Hat künftig beim MTV 1846 Gießen das Sagen - der neue Trainer Michael Delle ARCHIVFOTO: FRO
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Hat künftig beim MTV 1846 Gießen das Sagen - der neue Trainer Michael Delle ARCHIVFOTO: FRO

Veränderungen auf der Trainerbank

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(red). In der Fußball-Gruppenliga gehen in der kommenden Spielzeit 19 Mannschaften an den Start. Der Sportkreis Gießen ist dabei mit fünf Vereinen vertreten, die Spvgg. Leusel vertritt den Fußballkreis Alsfeld. In dieser Spielklasse sind es vor allem die Veränderungen auf der Trainerbank, die zunächst einmal ins Auge fallen.

Nach dem Motto "Neue Besen kehren gut", übernimmt Michael Delle beim MTV 1846 Gießen das Amt als Spielertrainer und löst den bei seinem Kurzeinsatz als Loeper-Nachfolger durch das Covid-19-Virus ausgebremsten Adrian Becker ab. Stefan Hassler, der viele Jahre für den VfB 1900 Gießen tätig war, kehrt nach einer mehrjährigen Abstinenz von der Trainerbank bei der SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen wieder auf den Fußballplatz zurück. Sein Vorgänger bei den Rabenauern, Frederik Weinecker, übernimmt Aufsteiger TSV Lang-Göns und löst Aufstiegstrainer Marc Becker ab. Auch die Spvgg. Leusel trennte sich bereits im April von Ertac Caliskan, der zuvor sieben Jahre bei den Grün-Weißen tätig war. Für neuen Wind soll hier Thomas Brunet sorgen, der die Liga aus seinen Zeiten bei der FSG Homberg/Ober-Ofleiden und beim FSV Schröck bestens kennt. Ebenfalls in seine erste komplette Gruppenligasaison wird Daniel Marx bei den TSF Heuchelheim gehen. Er hatte die erste Mannschaft der TSF bereits im Winter von Interimstrainer Dominik Seel, der weiterhin als Co-Trainer zur Verfügung steht, übernommen. Einzig echte Konstante im heimischen Gruppenliga-Trainerkreis ist Bastian Panz, der die FSG Wettenberg nach zwei Aufstiegen in Folge und dem durch den vorzeitigen Saisonabbruch begünstigten Klassenerhalt auch in der kommenden Saison an der Seitenlinie betreuen wird.

Hoffnungsträger Michael Delle

Die Königstransfers der Männerturner dürften neben Spielertrainer Michael Delle, der nach einem kurzen Gastspiel beim Verbandsligisten FC Turabdin/Babylon an den Heegstrauchweg zurückkehrt, der gruppenligaerfahrene Nikolai Nagel vom FC Burgsolms sein. Die weiteren Neuzugänge stoßen dagegen allesamt aus niedrigeren Spielklassen zum MTV 1846, der aber zu Semesterbeginn traditionell noch auf einige Zugänge von Studenten hoffen darf, hinzu.

Die SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen konnte mit dem verbandsligaerfahrenen Steffen Spottka einen Transfercoup landen. Der Spielmacher trifft in der Rabenau auf seinen ehemaligen Trainer zu gemeinsamen VfB-1900-Zeiten. Die Offensive der SG soll Dominique Dearborne beleben, der wie Spottka vom FC Turabdin/Babylon zur Dreierspielgemeinschaft wechselt. Als weitere Zugänge stoßen Panagiotis Apostolou von der FSG Lollar/Staufenberg und Soufiane Ouassine vom TSV Klein-Linden zur Hassler-Elf und sollen die insgesamt sechs Abgänge kompensieren.

"Wir haben keine Zugänge und vertrauen auf unseren letztjährigen Kader", vermeldet Bastian Panz für die FSG Wettenberg und hofft dabei auch darauf, dass das Verletzungspech seine Elf nicht erneut so schwächt, wie dies in der vergangenen Spielzeit der Fall gewesen ist. Mit Peer Allendörfer, der mit fünf Treffern zu den torgefährlichsten FSG-Spielern der vergangenen Saison zählte, verlieren die Wettenberger allerdings einen wichtigen Spieler an Verbandsligist SG Kinzenbach.

Elf Zugänge bei TSF Heuchelheim

Mit elf Neuzugängen hat sich bei den TSF Heuchelheim vergleichsweise viel im Kader getan. Die Offensive soll Cameron Stokes vom FSV Fernwald II beleben, der auch einige Verbands- und Hessenligaeinsätze vorweisen kann. Im TSF-Tor wird Lucas Schmitz vom FC Gießen II seine Ansprüche anmelden wollen, nachdem mit Yaser Korkmaz und Paul Kottek zwei bisherige TSF-Keeper nicht mehr zur Verfügung stehen. Mit Spielern aus der zweiten und dritten Mannschaft, Talenten aus der eigenen Jugend und aus den Nachwuchsteams des SC Waldgirmes und der JSG Linden/FC Turabdin/Babylon sowie den beiden vom TSV Großen-Linden zu den TSF stoßenden Spielern Tobias Kloos und Tim Landeck setzt Daniel Marx auf junge Spieler und will die Elf der Heuchelheimer, die mittlerweile zu den dienstältesten Teams der Gruppenliga zählt, wieder in ruhigeres Fahrwasser führen.

Ohne Abgänge, aber mit insgesamt 16 (davon zehn aus der eigenen Jugend) Neuzugängen will der TSV Lang-Göns das Abenteuer Gruppenliga antreten. Vor allem der nun deutlich breitere Kader dürfte in einer zu erwartenden Mammutsaison mit 36 Spielen dabei ein Vorteil gegenüber anderen Vereinen werden. Mit Stürmer Tim Horvat, Torwart Christopher Zimmer und dem im Mittelfeld einsetzbaren Jonathan Claus kann Trainer Frederik Weinecker zudem auf drei gruppenligaerfahrene Spieler zurückgreifen.

Die Spvgg. Leusel hat mit Torwarttalent Finn Luca Dietz von den SF/BG Marburg eine der Baustellen der vergangenen Saison abgearbeitet. Den zum FSV Schröck abwandernden Torjäger Serkan Erdem sollen Marcel Schott, der vom Regionalliga-Aufsteiger TSV Eintracht Stadtallendorf zu den Grün-Weißen wechselt, und Julian Lang, der zuvor für die SG Altenburg/Eudorf/Schwabenrod spielte, ersetzen. Christoph Weiser (FSG Homberg/Ober-Ofleiden) stößt als vierter Neuzugang dazu.

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