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Der Hüttenberger Abwehrblock muss heute gut stehen in Dessau.

Handball

TV 05/07 Hüttenberg: Schlag auf Schlag

Nach dem 25:24-Heimsieg gegen TuS Ferndorf am Samstag geht es in einer englischen Woche gleich weiter für den TV Hüttenberg. In der 2. Handball-Bundesliga heute beim Dessau-Roßlauer HV.

(jsa). Der TV 05/07 Hüttenberg hat die Siegesspur wiedergefunden. Genau in dieser will die Mannschaft von Trainer Johannes Wohlrab auch nach dem Spiel gegen Dessau-Roßlau weitergleiten. Allerdings wird das eine alles andere als einfache Aufgabe. Die Sachsen-Anhalter präsentieren sich zu Hause enorm stark, haben von sieben Heimspielen fünf gewonnen.

Der HC Elbflorenz und der TuS Ferndorf haben es jedenfalls schon vorgemacht, wie in der Anhalt-Arena als Gastmannschaft gewonnen wird. Zumal Trainer Uwe Jungandreas mit seiner Mannschaft aus den letzten acht Partien sich lediglich drei Punkte sichern konnte. Im Dezember hagelte es nur so Niederlagen, nachdem der DRHV einen sensationellen Saisonstart hinlegte und zwischenzeitlich sich unter den Top 4 wiederfand. Schmerzlich sitzt die 22:23-Derbypleite vom vergangenen Samstag gegen den EHV Aue, aus der Junghans seine Lehren für das kommende Spiel zieht: »Wir müssen vor allem im Angriff mit einer höheren Effektivität spielen und unsere technischen Fehler deutlich minimieren als gegen Aue.«

»Für mich ist Dessau der beste und auch vom Kader her kein gewöhnlicher Aufsteiger. Mit einem wurfgewaltigen Rückraum und einem pfeilschnellen Außen werden sie uns vor einige Aufgaben stellen«, gibt sein Kollege Johannes Wohlrab Ausblick auf das, was auf die Mittelhessen zukommen wird.

Was Wohlrab damit meint, zeigt ein Blick auf die Zahlen: Der 30-jährige Tscheche Jakub Hrstka ist mit 99 Toren der Topscorer des Tabellenachten. Seine 79 Prozent Trefferquote lassen erahnen, was da von Linksaußen und per Tempogegenstoß auf die Abwehr des TVH zukommen wird. Aus dem Rückraum sind Sohmann und Löser die spielbestimmenden Akteure, die für die Wurfgewalt aus der Ferne sorgen. Deshalb hofft Wohlrab auf die gegen Ferndorf wiedergefundenen eigenen Tugenden. »Für uns gilt es, eine starke 3:2:1-Abwehr zu stellen. Vor allem das Zusammenspiel mit Seidler am Kreis zu verhindern. Das wird der Grundstein sein, um überhaupt was Zählbares mit nach Hause nehmen zu können.«

Offensiv wird für die Hüttenberger Ähnliches gelten, wie für den Gegner. Die Effizienz der Angriffe muss höher werden. Gegen Ferndorf scheiterte der TVH oft an Torwart Puhl. Allerdings wird durch die jetzige Tabellensituation mit Platz zwölf und vier Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge der Druck etwas abgefallen sein, was dem jungen Team zugutekommen sollte. Doch nicht nur Wohlrab und das Team arbeiten derzeit unter Hochdruck, sondern auch das Team drumherum. »Wir sind alle schwer am arbeiten und werden alles dafür tun, die Mannschaft optimal auf einen weiteren Erfolg vorzubereiten.«

Angesichts von fünf Partien bis zum 6. März, davon vier auswärts, wird es dort auch kaum ruhiger werden. Mit einem Sieg in Dessau aber würde es sich sicher einfacher arbeiten lassen, bevor es 72 Stunden später schon wieder beim Wilhelmshavener HV um Punkte geht.

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