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Turnteam muss Segel streichen

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(nal). Eine deutliche Niederlage musste das Turnteam Linden in Heidelberg hinnehmen. Mit 20:47 unterlag die Riege von Trainer Christian Hambüchen am Ende recht deutlich gegen eine starke Zweitliga-Heimmannschaft, verlor dabei erstmals am Boden und konnte gerade mal ein Gerät für sich entscheiden. Die Kunstturngemeinschaft Heidelberg (KTG) turnte einen starken Wettkampf mit lediglich zwei Stürzen und setzte mit 293 turnerischen Punkten ein Ausrufezeichen gegen ein ersatzgeschwächtes Turnteam aus Linden.

Im Spitzenduell des Tabellenzweiten (KTG) gegen den Tabellendritten (Turnteam) der 2. Turn-Bundesliga Nord standen die Gäste aus Linden von Beginn an auf verlorenem Posten und mussten neben dem Mallorquiner Joshua Jack Williams Meehan auch auf Moritz Bulka verzichten. Nicht einen Punkt konnte die zuvor am Boden unbezwungene Mannschaft mit Teamkapitän Tim Pfeiffer am Boden holen und so ging bereits nach dem ersten Gerät Heidelberg mit 11:0 in Führung.

Eine Führung, die dann am Pferd gar auf 19:0 ausgebaut wurde. Dass ein Gegner der KTG nach zwei Durchgängen noch keinen Scorepunkt hatte, stellte für diese ein Novum dar. Dabei turnten die Lindener auf hohem Niveau, wobei sich jedoch bei der Ausführung der Übungen stets Fehler einschlichen, die das Kampfgericht entsprechend unerbittlich quittierte.

An den Ringen waren es Nico Köhler und der erst zum letzten Wettkampf verpflichtete Italiener Ares Federici, die für Linden vier Punkte erturnten, aber einen 4:26-Pausenrückstand nicht verhindern konnten.

Nach der Pause setzten die Heidelberger am Sprung ihre Dominanz fort und bauten ihre Führung weiter aus, einzig und allein Ares Federici konnte für Linden erneut punkten und vier Scorepunkte einfahren. Beim Einturnen am Gerät war den Lindenern ein Defekt im unteren Drittel des Sprungtisches aufgefallen, welcher zu Diskussionen zwischen beiden Parteien führte und aus Lindener Sicht mit der Gefährdung der Turner einherging. Diese wurden jedoch beseitigt, indem die Gastgeber einen Ersatztisch aus der Trainingshalle organisierten. Thorben Krebs (KTG) gelang es dabei mit einer knackig kurzen, sauber und auf den Punkt geturnten Übung die höherwertige Übung von Ares Federici zu toppen, sodass auch dieses Gerät mit 7:4 von der KTG gewonnen wurde.

Am abschließenden Reck waren es Yumito Nishiura, Florian Arendt und Maximilian Kessler, die einen 8:3-Gerätesieg für Linden herausholten und am Ende für eine kleine Ergebniskorrektur sorgten. Denn auch dieser einzige Gerätesieg änderte nichts an der 20:47-Niederlage.

»Der deutliche Unterschied in den Scorepunkten wird der Tatsache nicht ganz gerecht, dass auch unsere Gäste tolle turnerische Leistungen gezeigt haben. Dem TV Gr.-Linden drücken wir auf alle Fälle die Daumen für einen guten Saisonabschluss gegen Tabellenführer KTV Koblenz«, ließen die Gastgeber im Nachgang des Wettbewerbs verlauten.

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