Nervenaufreibend ist die Partie für FSV-Trainer Daniyel Bulut (l.) und den verletzten Kevin Kaguah. FOTO: FRO
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Nervenaufreibend ist die Partie für FSV-Trainer Daniyel Bulut (l.) und den verletzten Kevin Kaguah. FOTO: FRO

Fußball

Valon Ademi trifft

  • vonPeter Froese
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Dank des Treffers von Valon Ademi setzte sich der FSV Fernwald am Samstag in der Fußball-Hessenliga mit 1:0 gegen den Tabellendritten Rot-Weiß Walldorf durch.

(fro). In der Schlussphase hielt Torhüter Mustafa Yaman den ersten Heimsieg dieser Saison für die Elf von Trainer Daniyel Bulut, die mit nunmehr neun Punkten auf den zwölften Tabellenplatz vorrückte, fest. "Heute hatten wir das Glück des Tüchtigen. Endlich ist der Knoten zu Hause geplatzt. Ich bin fix und fertig und glaube nicht, dass ich diese Spannung als Trainer Jahrzehnte ertragen kann", sagte ein geschaffter Bulut.

Der Schütze des Ausgleichstreffers vom vergangenen Mittwoch, Kevin Kaguah, musste aufgrund von muskulären Problemen pausieren. Erdinc Solak gab nach einem Härtetest kurz vor Spielbeginn grünes Licht, während Louis Goncalves nach seinem Kurzurlaub zunächst auf der Bank Platz nehmen musste. Daniel Vier rückte wieder in die Abwehr. Gegen die spielstarken Gäste agierten die Hausherren mit einem kompakten 5-3-2-System, bei dem zunächst Tim Richter neben Solak zum Einsatz kam. Der Neuzugang vom TSV Eintracht Stadtallendorf bekam aber früh einen Schlag auf den Beckenknochen und musste nach 22 Minuten ausgewechselt werden. Kurz darauf rettete der starke Lucas Burger vor Nico Struwe in höchster Not. Ein Kopfball von Jonas Herberg strich knapp über das Tor der Hausherren (24.). Der FSV kam gegen die gut gestaffelte Gästeabwehr zunächst zu keiner nennenswerten Chance. Lediglich ein Distanzschuss von Brian Mukasa sorgte für einen Ansatz von Torgefahr (33.). Als der eingewechselte Raul Edem Kouami D’Almeida nach einem Steilpass von Mirko Freese an RW-Keeper Kevin Darmstädter scheiterte, ging es torlos in die Pause (40.).

Nach dem Seitenwechsel hatte der FSV einen Blitzstart. Mirko Freese steckte das Leder in die Schnittstelle der Gästeabwehr durch, so dass Valon Ademi Torwart Kevin Darmstädter mit einem Schlenzer zum 1:0 für die Hausherren überwinden konnte (48.). Mit Julian Bender musste einer der stärksten FSV-Akteure wegen einer Oberschenkelzerrung verletzt vom Platz (56.). Bei einem Schuss von Nico Struwe, der an den Innenpfosten des Tores klatschte, hatte die Bulut-Elf Glück. Beim Abpraller, den Maximilian Thomasberger zum vermeintlichen Ausgleich über die Linie drückte, stand der Walldorfer im Abseits (58.). Der Gästedruck wurde nun von Minute zu Minute größer. Freese klärte gegen den einschussbereiten Struwe (62.), Takero Itoi rutschte quasi auf der FSV-Torlinie an einer Flanke von Christopher Felter vorbei (65.) - und Mustafa Yaman musste gleich zweimal gegen Takero Itoi Kopf und Kragen riskieren, um das 1:1 zu verhindern (72.). Die Hausherren waren stehend k.o. und schlugen das Leder nur noch aus der Gefahrenzone heraus. "Nach drei Spielen innerhalb von sechs Tagen laufen meine Jungs auf dem Zahnfleisch. Dieser Rhythmus mit den ständigen englischen Wochen ist brutal", stellte Bulut fest. Statt die Konter besser auszuspielen, kamen die Bälle immer wieder postwendend zurück. Es spricht aber für den Geist im Team, dass sich jeder FSV-Spieler immer wieder mit letzter Kraft in die Angriffsversuche des Gegners warf. Hinten strahlte Mustafa Yaman die nötige Ruhe aus, so dass man den knappen Vorsprung über die Zeit rettete. Da war es auch unerheblich, dass D’Almeida das Leder mit der letzten Aktion nach einem Querpass von Brian Mukasa über die Latte des Gästetores donnerte. Denn es folgte der Schlusspfiff, der das FSV-Lager jubeln ließ.

FSV Fernwald: Yaman; Bender (ab 56. Goncalves), Simon, Vier, Burger, Göbel, Freese, Mukasa, Ademi (ab 62. Strack), Richter (ab 22. D’Almeida), Solak.

Rot-Weiß Walldorf: Darmstädter; Herberg, Ludwig, Struwe, Eichfelder (ab 56. Schneider), Itoi, Thomasberger, Matheisen, Borger, Chambron (ab 56. Felter), Geisler (ab 70. Neway).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Trumpfheller (Erbach). - Zuschauer: 221. - Tor: 1:0 (48.) Ademi. - Gelbe Karten: Herberg, Ludwig, Matheisen.

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