Kinzenbachs Trainer Oliver Dönges (Mitte) und Robin Sajonz (r.) starten heute mit einem Heimspiel in die Saison. FOTO: FRIEDRICH
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Kinzenbachs Trainer Oliver Dönges (Mitte) und Robin Sajonz (r.) starten heute mit einem Heimspiel in die Saison. FOTO: FRIEDRICH

Verbandsliga-Quintett legt los

  • vonred Redaktion
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Die Zeit des Testens ist vorbei. Gleich fünf heimische Teams starten an diesem Wochenende in die neue Saison der Fußball-Verbandsliga Mitte. Mit klaren Zielen gehen dabei vor allem der FC Cleeberg und der FC Gießen II (Klassenerhalt) sowie TuBa Pohlheim (Hessenliga-Aufstieg) in die Spielzeit.

Heute Abend eröffnet die SG Kinzenbach aus heimischer Sicht die Verbandsliga-Saison 2020/21 mit ihrem Heimspiel gegen die "Kombinierten" aus Marburg. Auch der FC Turabdin/Babylon genießt am Sonntag gegen den FV Biebrich 02 in Holzheim Heimrecht. Die Regionalligareserve des FC Gießen und der FC Cleeberg reisen zeitgleich in den Rheingau, während die Hessenligareserve des SC Waldgirmes beim FC Waldbrunn gastiert.

SG Kinzenbach - Spfr./Blau-Gelb Marburg (heute, 18 Uhr):Gemeinsam mit seinem neuen Co-Trainer Ingo Flechtner hofft Oliver Dönges in der aufgrund des bevorstehenden Mammutprogramms anspruchsvollen Saison gut aus den Startlöchern zu kommen. Kein leichtes Unterfangen, zumal einmal mehr ein personeller Umbruch bei den Rot-Weißen auf der Tagesordnung stand. "Zum Auftakt haben wir mit den Blau-Gelben aus Marburg eine unbequeme Elf zu Gast, doch auch die anschließenden Spiele in Ederbergland und Langenaubach sind nicht von schlechten Eltern", hofft Dönges, dass er mit seiner Elf nicht gleich der Musik hinterherlaufen muss.

Personelles: Dominik Wagner steht aufgrund einer Ellenbogenverletzung nicht zur Verfügung. Dies ist die Chance für Henrik Flechtner im Kampf um die Nummer eins im SG-Tor. Torjäger Henrik Keller, der nach einem Kreuzbandriss nahezu die gesamte Vorsaison ausgefallen war, ist schmerzfrei und will in dieser Spielzeit bei seinem neuen Verein wieder angreifen. Der ebenfalls als Neuzugang angekündigte Glodi Bebe hat seine Zelte in Kinzenbach bereits wieder abgebrochen.

Ein ewig junger Pierre Chabou bei TuBa Pohlheim

FC Turabdin/Babylon - FV Biebrich 02 (Sonntag, 15 Uhr in Holzheim):Nach dem knapp verpassten Aufstieg in die Hessenliga nimmt die Elf von Trainer Sherwin Rahmani einen erneuten Anlauf auf die höchste Spielklasse auf Landesebene. "Es wird sechs oder sieben Teams geben, die an der Spitze eng beieinanderliegen werden Da wollen wir dazugehören", gibt Sherwin Rahmani vor dem Start eine klare Losung aus. Mit dem FV 02 stellt sich zum Saisonstart allerdings eine spielstarke Elf vor. Auch wenn der Abgang von Torjäger Kevin Rennert schmerzt, sieht der FC-Trainer seinen Kader breiter als in der Vorsaison aufgestellt. "Wir haben eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern, die den Konkurrenzkampf anheizen werden", freut sich Rahmani.

Personelles: Keyshawn Cosby (Muskelfaserriss) steht nicht zur Verfügung. Markus Simon und Helmut Schäfer befinden sich nach ihren Kreuzbandrissen beide im Aufbautraining. Seinen Eintritt in die "Fußballrente" hat indes Pierre Chabou verschoben, der trotz seiner 40 Jahre die Vorbereitung mitgemacht hat und seine Routine in der FC-Abwehr weiter einbringen möchte.

SpVgg. Eltville - FC Gießen II (Sonntag, 15 Uhr):Beide Mannschaften können auf eine erfolgreiche Vorsaison zurückblicken, als man in der Abschlusstabelle einen Platz im vorderen Drittel belegte. Der personelle Umbruch beim FCG führt allerdings dazu, dass die Elf von Roger Reitschmidt in der kommenden Saison etwas kleinere Brötchen backen muss. Der Blick wird auch aufgrund der möglichen Anzahl von bis zu sechs Absteigern auf die Sicherung des Klassenerhalts gerichtet werden müssen. "Wir haben ein hartes Stück Arbeit vor uns und werden erst in ein paar Wochen sehen, wo der Weg für uns in dieser Saison hingehen wird", sagt Reitschmidt.

Personelles: Ausfälle im Kader sind nicht zu beklagen. Reitschmidt hofft zudem auf die ein- oder andere Verstärkung aus dem Regionalligakader.

Die Achse bei Cleeberg muss stehen

SG Walluf - FC Cleeberg (Sonntag, 15 Uhr in Niederwalluf):Das Gastspiel beim Aufsteiger aus dem Rheingau-Taunus-Kreis wird für die Elf von Trainer Daniel Schäfer gleich ein Fingerzeig, wo die Reise für den FC in dieser Saison hingehen kann. Nachdem Dominik Huisgen und Co. in der Vorsaison nur Dank des coronabedingten Abbruchs den Kopf aus der Abstiegsschlinge ziehen konnten, schwebt in dieser Spielzeit das Damoklesschwert der Zahl von bis zu maximal sechs Absteigern über den Cleebergern. Punkte gegen potenzielle Mitkonkurrenten zählen dabei doppelt, sodass ein "Dreier" zum Saisonstart eine willkommene Beute wäre. "Wir sind in der Breite viel besser aufgestellt, sodass ich bei der Benennung der Startelf, aber auch bei der Auswahl der Taktik die Qual der Wahl habe", sagt Schäfer. Dennoch wird die Achse um die routinierten Kevin Misgaiski, Stefan Hocker, Dominik Huisgen und Dominik Trivilino als Vorbild vorangehen.

Personelles: Lukas Mertes, Fabio Hrachovec (beide Muskelfaserriss), Moritz Schmidt, Pascal Kühn und Patrick Löw (alle langzeitverletzt) fehlen.

FC Waldbrunn - SC Waldgirmes II (Sonntag, 15 Uhr in Fussingen):Nach elf Jahren als Trainer des A-Ligisten TSG Dorlar betritt Thorsten Schäfer, der in den vergangenen Wochen gemeinsam mit Mario Schappert die B-Lizenz an der Sportschule in Grünberg erworben hat, Neuland. Nun gilt es, das erworbene Wissen auf Verbandsligaebene in die Praxis umzusetzen. Das vorrangige Ziel ist die Integration der zahlreichen jungen Spieler, die in dieser Spielzeit zum Kreis der SC-Aktiven gestoßen sind. Die Hürde beim zum Kreis der Titelanwärter zählenden FC liegt für den 42-jährigen und seine Elf besonders hoch. "Meine Spieler sind alle hervorragend ausgebildet und geben mir mehrere taktische Möglichkeiten", vertraut Schäfer dem Leistungspotenzial seiner Elf.

Personelles: Der komplette Kader steht zur Verfügung. Inwieweit es Abstellungen aus dem Kreis der Hessenliga-Elf geben wird, entscheidet sich kurzfristig.

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