"Tut richtig weh"

  • Harold Sekatsch
    vonHarold Sekatsch
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(se). Auch die Tischtennis-Verbände (DTTB und HTTV) mussten im Kampf gegen die Pandemie Regeln und Normen vorgeben. Die Vereine haben im Trainingsbetrieb und gegebenenfalls später in den Wettkämpfen dafür zu sorgen, dass die Maßgaben umgesetzt werden. Dirk Wendel, Vorsitzender der TTG Mücke, hat einige Sorgen durch die neuen Bestimmungen. "Das tut uns richtig weh", sagt er zu den Maßnahmen des Verbandes, denn der sogenannte VR-Cup, eine Turnierserie des HTTV sowie der Volks- und Raiffeisenbanken, wird möglicherweise nicht ausgetragen werden können. Die TTG veranstaltet im Sommer normalerweise im Rahmen dieser Serie regelmäßig ein Turnier. "Es ist die ideale Saisonvorbereitung", sagt Dirk Wendel. Der VR-Cup in Mücke war ein beliebtes Stelldichein zahlreicher Spieler aus der näheren Umgebung.

Wendel hadert mit Doppel-Verbot

Die weiteren Empfehlungen für den Wiedereinstieg in den Trainings- und Wettkampfbetrieb stellen dagegen kein Problem für ihn da. "Die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln können wir gewährleisten", sagt der TTG-Vorsitzende. So werde dem Verein die entsprechende Menge an Desinfektionsmitteln zur Verfügung gestellt, und die "Spiellokale" verfügen über die entsprechende Größe, um die geforderten Abstände einzuhalten. Dass der HTTV rechtzeitig reagiert und die Saison vorzeitig beendet hat, findet Dirk Wendel in Ordnung. "Da weiß man, wo man dran ist." Weniger gut findet er, dass vorerst keine Doppel gespielt werden können. "Gerade die Doppel schweißen eine Mannschaft zusammen." Eine weitere Vorgabe, die individuelle Anreise zu den Wettkämpfen, bezeichnet Wendel sogar als "nicht machbar". "Man sollte nicht übertreiben", rät der Vereinsvorsitzende den Verantwortlichen in den Tischtennis-Verbänden. Zum Schluss stellt Wendel fest: "Die Leute wollen ihren Sport ausüben."

Der TV Lich muss derweil nach dem Saisonabbruch als Tabellenletzter der Bezirksklasse, Gruppe 1, in die Kreisliga absteigen. Die Vollbremsung der Verantwortlichen in den Verbänden nahm den Lichern die Möglichkeit, den Kopf noch aus der Abstiegsschlinge zu ziehen. "Wir sind ganz gut in die Rückrunde gestartet und wollten alles versuchen", sagt Mannschaftführer Andre Spangenberger, der den Stopp einerseits schade findet, andererseits aber Verständnis für die Vorgehensweise des HTTV aufbringt. "Den Abstieg haben wir uns selbst zuzuschreiben", stellt er fest, denn in der Vorrunde habe sein Team "einfach zu schlecht" gespielt. FOTOS: SE (2) / RAS / HF

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