Mit dem Porsche 911 GT3 brennt Schnabl Engineering ein gutes Ergebnis in den Nordschleifen-Asphalt. FOTO: PM

Ungeplant zufrieden

(pm). 14 Wochen später als ursprünglich geplant: Der Butzbacher Rennstall Schnabl Engineering ist erfolgreich in die neue Saison der Nürburgring-Langstrecken-Serie gestartet. Das Einsatzteam von Falken Motorsports belegte beim verschobenen Auftaktrennen auf der legendären Nordschleife den achten Platz unter 107 klassierten Fahrzeugen.

Sowohl für den Rennstall aus Butzbach als auch für dessen Fahrer Christian Engelhart und Dennis Olsen war es der erste Einsatz nach der coronavirusbedingten Zwangspause im Motorsport - und ein kurzfristiger noch dazu. "Eigentlich hatten wir gar nicht geplant, bei diesem Rennen dabei zu sein", sagt Teamchef Sven Schnabl. Angesichts der veränderten Rahmenbedingungen am Nürburgring mit einem speziellen Hygienekonzept und einer angepassten Boxenanlage aber habe sich die Teilnahme gelohnt, zumal als Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt auf der Nordschleife, das berühmte 24-Stunden-Rennen im September. "Es war gut, dass wir uns einen Eindruck von den vielen Neuerungen verschafft haben", meint Schnabl.

Engelhart und Olsen hatten den Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports im Zeittraining in 8:06.708 Minuten auf den 15. Startplatz gefahren, bei einem Rückstand von 7,5 Sekunden auf den Trainingsschnellsten von Mercedes und 2,6 Sekunden hinter dem bestplatzierten Porsche.

Bei der Rundstrecken-Trophy über vier Stunden kamen Engelhart und Olsen gut zurecht. Schnabl hält zufrieden fest: "Beim Fahrwerk und den Stoßdämpfern sind uns gute Fortschritte gelungen, wir haben zudem die Reifenmischungen Soft und Medium getestet. Und das Basis-Set-up des Fahrzeugs steht jetzt ebenfalls. Insgesamt bin ich positiv gestimmt." Nach insgesamt 27 Rennrunden auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring-Kurzanbindung und Nordschleife kreuzten Engelhart und Olsen die Ziellinie auf Position acht, gut 2:58 Minuten hinter dem siegreichen BMW und 35 Sekunden hinter dem bestplatzierten Porsche auf Rang sechs. "Sehr viel mehr war aufgrund der Einstufung der Porsche-Fahrzeuge nicht möglich", sagt Schnabl. "Außerdem ist uns bei einem Boxenstopp ein Fehler unterlaufen und ein kleiner Abflug hat uns zusätzlich etwas Zeit gekostet." Immerhin: Olsen drehte mit 8:09.562 die schnellste Rennrunde eines Porsche.

Nach dem siebten Top-10-Ergebnis in Folge auf der Nordschleife liegen nun stressige Monate vor dem Rennstall aus Butzbach: "Bei uns stehen in zehn Wochen insgesamt 13 Rennen in unterschiedlichen Serien auf dem Plan", sagt Schnabl. Und beim nächsten Einsatz auf dem Nürburgring ist die Mannschaft von Falken Engineering erstmals mit zwei Porsche 911 GT3 R im Einsatz. Davor nimmt man allerdings noch an den NLS-Läufen zwei, drei und fünf teil.

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