Hat am Wochenende das alleinige Sagen: BAGM-U 19-Trainer Ivica Piljanovic. 	(Foto: Friedrich)
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Hat am Wochenende das alleinige Sagen: BAGM-U 19-Trainer Ivica Piljanovic. (Foto: Friedrich)

U19-Basketballer wollen in die Bundesliga

Eine gute Ausgangsposition, keine verletzten Spieler und den Heimvorteil im Rücken – die Vorzeichen für die U 19-Basketballer der Basketball-Akademie Gießen-Mittelhessen (BAGM), sich sportlich für die kommende Spielzeit in der Nachwuchsbasketball-Bundesliga zu qualifizieren, stehen gut.

Doch Vorsicht ist allemal geboten, denn die Konkurrenz, die am Wochenende in die Sporthalle Ost kommt, ist stark und wird den von Marcus Krapp und Ivica Piljanovic trainierten Mittelhessen im Kampf um einen der ersten beiden Plätze alles abverlangen. Neben der aus der ersten Runde bekannten Mannschaft aus Trier geben am Samstag (ab 15 Uhr) und Sonntag (ab 10 Uhr) noch rent4office Nürnberg und der TV Dukes Dingolfing ihre Visitenkarte in der Osthalle ab.

»Trier ist sehr stark, da ist es gut, dass wir die Punkte durch den Erfolg in der ersten Runde schon haben. Nürnberg hat seine Spiele deutlich gewonnen, allerdings muss man sehen, ob sie wirklich so stark sind oder die Gegner eher schwach waren. Zu Dingolfing haben wir uns etwas umgehört, aber die sind uns eher unbekannt«, beschreibt Trainer Krapp die Gegner. Das wichtige Auftaktspiel bestreitet die BAGM-Mannschaft, die sich zusätzlich zu den Trainingseinheiten ihre Wettkampfhärte in der Gießener Summerleague holt, am Samstag um 15 Uhr gegen die Auswahl der Dukes aus Dingolfing, die in der letzten Saison den Klassenerhalt in der NBBL verpassten.

»Das wird richtungsweisend. Wir müssen das gewinnen, dann sind wir richtig gut dabei«, verlangt der Coach einen Erfolg in der ersten Partie. Doch auch bei einem Auftaktsieg haben die Mittelhessen die Zulassung für die kommende NBBL-Spielzeit noch nicht sicher, denn je nach Verlauf der anderen Begegnungen ist ein Dreiervergleich möglich, der die Karten neu mischen kann.

Um sich auf solche Rechenspiele nicht einlassen zu müssen, wäre es das Einfachste, die Auswahl aus Nürnberg, auf die man im zweiten Spiel des Sonntags ab 12.15 Uhr trifft, ebenfalls zu besiegen und ungeschlagen die Qualifikation zu überstehen.

Um das zu schaffen, wird es wieder darauf ankommen, dass die heimischen Nachwuchskorbjäger eine ähnlich geschlossene Teamleistung an beiden Enden des Feldes wie vor Wochenfrist in Trier abrufen. »Das ist das Besondere an unserem Team, dass wir nicht nur zwei, drei Leistungsträger haben, sondern das wirklich jeder gefährlich sein kann. Deshalb sind wir so eine starke Offensivmannschaft, da sich die Gegner nur schwer auf uns einstellen können«, lobt Krapp seine Mannschaft. Um diese These zu untermauern, nennt er Tizian Scheld und Yannick Ribbecke, denn Scheld war im ersten Spiel Topscorer und kam im zweiten Spiel nur auf einen Zähler, umgekehrt lief es bei Ribbecke.

»Wenn wir dann wieder eine Verteidigung hinbekommen, wie über drei Viertel gegen Trier, dann bin ich sehr zuversichtlich«, so der Übungsleiter, der allerdings am Wochenende mit der Landesauswahl in Berlin weilt. Somit wird Piljanovic als alleiniger Coach versuchen, seine Mannschaft zum angepeilten Erfolg zu dirigieren. Sollte dies nicht gelingen, hätte das auch Auswirkungen für die Gießen 46ers, denn eine NBBL-Mannschaft ist als Erstligist Pflicht. Heißt für den Aufsteiger, dass man sich entweder eine Wildcard kaufen müsste (Trier kostete dies im letzten Jahr 30 000 Euro, allerdings liegen die Kosten für den erstmaligen Erwerb einer Wildcard deutlich darunter) oder eine Kooperation mit einer Mannschaft eingeht, die über ein NBBL-Team verfügt. (luk)

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