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FC Turabdin/Babylon, Aufsteiger in die Verbandsliga Mitte. Am Erfolg beteiligt sind (hintere Reihe, v. l.): Josef Jacob, Albano Sidon, Nelson Delzer, Pierre Chabou, Gabriel Birol, Daniel Nigbur, Stefan Agirman, Patrick Agirman, Matay Ölmez, Dominique Dearbone, Marius Klotz, Ferit Acar, Steffen Spottka, Kevin Rennert, Erster Vorsitzender Aziz Kartal, Vasfi Alpsoy, Andreas Sidon, Malke Abrohom, Zako Dursun, Sven Kusebauch; (vorn, v. l.) Daniel Demirdag, Philipp Noyal, Thomas Turgut, Edwin Demir, Florian Stumpf, Risko Bulut, Besim Kücükkaplan, Gabriel Gülec, Gabriel Kourie, Sportlicher Leiter Christian Memmarbachi, Trainer Peter Morbe, Yakup Kücükkaplan, Semir Uras, Besim Danak.

Fußball

FC Turabdin/Babylon: Erfolgreichstes Jahr der Vereinsgeschichte

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Was für eine Saison für die Pohlheimer: Der FC Turabdin/Babylon kann bei den Aktiven und in der Jugend jeweils zwei Aufstiege feiern. Die "Erste" spielt ab August um Verbandsliga-Punkte.

(fro). Der FC Turabdin/Babylon kann auf das erfolgreichste Jahr seiner Vereinsgeschichte zurückblicken. Zum zweiten Mal steigt die erste Mannschaft der Pohlheimer in die Fußball-Verbandsliga Mitte auf. Zudem schafften die FC-Reserve den Aufstieg in die Kreisliga A Gießen und die B- und A-Junioren der neu gegründeten JSG Linden/FC Turabdin/Babylon den Aufstieg in die Gruppenliga. "Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Es war harte Arbeit notwendig, aber über die Runde gesehen sind wir verdient aufgestiegen", sagte FC-Vorsitzender Aziz Kartal.

Der FC hat damit den Durchmarsch von der Kreisoberliga in die Verbandsliga geschafft. "Wir standen vor vier Jahren vor dem Abstieg in die A-Klasse. Der Verein war am Boden, doch wir haben uns neu aufgestellt. Wir legen nun den Fokus auf die Jugendarbeit und wollen auch in Zukunft verstärkt Spieler aus unseren eigenen Reihen bei den Aktiven integrieren. Vor uns liegt harte Arbeit, damit wir uns in den nächsten Tagen verstärken können. Auch bei der Frage des neuen Trainers, der den B-Schein besitzen muss, wollen wir nun so schnell wie möglich Nägel mit Köpfen machen. Sorgen macht mir die in Holzheim fehlende Infrastruktur. Hier sind wir in Gesprächen mit der Stadt Pohlheim und hoffen auf die Unterstützung der Kommunalpolitik, um als sportliches Aushängeschild unseren Ort würdig vertreten zu können", sagt der Sportliche Leiter des FC, Christian Memmarbachi.

Der als einer der Aufstiegsfavoriten in die Saison gegangene FC hielt sich in der gesamten Runde immer im Spitzenquartett der Gruppenliga auf. Allerdings konnte man nie einen der beiden direkten Aufstiegsränge belegen, weil in den entscheidenden Spielen zu viele Punkte liegen gelassen wurden. So verspielten Steffen Spottka und Co. beim 3:4 gegen den SC Waldgirmes II einen 3:0-Vorsprung und konnten auch beim 4:4 beim MTV 1846 Gießen einen 2:0- bzw. 4:2-Vorsprung nicht über die Ziellinie retten. Als schärfster Konkurrent um den Relegationsplatz drei kristallisierte sich früh der TSV Steinbach II heraus. Daher war die 0:1-Niederlage besonders bitter. Mit acht ungeschlagenen Spielen in Folge blieb man bis zur Winterpause in Schlagdistanz zum Führungsduo aus Cleeberg und Waldgirmes. Der Re-Start ging mit den Niederlagen gegen die TSF Heuchelheim (0:2) und beim SC Waldgirmes II (1:2) in die Hose, so dass man sich im März von Trainer Stefan Hassler trennte.

Interimstrainer Pierre Chabou konnte einen wichtigen 4:2-Erfolg beim FSV Braunfels verbuchen, ehe mit Peter Morbe ein alter Bekannter das FC-Zepter in die Hand nahm. Der Einstieg des 61-Jährigen verlief mit den Siegen in Burgsolms (6:0), den TSV Steinbach II (4:0) und in Leusel (4:2) verheißungsvoll, ehe die Niederlagen gegen den VfB Wetter (1:4) und in Schröck (1:4) die Aufstiegshoffnungen wieder ins Wanken brachten. So musste der "Wettergott" der Morbe-Elf unter die Arme greifen, als man bei einem 0:2-Rückstand gegen den FC Ederbergland II Platz drei scheinbar leichtfertig zu verspielen schien. Der Spielabbruch in der 83. Minute wegen eines Gewitters in Garbenteich führte zu einem Wiederholungsspiel, das Kevin Rennert und Co. mit 6:1 gewinnen konnten.

Der Zwei-Punkte-Vorsprung vor dem TSV Steinbach II blieb somit gewahrt. Beim Finale furioso beim FC Cleeberg glänzte der 32-mal erfolgreiche FC-Torjäger Rennert mit vier Treffern und schoss seine Elf in die Aufstiegsspiele gegen den Zweiten der Gruppenliga Wiesbaden - den RSV Weyer. Das Hinspiel konnte man dabei zwar in Watzenborn-Steinberg mit 3:1 für sich entscheiden, doch nach dem 0:5-Rückspiel-Debakel in Weyer war der Aufstiegstraum eigentlich geplatzt. Der FC Bayern Alzenau und der TuS Dietkirchen verhalfen aber der Morbe-Elf letztlich dazu, den zweiten Klassensprung innerhalb eines Jahres perfekt zu machen.

"Am Ende hat sich alles zum Guten gewandt. Stefan Hassler und Pierre Chabou haben viele Punkte geholt, so dass ihnen ein Großteil des Aufstieges gehört. Ich habe ihr Werk letztlich nur vollendet", sagte Morbe. Der 61-Jährige wird nun wieder in die Aus- und Fortbildung der Jugend beim JFV Mittelhessen einsteigen. "Ich würde gerne weiter als Trainer in der Gruppen- oder Verbandsliga arbeiten und bin für Anfragen offen", erklärte Morbe.

Seiner nun ehemaligen Mannschaft steht dagegen ein personeller Umbruch bevor. Pierre Chabou und Semir Uras werden ihre Laufbahn beenden, Risko Bulut steht aufgrund seines Examens für ein halbes Jahr nicht zur Verfügung und Nelson Delzer wird zum Ligakonkurrenten SG Kinzenbach wechseln. Als Neuzugang steht bislang nur Kevin Buycks von Hessenliga-Aufsteiger FSV Fernwald fest.

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