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Ulm immmer einen Schritt voraus

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Von: Sebastian Kilsbach

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(sks). Auch im Rückspiel gegen die Ulmer OrangeAcademy glückte den Gießen 46ers Rackelos kein Sieg. Am Ende hieß es bei den Schwaben 92:102 für den Basketball-Drittligisten.

Schon am vergangenen Sonntag hatten die beiden Teams ihre Kräfte gemessen. Unterm Strich war es erneut die mangelnde defensive Schlagkraft, die gegen den Tabellenzweiten den Unterschied machte. Über weite Strecken der Partie verwalteten die von Anton Gavel trainierten Ulmer eine zweistellige Führung. Als Gießen am Ende angeführt von Tim Uhlemann und Sebastian Brach auf 85:92 heranschnellte, bewies das Ulmer Ensemble trotz aller Jugend viel Ruhe und Coolness.

Für den schlussendlichen Start-Ziel-Sieg legten sie bereits in den ersten vier Minuten die Grundlage. Einen 16:5-Blitzstart konnte Gießen auf 17:25 kontern, woran vor allem Uhlemann großen Anteil hatte. Johannes Lischkas 10-Meter-Dreier mit der Viertelsirene rüttelte den Kapitän mächtig wach. Im zweiten Quarter lief eine Zeit lang fast alles über den ehemaligen Nationalspieler. Wirklich wieder heran kam man erst unmittelbar vor der Pause, als Uhlemann von außen auf 44:49 stellte. Halbzeitübergreifend glückte Ulm nun aber wieder ein Scoringlauf zum 69:54 (27.).

Mangelnde Einsatzbereitschaft konnte man den Rackelos einmal mehr nicht vorwerfen. Der ansonsten blass aufspielende Montrael Scott verkürzte mit fünf Punkten in kurzer Folge, Karl Maruschka hielt mit einem Abstauber Gießen in Schlagdistanz (64:74, 30.). Wann immer die Gäste anklopften, fand Ulm aber die passende Antwort. 81:64 hieß es für die Hausherren nach drei Vierteln, 90:78 nach einem beherzten Drive von Marius Stoll zum Brett. Als Gießen wie eingangs geschildert Morgenluft witterte, stand man sich auch selbst im Weg. Beim Einwurf an der gegnerischen Grundlinie überschritt das Team die Fünf-Sekunden-Marke und verlor den Ball. Beim Kampf um den Offensivrebound bekam Uhlemann ein Foul angekreidet, weshalb es beim Stand von 90:94 aus mittelhessischer Sicht zwei Freiwürfe für Ulm gab.

Dort waren die Spatzen an diesem Abend mit 81 Prozent eine echte Bank. Den Hunderter voll machte schließlich Stoll nach Zug zum Brett. »Wir sind nicht gut gestartet und mussten dann immer hinterherlaufen«, verortet Coach Patrick Unger den Knackpunkt. »Wir haben uns da den Schneid abkaufen lassen und bekamen es nicht gebacken, defensiv das umzusetzen, was wir uns vorgenommen haben.«

Weiter geht es für die Gießen 46ers Rackelos bereits am 2. Januar mit einem Auswärtsspiel in Koblenz.

Gießen: Brach (12), Ziring (3), Maruschka (4), Schneider (6), Uhlemann (27), Lischka (30), Njie, Rostek (3), Scott (5), Döntgens, Baumgarten (2). - Ulm: Loemba (14), Liedtke (3), Gaus (6), Jensen, Diallo (6), Stoll (14), Rataj, Dorn (4), Krimmer (19), Großkopf (23), Ensminger (6), Fuchs (7).

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