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Tommy Böhme

»Überzeugt davon, dass wir es schaffen«

  • Daniela Pieth
    VonDaniela Pieth
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(pie). Seit 2011 duellieren sich der RSV Lahn-Dill und die RSB Thuringia Bulls an der Spitze der Rollstuhlbasketball-Bundesliga. Der 13-fache Meister aus Mittelhessen musste in den letzten fünf Runden den Thüringern viermal den DM-Titel überlassen. Heute Abend (19.30 Uhr/Livestream unter www.rsvlahndill.de) ist der amtierende Meister und Pokalsieger um 19.

30 Uhr in der Rittal-Arena Wetzlar zu Gast. Wir haben mit RSV-Kapitän Thomas »Tommy« Böhme unter anderem über das Gipfeltreffen gesprochen.

Ihr RSV hat in dieser Runde nur das Hinspiel in Thüringen mit 72:79 verloren. Wie bewerten Sie den bisherigen Saisonverlauf?

Durchaus positiv. Wir haben uns gerade in den letzten drei, vier Partien von Spiel zu Spiel gesteigert, spielen als Mannschaft immer besser zusammen. Ich glaube, da kommt das Duell heute zu einem richtigen Zeitpunkt. Ich bin mit dem bisherigen Verlauf zufrieden. Wir wollen die Hauptrunde jetzt aber auch als Erster abschließen.

Der Abstand auf den Drittplatzierten ist groß, es wird wieder ein Zweikampf um die Spitze. Was macht Sie optimistisch, dass Sie vor den Bulls einlaufen?

Einfach die Art und Weise, wie wir aktuell spielen, wie wir als Mannschaft auftreten. Wir haben dieses Jahr eine starke, ausgeglichene Mannschaft beisammen und auch eine gute Bank. Ich glaube, das könnte auch so ein bisschen der Vorteil sein - dass wir eine tiefere Bank haben als Thüringen.

Welche Stärken und Schwächen sehen Sie bei den Bulls?

Eine große Stärke ist ihr Umschaltspiel von der Defense zur Offense. Sie haben in sehr vielen Spielen den Gegner überfahren, sind sehr schnell am und unter dem gegnerischen Korb, haben viele einfache Würfe durch die beiden großen Center bekommen. Darauf müssen wir unser Augenmerk richten. Wenn wir ihnen das wegnehmen, haben sie ein bisschen Probleme.

Wo sehen Sie die Stärken Ihres Teams und wo könnte Thüringen eine Schwachstelle anpacken?

Unsere Stärken sehe ich zum einen in unserer Presse, die wir seit einigen Partien gut spielen. Auch am vergangenen Wochenende gegen Rahden hat die mit unserer schnellen Aufstellung sehr gut funktioniert. Zum anderen haben wir eine tiefe Bank, können rotieren, haben verschiedene Lineups, und so ist es schwer, sich darauf einzustellen. Ich sehe uns aktuell stark spielen, wir machen wenige Fehler und wir treffen aktuell auch sehr gut. Hoffen wir mal, dass das heute auch wieder so ist. Das könnte zur Schwäche werden, wenn die Wurfquote nicht ganz so gut ist.

Sie haben zum Beispiel im Spiel in Hamburg 40 Punkte erzielt und dabei sechs Dreier versenkt. Wie schnell merken Sie, dass Sie in solch einen »Flow« kommen?

In Hamburg habe ich es schnell gemerkt, als die ersten Würfe direkt fielen. Dann ist auch das Selbstvertrauen da, um auch schwerere Würfe zu treffen. Aber ich muss auch sagen, meine Teamkollegen machen es mir zurzeit auch ziemlich einfach. Ich bekomme viele offene Würfe am Anfang, das hilft einem Schützen auch, wenn man sich mit einfachen Würfen ins Spiel einfinden kann, als wenn man am Anfang schwierige Würfe nehmen muss und dann nicht trifft.

Die Bulls waren in den letzten Jahren vorn. Ist es in diesem Jahr an der Zeit, Thüringen abzulösen?

Ja, das ist auf jeden Fall unser Anspruch, und ich bin fest davon überzeugt, dass wir das schaffen können. Ich glaube, es muss nach so einer langen Serie, als wir immer gegen die Bulls verloren haben, mal wieder ein Erfolgserlebnis her. Dann läuft das vielleicht auch wieder alles ganz anders. Wir müssen sie heute wieder mal schlagen und wollen die Hauptrunde auf Platz eins beenden, damit wir in den Playoffs eine bessere Ausgangsposition haben. Was danach kommt, werden wir dann sehen. ARCHIVFOTO: DIEKMANN

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