Verfolgerduell im Mittelpunkt

(mri) In der Handball-Oberliga der Männer erwartet die SG Kleenheim das Top-Team der HSG Wiesbaden zum Spitzenspiel. Der TV 05/07 Hüttenberg U 23 könnte mit einem Heimsieg gegen die HSG Baunatal einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Die HSG Pohlheim ist beim TSV Vellmar gefordert.

TV Hüttenberg U 23 – HSG Baunatal (Sa., 20 Uhr, Sporthalle Hüttenberg): Der letzte Punktgewinn der Zweitligareserve liegt mittlerweile gut zwei Monate zurück. Seit dem 29:22 bei Schlusslicht Babenhausen musste die Mannschaft von Axel Spandau fünf Niederlagen in Folge einstecken. Nachvollziehbar, dass der ehrgeizige Sportwissenschaftler auf der Hüttenberger Bank von einer "ernsten Situation" spricht. Aufgrund der enormen Verletzungsmisere wurden mit Torhüter Tobias Kreiling (reaktiviert) und Kai Nober (zurück aus Wettenberg) zwei altbekannte Kräfte verpflichtet. Nun soll es mit einem Sieg klappen. Daran lässt Spandau, dessen Team mittlerweile auf Rang elf (12:16 Punkte) abgerutscht ist, keinen Zweifel. "Gegen Baunatal wollen wir uns aus der Krise werfen, gewinnen und damit Revanche für die Hinspielniederlage nehmen. Die Mannschaft hat sich im Training zusammengerissen und Akzente gesetzt, die wir ins Spiel einbringen werden. Wir werden unsere Heimstärke nutzen, um unsere Unbekümmertheit wiederzufinden. Damit wollen wir in der Tabelle klettern." Ein Sieg gegen den Mitaufsteiger aus Nordhessen (4:24 Punkte, Platz 13) käme dazu gerade recht.

SG Kleenheim – HSG VfR/Eintr. Wiesbaden (So., 18 Uhr, Oberkleen): Kleenheims Trainer Markus Häuser hatte im schweren Auswärtsspiel beim TuS Holzheim eine überragende Defensivleistung seiner Mannschaft gesehen. Lohn dafür war neben dem überraschend deutlichen 29:17 jede Menge Anerkennung für sein Team. Zeit sich auf den Lorbeeren auszuruhen bleibt allerdings nicht, steht doch mit dem Gastspiel des Tabellenzweiten Wiesbaden (21:7 Punkte) die nächste Nagelprobe auf dem Programm. Von denen spricht Häusers Co-Trainer Bodo Schindel mit großem Respekt. "Wiesbaden ist neben Gelnhausen der Topfavorit auf den Aufstieg. Sie haben eine dynamische und spielstarke Mannschaft, die das schnelle Spiel bevorzugt und technische Fehler mit gnadenlosem Konterspiel bestraft. Die Routiniers Yakub Kaplan und Luis Garbo werden dabei von Danic Seiwert und Johannes Schumacher bestens unterstützt. Gegen Wiesbaden werden wir den sensationellen Hinrundentriumph (31:30) nur wiederholen können, wenn die Abwehr an die Leistung aus Holzheim anknüpfen kann." Voraussichtlich werden alle Akteure einsatzfähig sein.

TSV Vellmar – HSG Pohlheim (Sonntag, 18 Uhr, Großsporthalle Vellmar): Dem aktuellen Tabellenfünften aus Pohlheim (18:10 Punkte) stellt sich eine knifflige Aufgabe. Bei den Nordhessen des TSV Vellmar, die mit 14:14 Punkten den achten Rang belegen, hängen die Trauben erfahrungsgemäß hoch. Ob das in der aktuellen Situation auch gilt, muss abgewartet werden. Bei den Gastgebern herrscht momentan nämlich alles andere als eitler Sonnenschein. Der langjährige Trainer Iljo Duketis wurde trotz der besten Bilanz seit Jahren entlassen und durch den beim Ligarivalen HSG Baunatal im Oktober entlassenen Gunnar Kliesch ersetzt. Die Zusammenarbeit habe sich in den vergangenen Wochen und Monaten abgenutzt. Eine Entscheidung, die für mächtige Unruhe in Nordhessen gesorgt hat.

Daran verschwendet Pohlheims Trainer Thomas Wallendorf indes keinen Gedanken, zumal die eigene Personalsituation derzeit alles andere als rosig aussieht. "Das Dienstagstraining musste ausfallen, da nur drei Spieler zur Verfügung standen. In Vellmar fallen Nicolas Happel und Christian Schäfer definitiv aus und auch der Einsatz von Daniel Hirz ist noch fraglich. Nur wenn sich unsere Personalsituation entspannt, wird es ein Spiel auf Augenhöhe. Vellmar hat nämlich in dieser Saison eine starke Mannschaft zur Verfügung."

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare