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Trainer Jens Dapper versucht viel, kassiert mit seiner HSG Pohlheim aber eine deutliche 20:29-Niederlage in Breckenheim. FOTO: RAS

Ein Tag zum Vergessen

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(dk). Die HSG Pohlheim hat am zwölften Spieltag der Handball-Oberliga bei der HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim mit 20:29 (9:15) verloren und sich damit vorerst aus der Spitzengruppe verabschiedet. Keiner der Mannschaftsteile erreichte auch nur annähernd seine Normalform, eine schwache Angriffsleistung und eine ebenso schwache Defensive bescherten den Mittelhessen vor knapp 400 Zuschauern in der Sport- und Kulturhalle zu Breckenheim ihre vierte Saisonniederlage.

Schon ein Blick auf die Statistik zeigt, woran es vor allem fehlte an einem trüben Sonntagnachmittag im Taunus: an der Einstellung. Nur eine Zeitstrafe gegen die HSG belegt dies, und die wurde von den beiden souveränen Unparteiischen erst vier Minuten vor dem Abpfiff ausgesprochen. "Wir waren weit davon entfernt, unsere eigentliche Leistung abzurufen", rätselte denn auch Trainer Jens Dapper nach der Partie.

Im Angriff lief wenig zusammen - keine Feldtore von Chris Grundmann und Daniel Hirz, und auch Max Rühl blieb mit nur zwei Treffern weit hinter seiner sonstigen Quote. Da war auch Jan Linck nach seiner langen Verletzung und seinen ersten Gehversuchen auf dem Parkett keine große Hilfe für seine Nebenspieler. Die Gastgeber bestimmten über die gesamten 60 Minuten das Geschehen auf dem Feld. 7:3 lautete nach 15 Minuten die Führung für Breckenheim, den Pohlheimern gelang wenig mit dem runden Leder. "Wir hatten keine zwingenden Aktionen im Angriff, da fehlten die Konzentration und die Sicherheit am Ball, das war ein schwarzer Tag für uns", trauerte Dapper der schwachen Vorstellung hinterher. Zur Pause betrug der Rückstand schon sechs Tore. Und was der Trainer auch an Maßnahmen im zweiten Durchgang anordnete, wenig wollte den Blau-Weißen gelingen.

Ein kurzes Aufblitzen zwischen der 47. und 52. Spielminute war zu erkennen, als die Aktionen der HSG einmal zwingender und von Erfolg gekrönt waren. Vier Tore in Folge verkürzten den Rückstand von 16:24 auf 20:24, aber dies war nur ein Strohfeuer. Thimo Wagners Tor acht Minuten vor dem Abpfiff markierte bereits den letzten Pohlheimer Treffer an diesem Sonntagnachmittag. Breckenheim hatte keine Mühe, seinen Gegner auf Distanz zu halten. "Das wollen wir schnell abhaken, solche Tage gibt es im Handball, wir dürfen auch einmal eine schlechte Leistung abliefern. Wir haben noch ein Spiel vor der Weihnachtspause, da werden wir noch einmal Gas geben", sagte Dapper auch im Hinblick auf die Begegnung gegen die SG Babenhausen am Samstag.

Breckenheim: Robinson; Buckel, Kaufmann (1), Crecelius (5), Barisch, T. Mrowietz (4), Manns (1), Luft, Y. Mrowietz (6), Walter (4), Quandt (1), Botzenhardt (2), Hoß (4), Ben-Hazaz (1).

Pohlheim: Schlegel, Wüst; N. Happel, Weisel (3), Rühl (2), Niclas, Drommershausen (2), Kammer (1), Weinandt (4), Lex, Hirz, Linck, Wagner (1), Grundmann (7/7).

Im Stenogramm: SR: Kerth/Knodt. - Zu.: 375. - Zeitstrafen: 8:2 Min. - Siebenmeter: 0/2:7/7.

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