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Auf Marco Missikewitsch wird beim SV Chattia Ulrichstein viel ankommen. Er spielt auf Position eins.

Ulrichstein mit Ambitionen

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(ahz). In der Tischtennis-Bezirksklasse 2 ist es heuer sehr schwer, den einen Favoriten auf die Meisterschaft zu bestimmen. Zu ausgeglichen ist die Klasse in diesem Jahr besetzt. Oben erwartet werden die TTG Schadenbach, der SV Ettingshausen und der SV Ulrichstein. Der Meister steigt direkt auf, der Zweite spielt Relegation. Am Ende der Tabelle steigt der Letzte direkt ab, und der Rangelfte geht in die Relegation.

Der SV Ulrichstein hatte zuletzt ein Seuchenjahr. Nur 8:12 Punkte in Vor- und Rückrunde erzielten die "Chatten". Das klingt zunächst einmal mittelmäßig, sah im Rundenverlauf aber anders aus. Kein Spieler absolvierte in der Vorrunde alle Spiele. Hinzu kamen der Abgang von Ralf Reichel und die verletzungsbedingten Ausfälle, die oft in einer personellen Unterbesetzung mündeten. Am Ende konnte man mit einem Kraftakt allerdings noch den Ligaerhalt schaffen. Nun soll alles besser werden. Mit Uwe Koller hat man einen festen Spieler in die erste Garnitur beordert, und auch Ralf-Peter Roth gehört zum "Siebener-Rat" der Chatten. Dennoch steht und fällt alles mit Marco Missikewitsch und Dieter Koller. Ist das Team komplett, gehört es zu den Mitfavoriten. Eröffnet wird die Saison am 22. September gegen den FSV Lumda.

In der jüngsten Spielzeit war Schadenbach am letzten Spieltag mit einer 7:9-Niederlage in Ulrichstein am möglichen Aufstieg vorbei geschrammt. Nun gehen die TTGler fast schon traditionell mit ihrem Spielerstamm an den Start. Ob der Drittplatzierte der Vorsaison jedoch standardmäßig mit den ersten Sechs antreten kann, wird von den Verantwortlichen mit einem Fragezeichen versehen. "Wir werden krankheitsbedingt wohl so gut wie nie komplett sein", erklärt Mannschaftssprecher Wolfgang Dörr. Obwohl Dörr die Klasse kennt, tut er sich schwer, einen Favoriten zu benennen. "Die Spielstärke der Neuen aus Angersbach und Inheiden ist schwer einzuschätzen, dürfte jedoch nicht zu unterschätzen sein." Zielsetzung ist "ein gesicherter Mittelfeldplatz". Die Schadenbacher sind gewohnte Spätstarter, wenn es um die Saisonvorbereitung geht. So wurde Mitte August "das Training langsam wieder aufgenommen", so Dörr. Ferner hat man auf ein Vorbereitungsspiel verzichtet, "weil die Spielrunde für uns schon in der zweiten Septemberwoche startet". Die TTG bleibt ihrer Linie treu und bestreitet alle Heimspiele samstags um 18 Uhr. Zum Saisonstart beim Aufsteiger SV Inheiden (heute, 19 Uhr) wird sich zeigen, ob die Vorbereitung ausreichend war.

Dünne Personaldecke in Mücke

Die TTG Mücke II hat sich nach dem letzten "brutalen Jahr" in der Bezirksliga ein wenig runderneuert. Beim Neuling soll Peter Sames hauptsächlich in der ersten Mannschaft zum Einsatz kommen. Andre Kratz pausiert berufsbedingt diese Runde, und Patrick Linker spielt ebenfalls fest in der "Ersten". Michael Kratz wechselte in die Wetterau. "Insofern ist die Personaldecke sehr dünn", wie es Mannschaftsführer Andy Zimmer formuliert. Darin liegt die Herausforderung für das neu formierte Team. Neben den misslungenen "Ausflügen" in die Bezirksliga waren die Jahre in der Bezirksklasse meistens von Erfolg gekrönt. Diesmal backt man bei der TTG aber kleinere Brötchen. "Ein gesicherter Mittelfeldplatz ist das Ziel. Durch die dünne Personaldecke werden wir regelmäßig mit Ersatz antreten", sagt Zimmer, der das Team als Spitzenspieler anführen wird. Dort sieht er die Vereine aus Ettingshausen, Schadenbach und Heimertshausen. "Diese Teams haben meiner Meinung nach einen ausgeglichenen Kader und sind auch im mittleren und hinteren Paarkreuz noch gut besetzt." Trainiert wird bei der TTG einmal wöchentlich seit Anfang August mit guter Beteiligung. Gegen den neuen Verein von Michael Kratz stand zudem ein Trainingsspiel in der Vorbereitung an. Schließlich will man zum Start gut vorbereitet sein, denn in Ettingshausen (Fr., 20 Uhr) steht der erste dicke Brocken auf dem Spielplan.

Im letzten Jahr hat sich der TTV Heimertshausen mit leicht negativem Punktestand im breit aufgestellten Mittelfeld auf Rang sechs platziert. Eine Position, mit der sich Mannschaftsführer Holger Bräutigam auch diesmal anfreunden könnte. Personell hat sich die Mannschaft intern ein wenig verändert. Heimertshausen beginnt gegen Aufsteiger TV Angersbach III (Sa., 18.30 Uhr).

Auch die TTG Büßfeld II geht als Neuling an den Start. Das Team hatte sich durch 20:0 Punkte in der Rückserie die Kreisligameisterschaft gesichert. Auch deshalb bleibt man so zusammen, hat intern die Reihenfolge ein wenig geändert und zudem Bernd Kraft aus der "Vierten" nach oben gezogen. "Als Aufsteiger zählt natürlich erst einmal der Klassenerhalt, wir wollen nicht absteigen", sagt Spielführer Paul Wendland, der auf einen guten Start gegen den TGV Schotten (Sa., 15 Uhr) hofft.

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