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Der Hüttenberger Merlin Fuß (Mitte) bekommt es mit Daniel Dicker und Ivan Snajder zu tun. Am Ende gewinnt Fuß mit seinen Hüttenbergern 29:24 gegen Eisenach.

Handball

Verdienter Heimsieg

Nach vier Niederlagen in Folge ist der TV 05/07 Hüttenberg zurück in der Erfolgsspur. Am Mittwochabend besiegte die Mannschaft von Trainer Johannes Wohlrab den ThSV.

Vor allem ein Hüttenberger erwischte einen Glanzstart. Nikolai Weber parierte direkt den ersten Wurf, Ian Weber vollendete vorne zum 1:0. Willy Weyhrauch antwortete für die Gäste. Beide Teams handelten sich frühe Zeitstrafen ein, das Schiedsrichter- gespann gab sofort eine klare Linie vor.

Die Hüttenberger Offensive wirkte allein schon in ihren Bewegungen und ihrem Passspiel frischer und wacher als zuletzt. So drängte sich vor allem Merlin Fuß ins Blickfeld, fand immer wieder den Durchbruch, wie unter anderem beim 3:1. Der TVH war sehr agil in der Deckung und hatte dahinter einen bockstarken Niko Weber, der bereits in Halbzeit eins acht Paraden zeigte. Da es bei seinem Kollegen Blaz Voncina genau in die andere Richtung lief und er absolut keinen Finger an die gegnerischen Würfe bekam, enteilten die Hausherren nach 13 Minuten durch Merlin Fuß auf 7:3. »Wenn wir als Mannschaft Konzepte besprechen und diese dann nicht einhalten, können wir nicht erwarten, hier erfolgreich zu spielen«, sagte Eisenachs Trainer Markus Krauthoff-Murfuni.

Sichtlich gut tat der TVH-Deckung die Rückkehr von Johannes Klein. Seine Mannschaft lud dann allerdings die Gäste mit technischen Fehlern ein, die auf 5:7 verkürzten. Die Mittelhessen wirkten um einiges stärker, ließen aber zahlreiche Möglichkeiten liegen, um das Ergebnis höher zu gestalten. Die Einwechslung von Thomas Eichberger im Tor für Voncina brachte dann die Wartburgstädter zurück. Potisk glich für die Gäste zum 10:10 aus, in die Pause ging der TVH aber mit einem 14:13 - dank eines verwandelten Siebenmeters von Christian Rompf.

Spektakulär ging es in Halbzeit zwei, als Eisenachs Adrian Wöhler per Siebenmeter beide Innenpfosten traf, allerdings die Harzkugel hinter Nikolai Weber nicht die Linie überquerte. Nichtsdestotrotz gingen die Gäste durch Peter Walz nach 36 Minuten beim 17:16 erstmals in Führung. Seine Teamkollegen jedoch ließen ebenfalls die Chance vorne liegen, den TVH stärker unter Druck zu setzen. Dies lag auch an Nikolai Weber, der abermals zur Krake wurde und eigentlich unhaltbare Bälle fischte. Auch deshalb drehte Hüttenberg wieder auf mit einem 3:0-Lauf, um sich mit 20:18 wieder auf die Siegerstraße zu begeben.

Sinnbildlich für die schwachen Nerven in den entscheidenden Phasen: Merlin Fuß ließ beim 22:19 einen Tempogegenstoß liegen, der weiter die Befürchtung eines Eisenacher Comebacks offen ließ. Durch die vergebenen Chancen machte sich das Gefühl breit, es könnte nochmal eng werden, wie so oft in der bisherigen Saison. Eisenach fand fast folgerichtig beim 22:23 noch einmal den Anschluss. Ian Weber übernahm nun noch einmal die Verantwortung im Hüttenberger Angriff und es war damit das zurück, was seinem Team vor der Pause fehlte: der unbändige Wille mit dem Zug zum gegnerischen Tor.

»Ich war die letzten Wochen schon mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden. Uns gelang es halt nur nicht, die Leistung in Punkte umzuwandeln. Umso glücklicher bin ich heute über das Engagement meiner Mannschaft und die als Team gezeigte Leistung«, sagte ein glücklicher Johannes Wohlrab nach dem Abpfiff. Denn der junge Rückraum sorgte mit dem 27:23 für positive Aussichten, während der Thüringer Sportverein sich zu viele Fehler leistete, die in einer Auswärtsniederlage endeten.

Für den TVH geht es bereits am Samstag weiter beim TSV Bayer Dormagen, die zeitgleich beeindruckend den TuS N-Lübbecke mit 27:19 in die Schranken wiesen. Eine weitere schwere Aufgabe wartet also auf Ian Weber & Co.

TV Hüttenberg: Plaue, Nikolai Weber (14 Paraden) - Fuß (6), Kneer (2), Theiß (2), Fujita, Ian Weber (5), Rompf (3/3), Lindenstruth, Reichl (4), Mubenzem, Hübscher (1), Hahn (1/1), Klein, Jockel, Schreiber (5)

ThSV Eisenach: Voncina, Eichberger (9 Paraden), Fehr - Iffert (1), Volar, Wöhler (2/1), Potisk (3), Hideg, Tokic (1), Dicker (3), Obranovic , Schneibel (1), Walz (5), Snajder (3/2), Weyhrauch (2), Saul (3) / Zeitstrafen: 6:2 Minuten / Schiedsrichter: Bona/Frank.

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