Andreas Morsch Post-SV Gießen
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Andreas Morsch Post-SV Gießen

Lob für Verbände

  • Harold Sekatsch
    vonHarold Sekatsch
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(se). Auch die Tischtennis-Verbände (DTTB und HTTV) mussten im Kampf gegen die Pandemie Regeln vorgeben. Die Vereine haben im Trainingsbetrieb und gegebenenfalls später in den Wettkämpfen dafür zu sorgen, dass die Maßgaben umgesetzt werden.

Nach dem Saisonabbruch muss der TV Lich als Tabellenletzter der Bezirksklasse 1 in die Kreisliga absteigen. Die Vollbremsung der Verantwortlichen in den Verbänden nahm den Lichern die Möglichkeit, den Kopf noch aus der Abstiegsschlinge zu ziehen. "Wir sind ganz gut in die Rückrunde gestartet und wollten alles versuchen", sagt Mannschaftführer Andre Spangenberger, der den Stopp einerseits schade findet, andererseits aber Verständnis für die Vorgehensweise des HTTV aufbringt. "Den Abstieg haben wir uns selbst zuzuschreiben", stellt er fest, denn in der Vorrunde habe sein Team "einfach zu schlecht" gespielt.

"Das muss man hinnehmen, das müssen wir einteilen", erklärt Andreas Morsch, Abteilungsleiter des Post-SV Gießen, zu den Maßnahmen. Für seinen Verein bedeutet dies, dass in der Turnhalle der Georg-Büchner-Schule, der Heimstätte des Vereins, vier Tische aufgebaut werden, an denen insgesamt acht Personen trainieren. "Für Gastspieler bleibt allerdings kein Platz", schränkt Morsch ein. Dass bei Auf- und Abbau der Tische und der Zurverfügungstellung anderer Materialien fest eingeteilte Handschuh und Mundschutz tragende Personen eingesetzt werden, findet Morsch auch "in Ordnung". Auch andere Vorgaben, wie z. B. Anlegen von Spielboxen, ausschließliche Benutzung eigener Schläger, sieht er als problemlos an. Dass künftig den Spielern ein Anhauchen der Bälle untersagt werden soll, entlockt dem Kenner der heimischen Mannschaften ein leises Lächeln. "Ich kenne keinen, der das macht", sagt er. Dagegen komme ein Anhauchen des Schlägers durchaus vor. Verständnis zeigt Morsch dafür, dass die Saison als beendet erklärt wurde und die Tabellen nach dem jetzigen Stand als Grundlage für weitere Entscheidungen herangezogen werden. "Es wurde eine Regelung gefunden, die fair ist." So habe der Hessische Tischtennis-Verband schnell für Klarheit gesorgt. "Die Vereine können für eine neue Runde planen." Eine andere Sache ärgert Morsch: "Die Leute, die im Verband ehrenamtlich tätig sind, werden in sozialen Netzwerken ›extrem kritisiert‹."

Als schade würde er es indes empfinden, wenn in der nächsten Saison keine Doppel stattfinden. Problematisch könnte sich in den Augen des Post-SV-Abteilungsleiters die Anreise zu den Auswärtsspielen gestalten, die, so die Vorgabe des Verbandes, "individuell" erfolgen soll. FOTOS: SE (3) / RAS (1)

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