Kampfstark und mit Durchsetzungsvermögen möchte sich der FSV Fernwald um Daniel Vier (r./links der Walldorfer Nico Struwe) auch am Sonntag in Friedberg präsentieren. FOTO: FRO
+
Kampfstark und mit Durchsetzungsvermögen möchte sich der FSV Fernwald um Daniel Vier (r./links der Walldorfer Nico Struwe) auch am Sonntag in Friedberg präsentieren. FOTO: FRO

Mit viel Selbstvertrauen

  • vonPeter Froese
    schließen

(fro). In der Fußball-Hessenliga sind die beiden heimischen Mannschaften an diesem Wochenende auswärts gefordert. Der SC Waldgirmes gastiert heute beim KSV Baunatal, während der FSV Fernwald am Sonntag seine Visitenkarte bei Türk Gücü Friedberg abgeben wird.

KSV Baunatal - SC Waldgirmes (heute, 14.30 Uhr):Nach den beiden Siegen gegen Türk Gücü Friedberg (2:0) und in Eddersheim (5:3) hat der SC sein Punktekonto auf 14 Zähler ausgebaut. Aktuell rangiert die Elf von Trainer Mario Schappert auf dem achten Tabellenplatz. "Wir haben zwei sehr gute Spiele gegen spielstarke Teams abgeliefert und Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben getankt. Nun können wir ohne Druck nach Nordhessen fahren", sagt Schappert. Dort wartet mit dem KSV Baunatal eine Mannschaft, die mit sechs Punkten bislang hinter ihren Erwartungen zurückgeblieben ist. Die Elf von Trainer Tobias Nebe steht als Tabellenvorletzter mit dem Rücken zur Wand. "Für den KSV ist ein Sieg zu Hause Pflicht. Ich habe mir die Mannschaft im Videostudium angesehen und festgestellt, dass sie sich gegen die Topteams aus Fulda-Lehnerz (1:2 - Anm. d. Red.) und Friedberg (0:0 - Anm.) gut aus der Affäre gezogen hat", berichtet Schappert. Der SC-Trainer warnt daher davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. "Wir werden nicht mehr riskieren, als notwendig ist. Ich könnte mit einem Punkt gut leben. Wir müssen gut und stabil stehen. Bei unserem Spiel über die Außenpositionen müssen wir uns noch steigern", fordert Schappert. Das große Plus der Lahnauer sind dagegen die Standardsituationen. Hier kehrt mit Barbaros Koyuncu der "Mann des ruhenden Balles" nach seiner Hochzeit am vergangenen Wochenende zurück. Als Abnehmer der Freistöße und Eckstöße wartet unter anderem Natnael Tega, der, so freut sich Schappert, "endlich die Hütte trifft".

Personelles: Louis Stephan (Außenband- und Kapselriss im Knöchel), Felix Erben, dessen Fersenverletzung vor einem Comeback vollständig ausheilen muss, Mert Ciraci (Leiste), Henry Erler (Schambein) und Lucas Hartmann (beruflich verhindert) fehlen. Auch der Einsatz von Kian Marius Golafra, der nach seinem Muskelfaserriss das Training aufgenommen hat, käme laut Schappert noch zu früh. Karl Cost plagt eine Erkältung, sein Einsatz ist fraglich. Neben Koyuncu steht Enes Cinemre wieder zur Verfügung. Nick Gebauer könnte vor seinem ersten Hessenliga-Einsatz stehen.

Bulut-Elf will unbequem sein

Türk Gücü Friedberg - FSV Fernwald (Sonntag, 15 Uhr):Der FSV ist wettbewerbsübergreifend seit fünf Spielen ungeschlagen. Neben den beiden Hessenpokalsiegen in Waldgirmes (4:2) und Dietkirchen (4:0) stehen sieben Punkte im Ligabetrieb zu Buche. Die beiden 1:0-Erfolge in Bad Vilbel und gegen Walldorf sowie das 1:1 in Eddersheim haben dafür gesorgt, dass die Elf von Trainer Daniyel Bulut auf den 14. Tabellenplatz klettern und damit erstmals die Abstiegsränge verlassen konnte. "Diese Serie gibt meiner Mannschaft natürlich enormes Selbstvertrauen. Wir wissen aber, dass wir in jedem Spiel an die Leistungsgrenze gehen müssen. Dazu sind meine Jungs bereit. Die Stimmung ist prächtig und wir spielen uns Woche für Woche besser ein", freut sich Bulut. Der FSV-Trainer nutzt, wie am Dienstag im Hessenpokal umfangreich praktiziert, immer wieder die Möglichkeit der Rotation. "Wir hatten neun Spiele innerhalb eines Monats und wir werden bis Anfang November weitere neun Spiele zu absolvieren haben. Dies ist ein kerniges Programm, für das wir alle Spieler in unserem Kader benötigen. Dies ist keine leere Floskel von mir, sondern ich will dies leben. Die Jungs haben mein Vertrauen und dies bereits bewiesen", stellt Bulut fest. Er erwartet, dass bei den Friedbergern am Sonntag wieder der Ex-Gießener Noah Michel (bislang acht Saisontreffer - Anm. d. Red.) zur Verfügung stehen wird, den Türk Gücü in den letzten Spielen schmerzlich vermisst hatte. Die Elf von Trainer Carsten Weber befindet sich zurzeit in einer Minikrise, denn nach sechs Pflichtspielsiegen wartet die Elf aus der Wetterau wettbewerbsübergreifend seit vier Partien auf einen Sieg und einen Torerfolg. "Wir wollen für Türk Gücü unbequem sein und werden uns nicht hinten reinstellen und mauern. Wir wollen uns spielerisch weiterentwickeln, noch mehr Chancen herausarbeiten - und diese auch nutzen", sagt Bulut.

Personelles: Beim FSV fehlen die Langzeitverletzten Agon Dervishi, Ceyhun Dinler und Samuel Sesay. Julian Bender befindet sich nach seiner Oberschenkelverletzung aus der Partie gegen Walldorf in Behandlung. "Der Physio macht gute Arbeit, sodass es bis zum Sonntag vielleicht klappen könnte. Allerdings wollen wir nichts unnötig riskieren", sagt Bulut. Ufuk Ersentürk steht nach seinem Urlaub grundsätzlich wieder zur Verfügung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare