BAGM-Akteur Bjarne Kraushaar (r.) wird vom Nünberger Jason Weig attackiert.	(Foto: hf)
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BAGM-Akteur Bjarne Kraushaar (r.) wird vom Nünberger Jason Weig attackiert. (Foto: hf)

U19-Team der BAGM qualifiziert sich für Bundesliga

(luk) Die U19-Basketballer der Basketball-Akademie Gießen-Mittelhessen haben ihren Siegeszug auch in der zweiten Qualifikationsrunde zur neuen Saison der NBBL fortgesetzt und sich durch zwei Erfolge am Samstag in der Osthalle gegen Dingolfing und Nürnberg verlustpunktfrei die Zulassung für die anstehende Spielzeit gesichert.

Nach dem 120:76 (51:40) gegen die Dukes aus Dingolfing und dem anschließenden 83:70 von Nürnberg gegen Trier stand dies schon am Samstagabend fest. Doch die BAGM hatte noch nicht genug und schnappte sich am Sonntag mit 82:67 (37:40) gegen Nürnberg den Gruppensieg. Auf Rang drei kam Trier ins Ziel, das gegen Dingolfing mit 96:65 gewann.

BAGM – Dingolfing 120:76 (51:40): Die erste Szene der Partie in der Sporthalle Ost machte deutlich, wie die Kräfteverhältnisse in diesem Duell verteilt sein würden, denn Alen Pjanic erzielte die ersten mittelhessischen Zähler per kraftvollem Alley-Hoop. Dies läutete eine furiose Auftaktphase der Hausherren ein, die den Gästecoach beim 11:0 zur ersten Auszeit zwang. Doch auch danach spielten nur die von Ivica Piljanovic und Lutz Mandler (als Vertretung für Marcus Krapp) angeleiteten Mittelhessen. Vor allem Tizian Scheld wirbelte durch die gegnerische Deckung und erzielte acht Punkte in kurzer Zeit. Mit den fixen Fastbreaks der Hausherren kamen die Dukes aus Dingolfing überhaupt nicht zurecht, so dass das erste Viertel mit 32:13 deutlich an die BAGM ging. Im zweiten Viertel wurde das Spiel der BAGM etwas schwächer. In der Abwehr war man nicht mehr so präsent, offensiv tat man sich gegen die Zonenverteidigung schwer, so dass die Dingolfinger zur Pause auf 40:51 verkürzten.

Nach dem Seitenwechsel verstand es die Piljanovic-Mannschaft besser, die Zone zu attackieren. Der Ball lief gut, es wurde ein Mix zwischen Penetration und Distanzwurf gefunden, so dass der Vorsprung deutlich anwuchs. Die Fastbreakmaschinerie kam wieder in Schwung, denn vor allem Bjarne Kraushaar initiierte gekonnt das Angriffsspiel seiner Mannschaft. Ihm war es schließlich auch vorbehalten, von der Freiwurflinie die 100 voll zu machen.

»Das war über drei Viertel eine Topleistung – und wir haben gezeigt, dass die Fastbreaks unsere große Stärke sind«, lobte Piljanovic seine Truppe.

BAGM – Nürnberg 82:67 (37:40): Als deutlich härterer Brocken erwiesen sich die Nürnberger, die den BAGM-Jungs körperlich überlegen waren und auch den besseren Start erwischten. Auf 7:0 zogen die Franken davon, ehe die Hausherren, die mit einer Zonendeckung starteten, die jedoch nicht gut funktionierte und zügig eingestellt wurde, zu Zählern kamen. Erneut war es Pjanic, der mit einem spektakulären Alley-Hoop seine Mannschaft ins Spiel brachte und auf 8:10 verkürzte, ehe Onur Mehmed die Partie ausglich. Doch Nürnberg agierte im ersten Viertel einen Tick besser, so dass die Franken mit 25:17 in Front lagen.

Im zweiten Viertel war es Lukas Rumpf, der sein Team im Spiel hielt und sich unter den Körben zu einigen Punkten ackerte. Nun konnte sich kein Team absetzen, den Zuschauern bot sich ein unterhaltsames Spiel mit gelungenen Aktionen auf beiden Seiten. Zur Halbzeit führten die Nürnberger mit 40:37.

Auch im dritten Viertel war es ein enges Match zwischen den Kontrahenten. Nach einem Buzzer-Beater von Pjanic ging die BAGM vor den Augen von 46ers-Cheftrainer Denis Wucherer, der den Nachwuchs an beiden Tagen unter die Lupe nahm, mit einer 56:53-Führung ins finale Viertel. In diesem sorgte Bjarne Kraushaar per Dreier zum 59:55 für das erste Ausrufezeichen, ehe Rumpf die Zuschauer zum Jubeln brachte indem er hinten sauber blockte und den Fastbreak selbst mit einem Dreipunktspiel zum vorentscheidenden 62:55-Zwischenstand vollendete. Die Gastgeber ließen nun Ball und Gegner laufen, spielten ihre Systeme sauber zu Ende und zeigten einmal mehr eine tolle Mannschaftsleistung, durch die sie sich Punkt für Punkt absetzten und verdiente Standing Ovations der Zuschauer bekamen.

»Ich bin sehr zufrieden mit dem Wochenende, aber auch mit der gesamten Vorbereitung. Jeder, ob Spieler, Trainer oder Athletiktrainer hat einen tollen Job gemacht. Es ist schön zu sehen, dass wir aus heimischen Talenten eine schlagkräftige Truppe auf die Beine gestellt haben«, freute sich Piljanovic, der sich und seinem Team nun erst mal zwei Wochen Pause gönnt. Auch im Saisonbetrieb wird das Trainerteam der U19 aus Piljanovic und Krapp bestehen.

»Es war toll zu sehen, mit welchem Engagement hier alle dabei waren und so den tollen Erfolg eingefahren haben. Wir wachsen immer mehr zusammen und wollen jetzt natürlich die Klasse halten. Dazu sind wir in Kontakten mit neuen Spielern«, freute sich der mehr als zufriedene BAGM-Vorsitzende Dr. Wolfgang Leutheuser nach der erfolgreichen Qualifikation.

BAGM: Kenntemich (10/5), Bjarne Kraushaar (15/8), Tim Kraushaar (2/7), Mehmed (21/13), Möbus, Mühlich (12/4), Pjanic (19/10), Ribbecke (10/5), Scheld (8/3), Schneider (15/9), Ziring (2/5), Rumpf (4/14).

Endstand: 1. BAGM 3/272:211/6, 2. Nürnberg 3/239:206/4, 3. Trier 3/234:218/2, 4. Dingolfing 3/195:305/0.

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