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Marvin Menges (M., HSG Hungen/Lich) hat es mit den Mörler Abwehrkräften Mika Berger (l.) und Julius Wulf (17) zu tun.

Trio verlustpunktfrei an der Spitze

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(se). Drei Mannschaften stehen nach dem dritten Spieltag in der Handball-Bezirksoberliga Männer mit jeweils 6:0 Zählern gemeinsam an der Tabellenspitze. Einmal die HSG Kleenheim/Langgöns II, die mit dem 31:23 bei der HSG Linden II erneut einen klaren Sieg feiern konnte. Zudem die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III, die gegen die HSG Wettertal knapp mit 28:26 gewann. Der Dritte im Bunde ist Landesliga-Absteiger HSG Wettenberg II. Die Wettenberger setzten sich bei der HSG Marburg mit 27:20 durch.

HSG Marburg/Cappel - HSG Wettenberg II 20:27 (14:14):"Wir haben den Gegner wohl unterschätzt", berichtete Wettenbergs Trainer Dragan Nenad, der in der ersten Halbzeit zuweilen die richtige Einstellung bei seinem Team vermisst hatte. Doch nach dem 3:3 (9.) zogen die Gäste durch Treffer von Marc Stroh und Simon Wingefeld auf 5:3 davon. Zunächst hatte es den Anschein, als könnten die Wettenberger die Marburger auf Distanz halten 6:8 (15.), doch binnen fünf Minuten und durch drei Tore von Julian Lumm wendeten die Hausherren das Blatt und gingen mit 9:8 in Führung. Bis zur 28. Minute bauten die Gastgeber die Führung sogar auf 14:11 aus, ehe Wettenberg II durch Marc Stroh (2) und Felix Kreutz noch den Gleichstand zum 14:14 herstellte.

Im zweiten Durchgang verlief die Partie lange Zeit ausgeglichen, ehe die Wettenberger "Zweite" nach eigener 21:20-Führung (52.) keinen weiteren Gegentreffer mehr zuließ und den Vorsprung bis zur Schlusssirene auf sieben Tore ausbaute. Eine ganz starke Leistung in den letzten acht Minuten.

Tore, Marburg/Cappel: Lumm (7), Schuster (6/3), Brand, Sangmeister (je 2), Ackermann, Zell, Zeller (je 1). - Wettenberg II: Stroh (8/4), Felix Kreutz (6), Sascha Kreutz (4), Simon Wingefeld, Michel Wingefeld, Weidner, Kleinschmidt (je 2), Zimbelmann (1).

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III - HSG Wettertal 28:26 (11:14):Lange Zeit sah es nicht nach einem Sieg der Hausherren aus, denn die Partie stand lange im Zeichen der stark aufspielenden Gäste. "Wir haben bis zur 42. Minute alles im Griff gehabt", berichtete Gästetrainer Sven Tauber. Zu diesem Zeitpunkt lag seine Mannschaft mit 20:14 vorn, und alles schien, auch dank der guten Deckungsleistung mit dem bärenstarken Julian Schremmer im Tor, auf einen Sieg der Wetterauer hinzudeuten. "Doch unser Manko war dann die Chancenverwertung", ergänzte der Coach der Wettertaler.

Aber auch Bernd Wagner, der den etatmäßigen Coach der Gastgeber, Torben Wegner, vertrat, bemängelte bei seinem Team, die Möglichkeiten nur unzureichend genutzt zu haben. "Wir haben allein vier Siebenmeter verworfen", rechnete Wagner vor. Immerhin holte seine Mannschaft nach dem 14:20-Rückstand Tor um Tor auf und stellte fünf Minuten vor dem Ende durch Daniel Müller den Gleichstand zum 23:23 her. Zwar brachte Merlin Metzger die Gäste wieder in Führung, doch nach 57 Minuten hieß es 26:25 für Dutenhofen. Yannick Kreutz glich zweieinhalb Minuten vor dem Ende für Wettertal noch einmal aus, ehe Leon Becker die Treffer 27 und 28 für die Gastgeber markierte und damit deren Sieg sicherstellte. Nach der 42. Minute sahen sich die Wettertaler durch die Schiedsrichter benachteiligt. So verhängten die Unparteiischen in dieser Zeit u. a. sechs Strafwürfe für die Hausherren.

Tore, Dutenhofen/Münchholzhausen III: Weimer (5/3), Müller (5/2), Becker, Lukas Wallwaey (je 5), Wenzel, Dennis Agel (je 4). - Wettertal: Kielich (6), Metzger (5/2), Yannick Kreuzer (5), Exner (3), Tobias Kreuzer, Bunfill (je 2), Raab, Zimmer, Mengel (je 1).

HSG Linden II - HSG Kleenheim/Langgöns II 23:31 (12:18):"In der ersten Halbzeit hat uns in der Abwehr jegliche Einstellung gefehlt", klagte Lindens Trainer Conrad Melle. "Wir haben auf die Offensive der Kleenheimer keinen Zugriff bekommen." Ganz anders trat dagegen die Gästemannschaft auf. "Wir haben gegen die Lindener Deckung immer wieder Lösungen gefunden", freute sich dagegen Kleenheims Trainer Micha Wiener, der in personeller Hinsicht aber einen weiteren Rückschlag hinnehmen musste. So zog sich Joshua Planer eine Fußverletzung zu und konnte nicht mehr eingesetzt werden.

Am Samstag konnten die Gastgeber aber zunächst mithalten. 11:11 lautete der Spielstand nach 19 Minuten, das deutete auf einen knappen Ausgang hin, doch innerhalb von acht Minuten zogen die Gäste auf 17:11 davon und lagen auch beim Seitenwechsel mit sechs Toren vorn. Mit dem klaren Vorsprung im Rücken machte die Kleenheimer "Zweite" nach Wiederbeginn da weiter, wo sie zuvor aufgehört hatte. Spätestens in der 40. Minute, als Marc Weller das 22:14 für den Gast erzielt hatte, war die Partie gelaufen. Im weiteren Verlauf gelang es den Kleenheimern, die Lindener auf Distanz zu halten. "Ich bin sehr zufrieden", konstatierte Micha Wiener.

Tore Linden II: Adamczyk (13/4), Piesch, Höhn, Rudolph, Rüdesheim (je 2), Weimer, Stöhr (je 1). - Kleenh./Lg. II: Weller (9), Keßler, Henze (je 5), Dilges (4/3), Hanika, Klarner (je 3), Barbaric, Eckhardt-Helmes (je 1).

HSG Großen-Buseck/Beuern - HSG Dilltal 21:25 (10:13):Florian Langer, der den verhinderten Busecker Trainer Mario Foos vertrat, konnte sich über die ersten zehn Minute freuen. Da zeigte seine Mannschaft eine gute Leistung und lag mit 3:1 vorn. Ein vielversprechender Start in die Partie. Doch schnell zeigte sich, dass die Busecker das Niveau nicht halten konnten. "Immer wieder mussten Angriffe abgebrochen werden, die Spieler gingen ins 1 gegen 1", stellte Florian Langer fest. "Wir haben vorn nicht im Kollektiv gespielt."

Die Folge: Dilltal drehte den 1:3-Rückstand in eine 5:3-Führung. Zwar ließen sich die Gastgeber nicht abschütteln, aber sie liefen vor der Pause ständig einem Rückstand hinterher. Peter Küster, Trainer der HSG Dilltal, stellte nicht ohne Genugtuung fest, dass seine Mannschaft alle Vorgaben umgesetzt habe. "Wir ließen uns auch nicht aus der Ruhe bringen, als die Busecker einmal in Führung gegangen sind." In der 41. Minute gelang den Gastgebern durch Florian Hirschmann das 18:17. Gestützt auf eine solide Deckung mit dem souveränen Torhüter Nico Rußmann glichen die Gäste nicht nur durch Rene Funke aus, sondern zogen durch Tore von Patrick Müller sowie erneut Funke (je 2) auf 22:18 (50.) davon.

Tore, Großen-Buseck/Beuern: Stein (6/1), Biedenkapp (4), Hirschmann (3), Avemann (2/1), Funk, Fischer (je 2), Schüler, Foos (je 1). - Dilltal: Funke (9/5), Christoph Ulm, Müller (je 4), Kohlmei (2), Friedrichs, Groß, Malo, Sebastian Ulm, Heer, Weiß (je 1).

HSG Mörlen - HSG Hungen/Lich 25:23 (12:11):Auch wenn beide Trainer die Partie in Teilen unterschiedlich bewerteten, in einem waren sich Philipp Petriesas (Mörlen) und Carsten Schäfer (Hungen/Lich) einig: Das Spiel hat die Zuschauer in der gut gefüllten Frauenwaldhalle Nieder-Mörlen mitgerissen und war spannend bis zur letzten Minute. "Das hat die Mannschaft super gemacht", erklärte Petriesas, der im Großen und Ganzen nur auf neun Akteure zurückgreifen konnte. "Es war dann ein enges Spiel, wie erwartet", ergänzte der Gastgeber-Coach, der wie Carsten Schäfer zwei starke Abwehrreihen mit sehr gut disponierten Torhütern gesehen hatte. Schäfer setzte noch einen drauf und umschrieb die Leistung des Mörler Schlussmanns Edwin Braun ohne den Ansatz einer gewissen Zurückhaltung schlicht als "absolute Weltklasse". "Wir haben 15 Hundertprozentige vergeben", schob Carsten Schäfer eine Begründung hinterher. Nach einer Viertelstunde hieß es 6:6, ehe sich Hungen/Lich durch Tore von Michael Kümpel, Oliver Marek und Paul Dönicke innerhalb von knapp vier Minuten auf 9:6 absetzte. Doch fünf Minuten später und nach Treffern von Niklas Otto (2), Sven Langsdorf, Sebastian Bischof und Simon Dönges lagen die Hausherren mit 11:9 vorn. Beim Seitenwechsel führten sie mit 12:11.

15:15 lautete der Spielstand nach 38 Minute, 18:15 in der 43. Minute, 18:18 zwei Minuten später. Es knisterte vor Spannung in der Halle, ehe Julius Wulf, Sebastian Dietz und zweimal Jens Langsdorf für die 22:18-Führung der Mörler sorgten. Marc-Michael Stania und Alexander Diehl brachten Hungen/Lich noch einmal auf 20:22 heran. Knapp 90 Sekunden vor Schluss stellte Gästespieler Paul-Dönicke für seine Mannschaft den 23:24-Anschluss her, ehe Bernhard Dietz 40 Sekunden vor Schluss den 25. Treffer für die Heimmannschaft markierte.

Tore, Mörlen: Bischof (6/3), Langsdorf (5), Bernhard Dietz (4), Otto, Sebastian Dietz (je 3), Wulf (2), Berger, Dönges (je 1). - Hungen/Lich: Kümpel (6/6), Metzger, Menges (je 3), Macht, Diehl, Dönicke, Marek (je 2), Böhm, Stania, Hahn (je 1).

SG Rechtenbach - MSG Florstadt/Gettenau 32:28 (14:16):"Wir haben nicht die richtige Einstellung gezeigt", stellte MSG-Trainer Christian Sacks hinterher fest. "Uns sind zu viele technische Fehler im Angriff unterlaufen. Wenn wir die Angriffe sauber gespielt haben, waren wir auch erfolgreich."

Die Gäste aus der Wetterau erwischten allerdings den besseren Start und führten nach knapp vier Minuten mit 3:1. Auch im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs lagen die Florstädter immer vorn, bis Rechtenbach in der 26. Minute zum 14:14-Ausgleich kam. Gästespieler Steffen Baumgartl sorgte mit zwei Treffern kurz vor dem Pausensignal für die 16:14-Führung zugunsten der MSG, die in den ersten Minuten des zweiten Durchgangs auf 21:15 davonzog, es aber nicht verstand, diesen Vorteil weiter zu nutzen. SGR-Trainer Christian Kunz räumte hinterher ein, dass sich seine Mannschaft "in der ersten Halbzeit schwer getan hat. In der Deckung haben wir keine Mittel gefunden gegen die Auslösehandlungen von Florstadt". Allerdings "hatten wir von der ersten Minute an Tempo drin und haben uns nicht abhängen lassen, auch nicht in der zweiten Halbzeit. Da haben wir Gas gegeben, Tempo hochgehalten. Die Moral war super", freute sich Christian Kunz.

Zwölf Minuten vor dem Ende führte Florstadt/Gettenau mit 25:23, doch die SG glich schnell aus. 28:28 lautete der Spielstand fünf Minuten vor dem Ende, ehe den Rechtenbachern vier Treffer in Folge gelangen. "Da hat unsere Deckung den Florstädtern den Zahn gezogen", stellte Kunz zum Abschluss fest und: "Ein Sieg des Kollektivs."

Tore, Rechtenbach: Viehmann (6), Frosch (5/3), Thrun, Diehl (je 5), Schmidt, Kaluza (je 3), Bepperling (2), Cislaghi, Hecker, Pape (je 1). - Florstadt/Gettenau: Peppler (6/3), Greife, Schildger (je 5), Stewen, Wenisch (je 4), Baumgartl (3), Starck (1).

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