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Schön in Szene gesetzt hat sich hier der Hüttenberger Phillip Opitz, am Ende verliert sein Team aber sehr deutlich mit 18:27 gegen den Spitzenreiter aus Hamburg.

2. Handball-Bundesliga

TV Hüttenberg bricht nach der Pause ein

Einen Dienstagabend zum Vergessen erlebte der TV 05/07 Hüttenberg in der 2. Handball-Bundesliga. Mit 18:27 verloren die Mittelhessen deutlich gegen Spitzenreiter HSV Hamburg.

Das war die schlechteste Halbzeit meiner Mannschaft in dieser Saison«, bewertete Hüttenbergs Coach Johannes Wohlrab die zweite Hälfte seiner Truppe nach dem 18:27 gegen den Fast-Erstligisten aus Hamburg. Zur Pause hatte sein Team nur mit 10:11 zurückgelegen.

Als Hüttenbergs Merlin Fuß im ersten Angriff an HSVH-Keeper Jonas Maier scheiterte, erwartete wohl noch niemand, dass sich beide Teams zunächst so schwertun würden. Beide Abwehrreihen inklusive ihrer Torhüter standen im Fokus, während die jeweiligen Angriffsreihen wenig erfolgreich agierten. Fast schon folgerichtig fiel der erste Tagestreffer durch einen Siebenmeter, den Christian Rompf nach fünf Minuten für die Hausherren verwandelte. Den ersten Treffer aus dem Spiel heraus erzielte auch der TVH: Nach einer Parade von Nikolai Weber gegen Hamburgs Spielgestalter Leif Tissier traf vorne Merlin Fuß per Durchbruch. Neun Minuten brauchten die Gäste für ihr erstes Tor (1:2/Hausmann). Nach 13 Minuten schienen dann auch die Offensivreihen angekommen im Spiel. Trotz der 4:3-Führung ließ der TVH in Summe dennoch zu viel vorne liegen, leistete sich technische Fehler oder scheiterte an Maier. Sonst wäre die Abwehrstärke des Gastgebers noch eher zum Tragen gekommen. Stattdessen drehten die Gäste aus der Hansestadt kurz auf und gingen mit dem 7:6 durch Niklas Weller erstmals in Führung. Drei seiner sieben Treffer erzielte Weller von der Siebenmeterlinie. Erstmals richtig brenzlig für Hüttenberg wurde es, als der Spitzenreiter die Chance zum 11:8-Vorsprung hatte, Bergemann jedoch an Nikolai Weber scheiterte. Zur Pause verkürzten die Mittelhessen auf 10:11. An sich war es eine Halbzeit, in der sich Hüttenberg defensiv nicht viel vorwerfen konnte gegen den Favoriten. Allerdings wurden viele Chancen versemmelt.

Die Hamburger steigerten sich nach einer für ihre Verhältnisse mittelmäßigen Halbzeit nach dem Wechsel. Zwar lieferten sich beide Mannschaften anfangs noch ein »Wer macht die meisten technischen Fehler«-Duell - die Gäste erzielten bis zur 40. Minute nur ein Tor, der TVH gar keines. Anschließend platzte bei den Norddeutschen aber der Knoten.

Kritik am Rückraum

Erst stellte Philipp Bauer auf 13:10. Die anschließende Auszeit von TVH-Coach Johannes Wohlrab verpuffte, der es nun mit dem siebten Feldspieler probierte. Dann war es erneut Bauer, der ins leere Tor zum 17:11 (45.) traf und die Weichen für den Tabellenführer auf Auswärtssieg stellte. Es funktionierte nichts mehr beim TVH - was auch immer Wohlrab versuchte. Der erhofften Rolle des Favoritenschreck konnte seine Mannschaft am Dienstagabend nicht einnehmen.

»Ich nehme ja oft die Erfahrenen in die Pflicht. Heute muss ich da meinen jungen Rückraum nehmen. Wenn wir im Sieben-gegen-Sechs mehrfach dermaßen den Kopf verlieren, sind die Jungs vielleicht noch nicht so weit wie sie denken«, wurde Wohlrab nach der Niederlage deutlich. Kurz vor dem Ende stellten die Hansestädter sogar dann erstmals auf eine Zehn-Tore-Führung (27:17) und stehen nach diesem Erfolg kurz vor dem Aufstieg. Der TV Hüttenberg kann es im Heimspiel am Sonntag gegen Emsdetten besser machen und sich gleichzeitig den Klassenerhalt sichern.

Hüttenberg: Plaue, Nikolai Weber; Fuß (1), Kneer (1), Opitz (1), Theiß, Fujita (1), Ian Weber (3), Rompf (3/1), Lindenstruth (2), Reichl (1), Mubenzem (1), Hübscher (1), Hahn (1), Klein, Schreiber (2).

Hamburg: Vortmann, Maier; Schimmelbauer (1), Fick, Lackovic, Tissier (1), Feit (1), Hausmann (1), Weller (8/4), Ossenkopp, Gertges (3), Bauer (6), Forstbauer (2), Wullenweber (2), Bergemann (2), Vogt.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Dietz/Biehler. - Zuschauer: keine. - Zeitstrafen: 2:6 Minuten.

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