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Das Turnteam Linden hat sich Ende August beim Trainingslager auf die Wettkampfsaison 2021 eingeschworen.

Turnen

Turnteam Linden mit Olympionik und Teamgeist

  • Sven Nordmann
    VonSven Nordmann
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Das Turnteam Linden hat sich mit einem viertägigen Trainingslager auf die Saison in der 2. Bundesliga Nord vorbereitet und will unter der 2G-Regel 200 Zuschauer zu den Heimwettkämpfen einlassen.

Mit dem Olympioniken David Rumbutis und heimischen Turnern wie Tim Pfeiffer, Tom Bobzien oder Maximilian Kessler will das Turnteam Linden ab dem 25. September wieder erfolgreiches Zweitligaturnen anbieten - darauf hat sich das junge Team in einem gemeinsam Trainingslager Ende August vorbereitet.

»Wir haben vor etlichen Jahren mal den ersten Wettkampf bestritten, ohne, dass wir uns vorher je gesehen hatten«, erklärt Kapitän Tim Pfeiffer. »Das hat gar nicht funktioniert, da lagen wir nach dem Boden mit 0:16 hinten«, erinnert sich Pfeiffer und muss lachen.

»Seitdem handhaben wir es immer so, dass wir jedes Jahr ein Treffen vorab organisieren, damit sich das Gefüge einspielen kann - zudem wird das Sportliche gepusht, wenn wir alle gemeinsam trainieren und uns motivieren.«

Von Donnerstag bis Sonntag fanden sich die jungen Sportler, die für den Zusammenschluss aus TV Großen-Linden und TV Watzenborn-Steinberg antreten, zusammen.

Viel Austausch, gemeinsames Training, Bowlingabend, Gießener Stadttour und gemeinsames Abendessen standen dabei auf dem Programm - »primär geht es darum, dass wir uns sehen und kennenlernen«, schildert der Lindener Pfeiffer, der derzeit an der Deutschen Sporthochschule in Köln zu Hause ist.

Am 25. September beginnt auswärts die Saison für das von Christian Hambüchen trainierte Team - die KTV Hohenlohe ist einer von sieben Kontrahenten in der 2. Bundesliga Nord, die am 13. November ihren letzten regulären Wettkampf austragen wird.

»Ziel ist es wie immer, möglichst schnell ein, zwei Wettkämpfe zu gewinnen. Das sichert auch die Sponsoren«, sagt der Kapitän mit Blick auf den avisierten Klassenerhalt. Die Heimwettkämpfe in der Lindener Stadthalle steigen am 2. Oktober (TSG Grünstadt), 9. Oktober (TG Saar II), 23. Oktober (KTV Fulda) und 13. November (KTV Koblenz). Auswärtswettkämpfe sind - wie erwähnt - zum Start am 25. September bei der KTV Hohenlohe, am 16. Oktober beim TSV Monheim und am 6. November bei der KTG Heidelberg. Das Aufstiegsfinale ist für den 27. November angesetzt.

»Für 2021 hoffen wir alle auf eine normale Wettkampfsaison und bei unserem Team bin ich auch sehr optimistisch«, äußert sich Christian Hambüchen. Der Trainer zeigt sich zuversichtlich, gab es doch - auch wenn kein gemeinsames Training stattfinden konnte - kaum Trainingsausfall, weil die Corona-Vorgaben zuletzt für den Leistungssport ein Training ab der 3. Liga aufwärts ermöglichten.

Der erste Vorsitzende vom Förderverein, Martin Weber, erklärt nach Gesprächen mit der Stadt: »Wir sind bezüglich Zuschauerzulassung in den Planungen.« Diese sehen aktuell vor, dass 200 Besucher zu den Heimwettkämpfen kommen dürfen - angewendet werden soll dabei die 2G-Regel, in die Stadthalle sollen also nur Genesene oder Geimpfte eingelassen werden. »Die Maske soll bis zum Platz getragen werden und kann dort abgenommen werden«, erklärt Weber.

Heraus ragt aus dem Turnteam der 21-jährige Schwede David Rumbutis. Er nahm an den Olympischen Spielen in Tokio teil. Die weiteren Ausländerpositionen werden bekleidet von Adham Al Sqour (Jordanien) und Joshua Jack Williams Meehan (Spanien). Als Eigengewächse gehen Nico Horvath, Pfeiffer, Bobzien und Kessler an Pauschenpferd, Reck und Co. Schon lange dabei sind Florian Arendt, Ha van Duc und Yumito Nishiura, neu zum Turnteam hinzugestoßen sind die jungen Nico Köhler (Jahrgang 2003, aus Kiel) und Moritz Bulka (Jahrgang 2004, aus Halle an der Saale). Pfeiffer: »Wir wollen den Umbruch hin Richtung jüngere Turner peu à peu vorbereiten.«

Das Turnteam Linden beim »Teambuilding«.

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