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Maß nehmen will heute Abend in Lübeck der Hüttenberger Christian Rompf. THÜRMER

TVH bei Heimmacht Lübeck gefordert

(jsa). Die Woche der Reisen steht an: Der TV 05/07 Hüttenberg hat zwei schwere Auswärtsaufgaben in der 2. Handball-Bundesliga vor der Brust. Den Anfang macht bereits heute Abend das Gastspiel beim VfL Lübeck-Schwartau. Anpfiff in der Hansehalle Lübeck ist um 19 Uhr.

Keine Zeit zum Durchschnaufen bleibt dem TV 05/07 Hüttenberg. Am heutigen Dienstag steht für die Mittelhessen das Nachholspiel vom 2. Weihnachtsfeiertag an. Damals musste das Spiel kurzfristig abgesagt werden, da die Corona-Testergebnisse auf Hüttenberger Seite nicht fristgerecht vorlagen. Erst nach der anstehenden Woche wird den Mittelhessen die Länderspielpause wegen der Olympia-Qualifikation Zeit gegeben, die Akkus vollständig aufzuladen. Wenn man sich die beiden kommenden Mannschaften aus Lübeck und Bietigheim anschaut, wird es die Ruhe im Anschluss auch brauchen. Nach dem Sieg am vergangenen Freitag gegen Rimpar (23:22) fiel die Regeneration jedoch leichter.

Denn heute stehen einfache Strecke knapp 500 Kilometer im Bus Richtung Norden auf dem Plan. Der Gegner VfL Lübeck-Schwartau verpflichtete vor der Saison mit Julius Lindskog Andersson den besten Spieler der Saison 2019/2020, dazu mit Carl Löfström einen der besten Kreisläufer der 2. Liga. In der aktuellen Saison zwischen die beiden in der Torschützenliste gesellt sich noch das niederländische Top-Talent Niels Versteijnen, der von der SG Flensburg/Handewitt kam.

TVH-Coach Johannes Wohlrab hat großen Respekt vor dem Tabellenvierten: »Schwartau hat eine Bomben-Mannschaft - und sie stehen zu Recht da oben. Vor der Runde wurden sie auch vollkommen berechtigt zu den Mitfavoriten um den Aufstieg gehandelt.« Untermauert werden die Ambitionen der Lübecker von ihrer Heimstärke. Lediglich der VfL Gummersbach entführte im Oktober zwei Punkte aus dem Norden. Sonst gewann immer die Heimmannschaft. Das letzte Team, das vor Gummersbach einen Punkt aus Lübeck entführte? Der TV Hüttenberg! Am 8. Februar 2020 holte der TVH ein 23:23.

Ohnehin sieht die Bilanz der letzten fünf Duelle beider Teams vielversprechend aus: Drei Siege, zwei Unentschieden und keine Niederlage aus Sicht der Hüttenberger. »Wir fahren aber nicht umsonst da hin, sondern haben in den letzten Jahren immer gut gegen sie ausgesehen. Wir versuchen, etwas Zählbares mitzunehmen«, gibt sich Wohlrab angriffslustig.

Mit 6:4 Punkten aus dem Februar, aktuell Platz zehn in der Tabelle, und sechs Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, kommt das neu gewonnene Selbstvertrauen nicht von irgendwo. Aber was wartet da für ein Hammer-März auf den TVH. Lübeck, Bietigheim, Gummersbach, Dresden und Eisenach - Wohlrab ist deshalb froh um das Polster nach unten: »Jetzt wartet ein Mammutprogramm auf uns im März. Umso wichtiger, dass wir uns ein wenig Luft im Abstiegskampf verschaffen konnten und alles, was jetzt kommt im März, ist als Bonus zu betrachten. Umso mehr Boni wir mitnehmen, desto mehr Luft würden wir uns weiterhin nach unten verschaffen. Damit möchten wir gerne in Schwartau anfangen.«

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