Die Licher "Zweite" bietet folgenden Kader auf (hinten, v. l.): Johannes Roith, Gregor Gümbel, Paul Hungenberg, Christian Reitschmidt, Jan Bewersdorf, Finn Jakob, Karl Maruschka, Jakob Werkle; (vorne, v. l.): Co-Trainer Christian Maruschka, Tobias Endres, Nicolai Sann, David Sann, Uakea Atay, Tristan Göbel, Trainer Thorsten Heinz. Es fehlt: Paul Gänger. FOTO: GRM
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Die Licher "Zweite" bietet folgenden Kader auf (hinten, v. l.): Johannes Roith, Gregor Gümbel, Paul Hungenberg, Christian Reitschmidt, Jan Bewersdorf, Finn Jakob, Karl Maruschka, Jakob Werkle; (vorne, v. l.): Co-Trainer Christian Maruschka, Tobias Endres, Nicolai Sann, David Sann, Uakea Atay, Tristan Göbel, Trainer Thorsten Heinz. Es fehlt: Paul Gänger. FOTO: GRM

Wie viel Wettkampf bleibt?

(grm). Es wird eine historische Saison in der Basketball-Oberliga der Männer: Kein Auf- und Abstieg, keine Zuschauer bis mindestens 31. Oktober - Entscheidungen, die bei den vier heimischen Mannschaften nicht überall auf Begeisterung stoßen. Einigkeit herrscht jedoch bei einem Thema: Die Freude über die Rückkehr auf den Court!

Krofdorf-Coach Müller sauer

"Der Sport lebt von der Spannung um Auf- und Abstieg. Der Wettkampfcharakter ist komplett weg, stattdessen haben wir 18 Freundschaftsspiele." Mit klaren Worten hat Michael Müller, Coach des TSV Krofdorf-Gleiberg, die Entscheidung des Hessischen Basketball-Verbands (HBV), die Auf- und Abstiegsregel im heimischen Basketball in der neuen Saison bereits im Vorfeld komplett auszusetzen, kritisiert. Müller ärgert sich vor allem auch über die Umstände dieser Entscheidung: "Warum hat das der Verband direkt entschieden, ohne zumindest vorher einmal ein Stimmungsbild zum Thema Aufstieg unter den Mannschaften einzuholen?"

Personell hat sich während der sehr langen Sommerpause im TSV-Kader nicht viel verändert: Forward Robin Njie wechselte zur Regionalliga-Mannschaft der Gießen Pointers, dafür kam Nils Oppenländer vom BC Marburg. In der Vorbereitung absolvierte der TSV vier Testspiele und trainierte ansonsten vor allem im teaminternen Fünf-gegen-Fünf.

Nachdem der Verein zunächst Meisterschaft und Aufstieg als Saisonziel ausgegeben hatte, wurde diese Vorgabe nach der Entscheidung des HBV notgedrungen revidiert: "Die Mannschaft soll eine bedeutungslose Saison ordentlich spielen", erklärte Müller. Am ersten Spieltag fahren die Krofdorfer zur ACT Kassel (Samstag, 19 Uhr).

15-Jähriger im Pointers-II-Kader

Die Vorbereitung seiner Mannschaft bewertete Pointers-Coach Sherman Lockhart insgesamt positiv: "Die Ergebnisse sind zweitrangig, der Fortschritt ist wichtiger." Im Kader gab es ein wenig Bewegung: Rene Arabin und Max Keiner stehen Lockhart nicht mehr zur Verfügung, mit Yuma Janeck, Lorenz Kohl und Christopher Herget rücken allerdings neue Talente aus der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) nach. Prominentester Neuzugang ist sicherlich David Henke, der aus der Regionalliga-Mannschaft der Pointers in die "Zweite" kommt und in der kommenden Spielzeit als Kapitän fungieren wird. Eine weitere interessante Personalie ist der 15-jährige Noah Sann, über den Lockhart sagt: "Er muss natürlich noch einiges lernen, aber hat sich bisher gut präsentiert."

Als Saisonziel nannte der Trainer eine Mittelfeldplatzierung, außerdem sollen weiterhin möglichst viele Spieler für die erste Mannschaft entwickelt werden. Saisonauftakt ist für die Pointers II am Sonntag beim BC Marburg (18.30 Uhr).

Licher "Zweite" muss Ohly ersetzen

Aufsteiger Lich Basketball II und Coach Thorsten Heinz setzen in der kommenden Spielzeit auf ein sehr junges Team. Die einzige Ausnahme bildet Christian Reitschmidt mit seinem 39 Lenzen, der die Mannschaft auch weiterhin mit seiner Erfahrung und Präsenz unterstützen soll. Gleich fünf Spieler haben die Mannschaft im Sommer verlassen: Von diesen Abgängen schmerzt besonders der von Leistungsträger Cedric Ohly, der sich in der neuen Spielzeit auf seine Rolle in der Licher "Ersten" konzentrieren wird.

Saisonziel ist laut Heinz neben der Förderung und Entwicklung der jungen Spieler ein Platz im gesicherten Mittelfeld, wobei er auch die Bedeutung des ersten Spiels beim BC Gelnhausen (Sonntag, 18 Uhr) betont: "Eine Mannschaft, die Erfahrung hat und oben mitspielt, und somit der bestmögliche Gegner zu Beginn. Die Begegnung wird ein Gradmesser für uns, aus dem wir viele Erkenntnisse ziehen können."

Neue Halle für den MTV 1846 Gießen

Größtes Ärgernis beim MTV 1846 Gießen ist die Hallensituation: Die Sporthalle an den Rivers Barracks ist aufgrund ihrer Nutzung als Corona-Testcenter für den Sport gesperrt, als Ersatz ist die Halle B der Hederschule vorgesehen. Dazu sagt Coach Filip Piljanovic: "Natürlich ist Wut vorhanden. Die sogenannte ›Sportstadt Gießen‹ hat sowieso schon zu wenige Hallen und beschließt, noch eine Halle komplett für den Sport zu sperren!" Das Gießener Sportamt nimmt er allerdings in Schutz: "Die müssen mit dem arbeiten, was sie zur Verfügung haben."

Im Kader hat es unterdessen keine großen Veränderungen gegeben, offen ist laut Piljanovic noch, welche Akteure aus der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) den Kader verstärken.

Ein konkretes Saisonziel will der Coach nicht ausgeben, macht jedoch klar: "Man spielt, um zu gewinnen. Ansonsten kann man es auch lassen." Zum Saisonauftakt trifft der MTV 1846 auswärts auf den BC Neu-Isenburg (Samstag, 17.45 Uhr).

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