Vertrag mit Michel vor Auflösung

(mac) Rainer Dotzauer, der Sportliche Leiter des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar, hat sich in der Nacht auf den Mittwoch von Musik inspirieren lassen. Nach vielen Gesprächen, die der Macher der HSG im Anschluss an die enttäuschende 22:30-Niederlage gegen die HSG Nordhorn geführt hatte, ließ ihn ein Klassiker der Band "Queen" neuen Mut schöpfen. Nein, nicht der Hit "We are the champions" dudelte aus den Lautsprechern in seinem Wohnzimmer, Dotzauers neues Motto für den Rest der Saison heißt: "The Show must go on".

(mac) Rainer Dotzauer, der Sportliche Leiter des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar, hat sich in der Nacht auf den Mittwoch von Musik inspirieren lassen. Nach vielen Gesprächen, die der Macher der HSG im Anschluss an die enttäuschende 22:30-Niederlage gegen die HSG Nordhorn geführt hatte, ließ ihn ein Klassiker der Band "Queen" neuen Mut schöpfen. Nein, nicht der Hit "We are the champions" dudelte aus den Lautsprechern in seinem Wohnzimmer, Dotzauers neues Motto für den Rest der Saison heißt: "The Show must go on".

"Dieses Lied habe ich als ein Zeichen aufgefasst", erklärte Dotzauer gestern. "Axel Geerken und ich haben entschieden, dass wir den Rest der Saison in dieser Besetzung zu Ende bringen", erteilte der Sportliche Leiter einer möglichen vorvorzeitigen Trennung von Trainer Volker Mudrow nun eine Absage, dessen Mannschaft sich im Heimspiel gegen Nordhorn am Dienstag in einer schlechten Verfassung präsentiert und übermäßig verunsichert gewirkt hatte.

Gestern kam es für die Wetzlarer noch dicker, denn die Diagnosen für die angeschlagenen Akteure der Grün-Weißen sind nahezu verheerend. Rückraumspieler Volker Michel hat sich - wie sich nun herausstellte - in der ersten Halbzeit bei einem Zweikampf mit Nordhorns Kreisläufer Rastko Stojkovic das Nasenbein gebrochen. Der 35-jährige Linkshänder wird seiner Mannschaft somit lange fehlen und - wenn überhaupt noch einmal - erst wieder am 29. März im Auswärtsspiel bei GWD Minden auflaufen. Unterdessen wurde nämlich bekannt, dass die HSG den Vertrag mit Michel zum 1. März auflösen will. Seine Spielberechtigung soll aber weiter bei den "Grün-Weißen" bleiben, sodass Michel nach seiner Genesung noch zwei Spiele für die HSG austragen könnte. Laut DHB-Statuten dürfte der Linkshänder auch ohne gültigen Vertrag zweimal eingesetzt werden. Michel selbst wollte sich dazu gestern nicht äußern.

Doch damit nicht genug, neben Michel wird auch Kreisläufer Sebastian Weber etwa vier Wochen fehlen. Der 22-Jährige verletzt sich bereits zum zweiten Mal in dieser Saison am Knie. Nach einer ersten Diagnose hat sich Weber das linke Außenband überdehnt - eventuell ist es sogar eingerissen. "Ein Bluterguss lässt derzeit keine genauere Diagnose zu", erklärte Weber.

Und auch die Verletzung von HSG-Youngster Timm Schneider ist schlimmer als zunächst angenommen. Der Rückraumspieler muss nun doch an der Schulter operiert werden, nachdem er sich dort zum zweiten Mal die Lippe des Schulterblattes abgerissen hatte. Aufgrund einer Instabilität im Schultergelenk ist ein Eingriff unumgänglich. Dieser soll Mitte März durchgeführt werden. Schneider wird danach vier Monate pausieren müssen, sodass die Saison für den Holzheimer damit bereits gelaufen ist. Was nutzt’s - die Show muss weitergehen...

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