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Marco Grohmann führt den TSV Allendorf/Lumda als Nummer eins in die Saison in der Oberliga Hessen.

Verstärkung für Grohmann und Co.

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(ria). In der Tischtennis-Oberliga Hessen ist der Kreis Gießen nach dem Abstieg des NSC Watzenborn-Steinberg weiterhin mit zwei Teams vertreten: Zum Gießener SV gesellte sich Aufsteiger TSV Allendorf/Lumda. Beide Vereine haben sich als Saisonziel die Vermeidung des Abstiegs gesetzt.

Gießener SV:Der GSV war im letzten Jahr schlecht in die Saison gestartet (drei Niederlagen in Folge) und hatte mit einem "Kraftakt" (Kapitän Samuel Preuß) den Klassenerhalt zum Saisonende noch perfekt gemacht. Dabei erwiesen sich die Routiniers Xaioyong Zhu und Igor Maruk, die auf Abruf bei Engpässen bereit standen und wichtige Punkte holten, als wichtige Stützen. Auf diese Hilfe zählt der GSV auch in diesem Jahr. Im ersten Paarkreuz wurde der Abgang von Jan Limbach durch Nicolas Burgos (Chile) kompensiert, der zuletzt bei Hannover 96 in der Regionalliga an Position eins stand. Johannes Linnenkohl ist nach starker letzter Saison ins mittlere Paarkreuz vorgerückt. Christian Güll und Routinier Dieter Buchenau sind weiterhin im Kader und werden - je nachdem wie oft Zhu oder Maruk antreten - mit Domingo Cordero und Samuel Preuß (nominell jetzt im Verbandsliga-Aufgebot) das hintere Paarkreuz bilden.

"Die Liga ist wieder sehr ausgeglichen, die Aufsteiger aus den Hessenligen kommen mit Verstärkungen, es geht für uns wieder gegen den Abstieg", gibt Preuß die Devise aus und sieht sein Team durch den Neuzugang auf Position eins etwas stärker aufgestellt als im Vorjahr. "Wir müssen vor allem einen schlechten Saisonstart wie im Vorjahr vermeiden, letztes Jahr sind wir dem Abstieg nur knapp entgangen. Auch in dieser Saison wird die Hälfte der Liga gegen den Abstieg spielen", so die Prognose von Preuß, der Biebrich und Braunfels vorne in der Tabelle erwartet. Es wird sich auch zeigen, ob der Wechsel in eine neue Spielhalle (Friedrich-Ebert-Schule) sich als Vorteil auswirkt. Sein erstes Match bestreitet der GSV erst am 28. September beim Aufsteiger in Lorsch.

Aufgebot: Nicolas Burgos, Xiaoyong Zhu, Christian Güll, Johannes Linnenkohl, Igor Maruk, Dieter Buchenau, Domingo Cordero, Samuel Preuß.

TSV Allendorf/Lumda:Einer der "verstärkten" Aufsteiger aus der Hessenliga ist der TSV Allendorf/Lumda. Die Lumdataler schafften in der Vorsaison mit Heimkehrer Marco Grohmann, zuletzt beim Regionalligisten Stadtallendorf an der Platte, als Aufsteiger den ungefährdeten Durchmarsch durch die Hessenliga und überraschten sich dabei selbst. Mit Marco Grohmann bildete Michal Kuternozinski in der Saison 2018/2019 das dominante erste Paarkreuz der Liga, dahinter sorgten Nico Grohmann und Manfred Krupenkow ebenfalls für viele Punkte. Allerdings wurde es für Nico Grohmann berufsbedingt schwierig, dem Team an jedem Spieltag zur Verfügung zu stehen. Damit war allerdings den Verantwortlichen vor der neuen Spielzeit schnell klar, dass das bis dahin beherzigte Prinzip, nur auf Spieler aus der heimischen Region zurückzugreifen, aufgegeben oder zumindest aufgeweicht werden musste.

Zwar waren die vorderen Positionen stark besetzt, auf den hinteren Positionen war man aber nicht oberligatauglich. Fündig wurde man zuerst in Stadtallendorf. Slawomir Karwatka, ehemals Topspieler in Stadtallendorfs erster Mannschaft und zuletzt in der Reserve in der Hessenliga aktiv, soll im mittleren Paarkreuz einspringen, wenn Nico Grohmann verhindert ist. Für das vordere Paarkreuz konnte man aus der Hanauer Trainingsgruppe des ehemaligen Gehörlosenweltmeisters und Nationalspielers Thorsten Keinath für die Vorrunde Brandon Fong (Malaysia) verpflichten, für die Rückrunde den Kubaner Livan Martinez. Derart gestärkt hofft Walter Grohmann, der in Bad Homburg den Ligafavoriten sieht, dass der Klassenerhalt geschafft werden kann: "Die Liga ist stärker als letztes Jahr. Unsere Chancen hängen sehr stark davon ab, wie komplett unsere Gegner antreten werden." Den Saisonauftakt bestreitet der TSV am Samstagabend (18 Uhr) in eigener Halle gegen den TTC RW Biebrich.

Aufgebot: Marco Grohmann, Fong Brandon (Vorrunde)/Livan Martinez (Rückrunde), Michal Kuternozinski, Nico Grohmann, Slawomir Karwatka, Manfred Krupenkow.

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