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Frank Sendler verhalf den Verbandsliga-Herren 50 des TC Wettenberg mit einer großartigen kämpferischen Leistung zum Erfolg.

Triumph dank Pferdesalbe

  • VonRichard Albrecht
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(ria). Das Wetter spielte nicht mit. Die Verbandsliga-Heimpartie der Damen des TC Rot-Weiß Gießen gegen den Tabellenführer wurde auf den kommenden Samstag verlegt, die Herren 40 des TC Wettenberg wichen in die Halle nach Großen-Linden aus und gewannen dort 8:1. Nichts zu holen gab es für das Herrenteam des TC Rot-Weiß Gießen beim Tabellenführer in Frankfurt.

Während die Herren 50 des TC Wettenberg mit ihrem ersten Saisonsieg einen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht haben, müssen in der gleichen Gruppe die Watzenborner auch nach dem dritten Spieltag weiter auf ihr erstes Erfolgserlebnis warten. Die Herren 30 aus Lollar (4er) mussten sich mit einem Remis begnügen. Der nächste Spieltag in diesen Ligen findet nach den Sommerferien statt.

Herren / Eintracht Frankfurt III TC Rot-Weiß Gießen 7:2 (5:1): Nichts zu holen gab es für die Gießener beim noch ungeschlagenen Tabellenführer, der mit fünf Akteuren der LKs eins und zwei schon von der Papierform her klar überlegen war. Schon nach den Einzeln war die Partie entschieden. Henrik Schäfer kam zu spät auf Touren (1:6, 6:7), Lukas Nitzschke unterlag nach zwei hart umkämpften Sätzen (5:7, 4:6), deutlicher war es bei Philipp Hessler (2:6, 2:6). Auch Beruk Tsegai (2:6, 3:6) und Ben Cronau im Spitzeneinzel (2:6, 1:6) mussten sich mit deutlichen Zweisatzniederlagen abfinden. Darius Balan (LK 5) lieferte dafür auf Position drei eine starke Partie ab und bezwang seinen Kontrahenten (LK 1) mit 6:2, 6:0.

Da auf beiden Seiten einige Akteure angeschlagen waren und die Partie bereits entschieden, wurde auf das Ausspielen der Doppelmatches verzichtet, von denen eines für die Gießener und die anderen zwei für die Gastgeber gewertet wurden. Mit der zweiten Niederlage im dritten Spiel führen die Gießener nun die untere Tabellenhälfte an, der erste Spieltag nach der Sommerpause (22. August) gegen den noch punktlosen Ober-Mörler TC könnte richtungsweisend für den weiteren Saisonverlauf werden.

Herren 30 (4er) / TC Bad Soden-Salmünster TV Lollar 3:3 (1:3): Nach unglücklichem Spielverlauf gaben die Lollarer einen schon fast sicheren Sieg aus der Hand und verpassten es so, ihre Tabellenführung auszubauen. Jan Steinbach musste sich angeschlagen mit 3:6, 1:6 geschlagen geben. Seine Teamkollegen ließen sich davon zunächst nicht beeindrucken. Mark Kühn setzte sich in einer ausgeglichenen Partie mit 7:5, 6:4 durch und sorgte für den Ausgleich. Manuel Steinbach gewann seine Partie ungefährdet 6:3, 6:0 und im Spitzeneinzel ließ Robert Komp ein 6:3, 6:4 folgen und sicherte damit vorzeitig einen Punktgewinn. Da Jan Steinbach für das Doppel ausfiel, stand es vor der abschließenden Doppelpartie nur noch 3:2. Robert Komp und Mark Kühn sollten dann den Siegpunkt holen, mussten sich aber mit 5:7, 4:6 knapp geschlagen geben und der TVL deshalb mit einem Remis zufrieden sein.

»Wir haben unsere Doppel taktisch aufgestellt, um eine starke Nummer zwei zu haben. Dabei sind wir davon ausgegangen, dass die anderen so aufstellen wie immer. Dann haben die ihren stärksten Doppelspieler ins zweite gestellt und wir uns verzockt«, räumte Kapitän Komp etwas zerknirscht ein.

Herren 40 / TC Wettenberg Westerbach Eschborn 8:1 (5:1): Mit dem wetterbedingten Umzug in die Großen-Lindener Tennishalle war der Heimvorteil gefährdet, aber die Wettenberger ließen sich davon nicht aus dem Rhythmus bringen.

Lediglich Torsten Löper hatte in seinem Match mit 4:6, 1:6 das Nachsehen. Thomas Ott (6:3, 6:1) und Roland Bärwald, der seinem Kontrahenten die Höchststrafe verpasste, sorgten für die 2:1-Führung. Dem ließen Markus Müller (6:0, 6:1) und Andreas Hessler (6:2, 7:6) weitere Zweisatzsiege folgen und mit dem 6:2, 6:0 im Spitzeneinzel machte Markus Zierden den Sieg vorzeitig perfekt. Trotzdem ließen die Wettenberger auch in den Doppeln nicht nach. Ott/Müller (6:4, 7:6), Zierden/Löper (6:4, 6:3) und Hessler/Bärwald (6:1, 6:0) gönnten den Gästen keinen weiteren Ehrenpunkt. »Das war ein toller Auftritt des gesamten Teams«, wollte Kapitän Bärwald anschließend keinen aus dem Team hervorheben.

Herren 50 / TC Phönix Eckenheim TC Wettenberg 4:5 (2:4): Von den LKs waren die Gastgeber favorisiert, besonders auf den hinteren Positionen, doch gerade hier holten sich die Wettenberger die entscheidenden Punkte. Während Ralf Diehl an Position zwei (2:6, 0:6) und Volker Luh im Spitzeneinzel (0:6, 5:7) sich geschlagen geben mussten, setzten sich Matthias Lepper (6:3, 6:1) und Lutz Geipert (6:0, 6:0) mit Zweisatzsiegen durch. Frank Sendler, mit Zerrungen in beiden Oberschenkeln, beidseitig bandagiert und »mit einem Kilo Pferdesalbe« biss alle verfügbaren Zähne zusammen und gewann seine Partie 6:3, 6:4. Als Letzter stand dann noch Klaus Matthäi auf dem Court, der nach einem Matchtiebreak-Krimi (7:6, 3:6, 11:9) für den vorentscheidenden vierten Punkt sorgte. »Ich habe meinen Jungs graue Haare beschert, aber was Frank (Sendler) geleistet hat, war sensationell«, lobte Kapitän Matthäi seinen Teamkollegen. In den ersten beiden Doppeln standen sich jeweils die vorderen vier der Einzelaufstellungen gegenüber, Luh/Sendler (3:6, 3:6) und Diehl/Matthäi (4:6, 1:6) aber zogen den Kürzeren. Die Gastgeber hatten ihr Doppel drei durch einen Spielerwechsel verstärkt und wähnten sich auf der Siegerstraße, doch Lepper/Geipert machten mit ihrem 6:2, 6:1-Erfolg ihnen einen Strich durch die Rechnung und sorgten unter dem Jubel ihrer Mannschaftskameraden für den ersten Wettenberger Saisonsieg.

TV Watzenborn TC Niddapark 4:5 (3:3): Die Watzenborner hatten den noch ungeschlagenen Tabellenzweiten am Rand einer Niederlage, sechs der neun Matches, darunter alle drei Doppel, wurden erst im Matchtiebreak entschieden, am Ende triumphierten dennoch die Gäste. Diese hatten auch den besseren Start erwischt, Reinhard Dähne (0:6, 0:6) und Matthias Pfarschner (4:6, 1:6) unterlagen in zwei Sätzen. Peter Schreiner drehte seine Partie (3:6, 7:6, 10:4) und sorgte für den 1:2-Anschluss. Volkmar Schäfer behauptete sich in zwei Sätzen (6:4, 6:4), Michael Schiller durchlebte ein starkes Wechselbad der Gefühle (6:0, 0:6, 7:10) und Olgerd Jarzinka sorgte nach einem spannenden Spitzeneinzel (6:4, 4:6, 10:8) für den Gleichstand vor den Doppeln. Hier wurde die Spannung noch gesteigert. Wolf/Schreiner drehten ihre Partie nach verlorenem Auftaktsatz und behielten im Matchtiebreak die Nerven (3:6, 6:4, 10:4). Pfarschner/Schäfer dagegen entglitt die Partie nach gewonnenem Auftaktsatz (7:6, 4:6, 5:10). Jarzinka/Rustige kamen nach verlorenem Auftaktsatz zurück, im Matchtiebreak hatten dann die Gäste den längeren Atem (3:6, 6:3, 7:10).

»Das ist natürlich sehr bitter, wenn man nach sechseinhalb Stunden wegen einiger weniger Punkte verliert. Jetzt müssen wir nach den Ferien eine Aufholjagd starten«, sieht Kapitän Volkmar Schäfer weiterhin noch alle Chancen auf den Klassenerhalt für den noch punktlosen Tabellenletzten.

Land unter: Die Verbandsliga-Damen des TC RW Gießen mussten ihr Match gegen SC Frankfurt 80 wegen Dauerregen ausfallen lassen.

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