Triumph auf dem Wehener Halberg

(se) Eine Woche vor dem Spitzenspiel in der Fußball-Hessenliga gegen den KSV Baunatal präsentierte sich der FSV Fernwald in blendender Verfassung, stürmte mit einem 4:0-Erfolg den Wehener Halberg und rückte in der Tabelle auf den vierten Platz vor.

So deutlich das Ergebnis auch sein mag, hätte der FSV seine zahlreichen Möglichkeiten ein wenig besser genutzt, dann hätten es doppelt so viele Treffer sein können. Das Spiel am Samstag bei der zweiten Mannschaft des SV Wehen Wiesbaden war auf jeden Fall kein Duell auf Augenhöhe, zu deutlich war an diesem Tag die Überlegenheit der Fernwälder.

Zwar hatte es auch im Taunus geschneit, doch die Verantwortlichen in Wehen hatten den Kunstrasenplatz auf dem Halberg geräumt und somit dafür gesorgt, dass die Partie unter vergleichsweise guten äußeren Bedingungen ausgetragen werden konnte. Lediglich der kalte, schneidende Wind störte ein bisschen, tat der Spielfreude der Fernwälder aber keinen Abbruch. "Ich bin sehr zufrieden", freute sich hinterher FSV-Trainer Daniyel Bulut. "Das haben die Jungs sehr gut gemacht. Es war eine super Mannschaftsleistung." Am Samstag lagen alle Vorteile aufseiten der Gäste aus Mittelhessen. Die Hintermannschaft erwies sich wieder einmal als nahezu unüberwindliches Bollwerk. Innenverteidiger Kristian Leonhardt spielte trotz seiner Zahnschmerzen und präsentierte sich stark wie immer. "Er hat fehlerfrei gespielt", urteilte Bulut.

Im defensiven Mittelfeld wirkte wieder Kian Golafra mit, der so spielte, wie man es von ihm gewohnt ist. Hartnäckig am Mann, kompromisslos in seinen Aktionen. Gemeinsam mit Julian Buß sorgte er dafür, dass die Wehener nur selten nennenswerte Angriffe fahren konnten. Streng genommen tauchten die Hausherren nur einmal richtig gefährlich vor dem FSV-Tor auf. Unmittelbar nach Wiederbeginn verfehlte der eingewechselte David Schug mit einem Flachschuss relativ knapp das von Sven Schmitt in der gewohnten Souveränität gehütete FSV-Tor. Kapitän Dominik Völk konnte wieder ins offensive Mittelfeld vorrücken, erzielte nicht nur zwei Treffer, sondern lenkte auch das Angriffsspiel. Vom schnellen Sven Ehser und dem trickreichen Denis Weinecker auf den Außenpositionen ging auch immer wieder Gefahr aus. Den Angriff komplettierte Erdinc Solak, der seine Gegenspieler immer wieder vor Probleme stellte. Solak erzielte einen Treffer, scheiterte mehrfach am Wehener Torhüter Christopher Nett. Nett wurde in der 17. Minute eingewechselt, weil sich der etatmäßige Schlussmann Markus Kolke bei einem Zusammenprall mit Weinecker verletzt hatte. Solak nahm seine Fehlschüsse mit Humor. "Der Torwart war einfach zu lang", scherzte er. Immerhin war er ein ständiger Gefahrenherd im und am SVW-Strafraum.

Das Spiel war keine vier Minuten alt, da lagen die Gäste mit 1:0 vorn. Völk erzielte aus kurzer Distanz und mühelos den Führungstreffer für den FSV, der auch in der Folgezeit Vorteile besaß. Die nächste klare Möglichkeit eröffnete sich Denis Weinecker, der nach einem weiten Pass von Daniel Erben den Ball über SVW-Schlussmann hob, doch das Spielgerät landete auf dem Tornetz In der 22. Minute setzte Sven Ehser den Ball über das Tor, ehe Erdinc Solak mit einem platzierten Schuss das 2:0 für Fernwald erzielte. Als Solak nach "Feindberührung" im Wehener Strafraum zu Fall kam, ließ der Unparteiische die Partie laufen. Er hatte keine Regelwidrigkeit ausgemacht.

Mit neuem Elan starteten die Gastgeber in den zweiten Durchgang, hatten eine Chance durch Schug, doch in der 51. Minute mussten sie einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Ein Solak-Freistoß landete via Buß bei Denis Weinecker, und der erzielte aus kurzer Distanz das 3:0 für Fernwald. Im Folgenden bemühte sich der SVW zwar redlich um den Anschlusstreffer, doch an diesem Tag fehlte der Mannschaft die Qualität. Auf der anderen Seite startete der FSV einen Konter nach dem anderen, erspielte sich weitere gute Möglichkeiten, doch es dauerte bis 85.

Minute, ehe Dominik Völk mit einem sehenswerten 18-Meter-Schuss in den Winkel den 4:0-Schlusspunkt setzte.

Erdinc Solak brachte es auf den Punkt: "Das Spiel hat gut angefangen und gut aufgehört." Und was dazwischen lag, konnte sich auch sehen lassen.

SV Wehen Wiesbaden II: Kolke (ab 17. Nett) – Worcester, Rademacher, De Menendez, Heupt – Dames (ab 46 Schug), Burkhardt – Schiffmann, Hasenstab – Cosguner, Görtler (ab 67. Thorwarth).

FSV Fernwald: Schmitt – Erben, Leonhardt, Bodnar, Proske – Golafra, Buß (ab 81. Schlecht) – Ehser (ab 73. Sofinski), Völk, Weinecker (ab 80. Okuda) – Solak.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Müller (Sinntal). – Zuschauer: 50. – Torfolge: 0:1 (4.) Völk, 0:2 (25.) Solak, 0:3 (51.) Weinecker, 0:4 (85.) Völk. – Gelbe Karten: Worcester (52.) – Buß (45.), Proske (83.).

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