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(aj) Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Frauen hat bei den heute beginnenden Europameisterschaften in Stoke Mandeville/Großbritannien nur ein Ziel: Die Verteidigung des zuletzt bei der EM 2007 in Wetzlar errungenen Titels.

(aj) Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Frauen hat bei den heute beginnenden Europameisterschaften in Stoke Mandeville/Großbritannien nur ein Ziel: Die Verteidigung des zuletzt bei der EM 2007 in Wetzlar errungenen Titels.

Der Austragungsort ist dabei ein für die Sportart überaus historischer Platz, denn in der 65 000 Einwohner zählenden Stadt Aylesbury in der Grafschaft Buckinghamshire steht die Wiege der Sportart Rollstuhlbasketball. 1952 fand hier das erste Länderspiel der Welt zwischen Großbritannien und den Niederlanden statt, nachdem Dr. Ludwig Guttmann nach dem Zweiten Weltkrieg den Sport als Rehabilitationsmaßnahme für Kriegsverletzte am ansässigen Krankenhaus etablierte. 1984, im Jahr des Olympiaboykotts, fanden in Stoke Mandeville zudem die VII. Paralympischen Spiele statt.

Für das deutsche Team von Bundestrainer Holger Glinicki (Hamburg) und seinem Assistenten Stefan Donner (Lahnau) geht es in Stoke Mandeville ebenfalls um etwas historisches, denn nach 1999, 2003, 2005 und 2007 wollen die Korbjägerinnen den EM-Titel zum fünften Mal in Serie und insgesamt zum achten Mal gewinnen. Der deutsche Kader ist dabei eine Mischung aus Routiniers und neuen Gesichtern, die dem klaren Favoriten neuen Schwung geben.

Die drei zentralen Figuren sind dabei die beiden "Lowpointer" Annika Zeyen vom RSV Lahn-Dill und Simone Kues sowie Topscorerin Marina Mohnen. Zu den Leistungsträgerinnen haben sich aber längst auch die in Peking noch im zweiten Glied stehenden Edina Müller und die Lahn-Dillerin Gesche Schünemann gespielt. Hinzu kommen mit Birgit Meitner, Silke Bleifuß oder Britta Kautz (RSV Lahn-Dill) erfahrene Spielerinnen, die einem Spiel jederzeit die entscheidende Wende geben können.

Für die DRS-Auswahl geht es aber auch um das Ticket für die Weltmeisterschaften 2010 in Birmingham, wofür sich die drei Erstplatzierten dieser EM qualifizieren.

In der Vorrundengruppe A trifft das Team Germany zunächst auf Frankreich (Fr., 14 Uhr), den EM-Vierten von Wetzlar, sowie die spanische Auswahl (Fr., 20 Uhr). Je nach Platzierung in dieser Dreiergruppe folgt das Viertelfinale (Sa., 14 Uhr) gegen die zweit- bis viertplatzierten Teams der Vierergruppe B, dessen Gruppensieger direkt für das Halbfinale (Sa., 20.15 Uhr) qualifiziert ist. - Gruppe B: Großbritannien, Italien, Niederlande, Türkei.

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