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Kreispokal-Finaltag

Über 1400 Besucher sehen Finaltag im Weststadion

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Gastgeber 1. SC Gießen-Sachsenhausen bietet beim Fußball-Kreispokal-Finaltag ideale Bedingungen im Weststadion, in das über 1400 Zuschauer strömen.

Über den Tag verteilt kamen über 1400 Besucher ins Weststadion, über dem am Pfingstmontag lange die Sonne schien und in dem gute Finalspiele geboten, Pokale in die Höhe gereckt und Sektduschen verteilt wurden - ein gelungener Fußballtag.

Finale Herren: FC Gießen - FSV Fernwald 3:1 (1:0):Im Kader des künftigen Regionalligisten standen nur sechs Spieler der ersten Mannschaft, aufgefüllt wurde der Kader mit Zweitmannschafts- und A-Jugendspielern. Beim FSV Fernwald fand man zwar mehr bekannte Akteure auf dem Platz (u.a. Dominik Völk, Louis Goncalves, Rafael Szymanski, Denis Weinecker), im Tor aber musste nach dem Ausfall dreier Keeper Co-Trainer Oliver Wiegel ran. Er musste nach acht Minuten erstmals hinter sich greifen, als Tim Korzuschek per Kopf das Gießener 1:0 erzielte. Fernwald war danach überlegen, Weinecker traf im vermutlich letzten Spiel seiner Karriere die Latte (18.), weitere Chancen blieben ungenutzt. Zwei unglückliche Gegentore brachten den FSV endgültig auf die Verliererstraße. Lucas Burger misslang ein Eigentor zum 0:2 (58.), Keeper Weigel spielte Solak in die Füße zum 1:3 (89.). Zwischenzeitlich hatte Weinecker zum 1:2 (67.) getroffen, ein Schuss von Goncalves landete am Pfosten. Gießens Erdinc Solak, der vom Vorsitzenden des 1. SC Gießen-Sachsenhausen, Matej Kvas, als Schwiegersohn zur Teilnahme überredet wurde: "Riesenkompliment an die Jungs. Man hat trotz einiger A-Jugendlichen keinen Unterschied gesehen."

Finale Frauen: TSV Klein-Linden - FFC Pohlheim 8:2 (4:0):Den Pohlheimern wurde gestern wohl klar, welche Herausforderung auf sie in der Verbandsliga wartet und dass es ohne gemeinsames Training kaum gehen wird: In der Verbandsliga spielen kommende Saison beide Teams. Im Frauenfinale wurde ein Klassenunterschied deutlich. "Wir haben uns gesagt. Obwohl wir abgestiegen sind, können wir sehr gut Fußball spielen. Das wollten wir beweisen", sagte TSV-Trainer Peter Antschischkin. Laura Wickert traf dabei vierfach. "Sie ist unsere stärkste Spielerin", lobte der Coach. Wickert: "Wenn ich keine guten Pässe bekomme, kann ich auch nicht solche Tore schießen." Sie hob hervor: "Ich finde es faszinierend, dass im Team trotz des Abstiegs eine solche Moral steckt und wir so eine Stimmung haben. Es war besonders schön, dass wir auch mal viele Zuschauer hatten." Neben ihren Toren zum 1:0 (16.), 4:0 (34.), 5:0 (47.) und 6:1 (62.) trafen für Kleinlinden noch Jessica Trost (2:0, 22.), Janin Philipp (3:0, 27.), Janina Thür (7:1, 70.) und Kathariner Schlitzer (8:1, 74.). Für die Pohlheimer trafen Aylin Göktas (5:1, 51., FE) und Sara Aydin (8:2, 86.).

Finale Ü35-Herren: TSV Großen-Linden - FC Gießen 3:1 (1:0):Am kommenden Wochenende vertreten beide den Kreis Gießen gemeinsam als Spielgemeinschaft bei der Ü40-Hessenmeisterschaft in Fulda, am Pfingstmontag waren sie Kontrahenten im Finale. "So ein Endspiel musst du genießen, es gibt nichts Schöneres", wusste TSV-Trainer Ümit Komac schon im Vorfeld. Und sein Team, das im Vorjahr bis ins Viertelfinale des Ü35-Deutschlandpokals kam, dominierte die Partie gegen Gießen von Beginn an. Beste Chancen wurden liegen gelassen, ehe Robil Kurter kurz vor der Pause mit einem Linksschuss das verdiente 1:0 erzielte. "Wir hätten es eigentlich schon in der ersten Halbzeit entscheiden können", wusste Komac. In der Halbzeitansprache wenige Meter neben dem Platz sagte Gießens Keeper Dr. Kai Braun seinem Team: "Die waren in der ersten Hälfte bissiger, jetzt werden wir es sein!" Die Motivation half wenig, Großen-Linden ließ den Ball besser laufen, kam in der 48. Minute zum 2:0 durch Kurter, in der 57. Minute zum 3:0 durch Vadim Reimchen. Gießens Dogan Gazi gelang nur der Ehrentreffer (66.).

Finale Reserve: TSF Heuchelheim III - FC Großen-Buse"ck II 2:1 (2:1):"Doublesieger, Doublesieger", grölten die Heuchelheimer nach dem Schlusspfiff, Trainer Sebastian Damm verteilte eifrig Sektduschen. Die TSF krönten am gestrigen Pfingstmontag eine starke Saison. Sie gewannen nicht nur den Kreispokal, sondern hatten sich zuvor bereits im Reservewettbewerb der Liga durchgesetzt. Gegen Großen-Buseck traf Jan Faßl nach 13 Minuten zum 1:0. Fünf Minuten später fiel der Ausgleich des FC. Sebastian Reuter hatte eine Flanke zum 1:1 verwertet. Ein Eigentor nach einer Ecke in der 36. Minute brachte Heuchelheim III dann wieder in Front. Dieser Vorsprung wurde im zweiten Durchgang verteidigt. Das System im Kreispokal der Reserve wird künftig geändert: Die 16 bestplatzierten Teams aus dem Ligensystem steigen dann im Achtelfinale im Frühjahr 2020 in den K.-o.-Modus ein.

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