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Verletztenmisere hält an

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(opk). Die TSG Münster hat ihre Aufstiegsambitionen in der Handball-Landesliga Mitte unterstrichen und deutlich mit 39:23 (21:9) bei den TSF Heuchelheim gewonnen. Die 110 Zuschauer in der Sporthalle Heuchelheim sahen am Sonntagabend einen von Anfang an ungefährdeten und souveränen Start-Ziel-Sieg gegen eine personell stark dezimierte Heimmannschaft.

Durch die fast zeitgleiche Niederlage Lumdatals zieht Münster in der Tabelle nun vorbei auf den zweiten Platz und steigert die Chancen auf den direkten Wiederaufstieg. Heuchelheim hingegen hat trotz der klaren Niederlage im Abstiegsrennen immer noch gute Karten.

Die Turn- und Sportfreunde scheinen vom Pech verfolgt zu werden. Nach zwei Kreuzbandrissen bei den wichtigen Rückraumspielern Lukas Foos und Daniel Schmidt fielen gestern auch die extra reaktivierten Rückraumspieler Sascha und Björn Hofmann mit Knieverletzungen aus. Dadurch musste TSF-Trainer Claus Well über 60 Minuten auf den Halb-Positionen improvisieren. Gerade gegen eines der Top-Teams der Liga kamen diese Hiobsbotschaften natürlich zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt.

Es dauerte auch nicht lange, bis der Favorit in fremder Halle die ersten Duftmarken setzen konnte. Zehn Minuten hielten die Gastgeber noch mit, Max Kruse traf zum 3:6, danach wurde es schnell deutlich. TSG-Spieler Lennart Liebeck vollendete einen Sechs-Tore-Lauf zum 3:12 (20.). Die offensive Abwehr Münsters überforderte Heuchelheim über die gesamte Spielzeit, zudem bestraften sie die technischen Fehler der Gastgeber konsequent mit Gegenstößen. Beim 9:21-Halbzeitstand war schon klar, dass für die Hausherren nichts zu holen war.

Durch die frühe Entscheidung war der zweite Durchgang von wenig Höhepunkten geprägt. Heuchelheim stellte verschiedene »positionsfremde« Spieler in den Rückraum, um sich notgedrungen auf die kommenden Spiele einzustellen, Münster zeigte seine Klasse und setzte ein Ausrufezeichen an die Konkurrenz im Kampf um den Aufstieg.

Patrick Weber erzielte das 30:13 aus Gästesicht (43.) und wurde mit insgesamt zehn Treffern bester Werfer der Begegnung. Auf der anderen Seite war es Rückraumspieler Niko Hoffmann, der neunmal erfolgreich war.

»Wir haben das Spiel genutzt, um uns auf die restliche Saison vorzubereiten. Mit diesem enormen Verletzungspech müssen wir jetzt Spieler im Rückraum einsetzen, die dort nicht regelmäßig spielen«, resümiert TSF-Trainer Claus Well.

TSF Heuchelheim: Winter, Geier; Kröck (3), Kaplan, Hoffmann (9/4), Kaluza (4), Ziems (1), Hennig (3), Dennis Weber (1), Bender, Rinn, Julius Weber, Kruse (2)

TSG Münster: Sven Müller, Spiranec; Jan-Niklas Müller (5), Schwarz (1), Jökel (1), Ikenmeyer (2), Gonzalez Borja (3), Jacobi (1), Heller (2), Schuster (3), Gerntke (2), Weber (10/4), Fegert (6), Liebeck (3)

Stenogramm / SR.: Kobert/Langmann (Melsungen). - Zus.: 110. - Zeitstrafen: 6:8 Minuten. - Siebenmeter: 5/4:4/4.

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