauß, Nau (3), Schäfer.

HSG Kleenheim-Langgöns: Hahn, Buhlmann - Eggers, Lotz (1), Dietz (1), Bachenheimer (2), Schuch (1), Rüspeler (1), Suchantke (2), vom Hagen (1), Kiethe (1/1), Schäfer (2), Winkes (2).

Im Stenogramm / SR.: Ekk/Walter (Wiebaden). - Zuschauer: 280. - Zeitstrafen: 6:8 Minuten. - Siebenmeter: 5/5:4/1.

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