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HSG Kleenheim-Langgöns vor der Saison 2021/2022 der 3. Handball-Liga der Frauen (hinten, v. l.): Trainer Marc Langenbach, Selina Lotz, Meileen Schäfer, Franziska Dietz, Tanja Schorradt, Anno von Hagen, Elena Schuch, Nina Eggers, Stefanie Klug, Emelie Bachenheimer, Oliver Schuch; vorn (v. l.): Dominik Conrad, Rixa Hahn, Lilly David, Lisa Kiethe, Kira Suchantke, Katharina Weber, Lara Eiskirch, Kim Winkes, Celina Rüspeler, Madeleine Buhlmann, Vanessa Bork. Mitte sitzend: Andreas Schnelle.

Über dem Strich landen

  • VonMarc Steinert
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Die HSG Kleenheim geht mit großer Motivation in die neue Saison 2020/21 der 3. Liga der Frauen. Das Team von Trainer Marc Langenbach hat sein Gesicht kaum verändert

Eine schier endlos lange pflichtsspiellose Zeit neigt sich für die Handballerinnen der HSG Kleenheim-Langgöns dem Ende entgegen. Zwei magere Partien in der 3. Liga konnte das Team von Trainer Marc Langenbach seit Beginn der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Saisonunterbrechungen und -abbrüchen seit März 2020 lediglich absolvieren. An diesem Samstag hat diese Zeit des Wartens dann aber ein Ende. Dann steht um 19 Uhr nämlich der Ligaauftakt in Staffel D an, der aber mit der SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim gleich die wohl schwerstmögliche Aufgabe für die Kleebachtalerinnen bereithält.

»Mainz-Bretzenheim gehört ganz klar zu den Aufstiegsfavoriten, ist in meinen Augen sogar der Aufstiegsfavorit schlechthin in unserer Staffel. Aber wir nehmen es, wie es kommt und werden uns dieser Herkulesaufgabe gleich zu Beginn natürlich stellen«, berichtet der SGK-Trainer.

Onlineeinheiten standen in Zeiten von Lockdown und Hallensperrungen zu Jahresbeginn auf dem Trainingsplan, ehe ab April zumindest wieder im Freien gemeinsam trainiert werden konnte. »Allerdings reden wir da noch nicht von handballspezifischem Training. Da ging es eher darum, dass wir uns wieder in natura sehen konnten und praktisch wieder die Grundlagen für die Vorbereitung gelegt haben. Es ist natürlich eine schwierige Zeit gewesen, und eigentlich weiß ich auch jetzt überhaupt noch nicht, wo wir aktuell stehen«, weiß Langenbach natürlich, dass seiner jungen Truppe praktisch ein ganzes Spieljahr ohne Wettkämpfe fehlt, sodass eine realistische Einschätzung der Leistungsfähigkeit doch schwerfällt.

Und doch sah der Kleenheim-Langgönser Trainer beim kürzlich in Oberkleen ausgetragenen »Mittelhessen-Cup«, bei dem neben seinem Team gleich fünf weitere Drittligisten teilgenommen hatten, mehr als nur gute Ansätze. »Was mir definitiv gut gefallen hat, war, wie wir uns in der Abwehr präsentiert haben. Das sah wirklich richtig gut aus. Das Angriffsspiel lief mitunter noch ein wenig holprig. Generell gibt es ja immer Dinge zu verbessern, dort haben wir aus meiner Sicht aber noch am meisten Luft nach oben«, berichtet Langenbach, dem zudem gut gefallen hat, wie sich die Youngsters seines Kaders schon integriert und weiterentwickelt haben.

Alles in allem hat sich das Gesicht des heimischen Drittligisten nur wenig verändert. Kreisläuferin Carolina Fischer zog es zur TSG Oberursel, Nele Barnusch legt zudem aktuell eine Handballpause ein. Neu sind die beiden jungen Selina Lotz und Meileen Schäfer, die von der HSG Hungen/Lich kamen und mit einem Doppelspielrecht ausgestattet wurden. Trotz der langen spielfreien Zeit kam die Langenbach-Sieben - von den kleinen Blessuren, die unter Handballerinnen und Handballern normal sind, abgesehen - verletzungsfrei durch die Vorbereitung, sodass dem Trainer am Wochenende wohl alle Spielerinnen zur Verfügung stehen werden.

Wie in den letzten Jahren schon das eine oder andere Mal, wurden die Staffeln wieder neu sortiert. Neben zahlreichen hessischen Vertretern wie Lumdatal, Eddersheim, Gedern/Nidda oder Rodgau/Nieder-Roden befinden sich in der zwölf Mannschaften starken Staffel diesmal auch zahlreiche West-Vertreter wie TSV Bayer Leverkusen II, Fortuna Düsseldorf oder der 1. FC Köln. Im Jeder-gegen-jeden-Modus bestreiten die Teams eine reguläre Saison mit Hin- und Rückspiel, nach deren Ende sich die ersten beiden Mannschaften für die Aufstiegsrunde qualifizieren, allerdings gleich die letzten sechs in eine Abstiegsrunde müssen.

Auch wenn viele Gegner für die HSG Kleenheim-Langgöns Neuland sind, ist die Zielsetzung daher ziemlich klar. »Für uns kann es einzig und allein darum gehen, über dem Strich zu landen, sprich besser als auf Platz sieben abzuschneiden. Dann hätten wir den Klassenerhalt geschafft. Und nichts anderes kann mit unserer blutjungen Truppe in dieser Saison das Ziel sein«, stellt Langenbach klar.

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