Magnus Fredriksen, Emil Mellegard und Philip Henningsson (von links) laufen in der neuen Bundesliga-Saison für die HSG Wetzlar auf. FOTO: VOGLER
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Magnus Fredriksen, Emil Mellegard und Philip Henningsson (von links) laufen in der neuen Bundesliga-Saison für die HSG Wetzlar auf. FOTO: VOGLER

HSG Wetzlar

Trio aus Skandinavien freut sich auf HSG Wetzlar

  • Daniela Pieth
    vonDaniela Pieth
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Die Schweden Emil Mellegard und Philip Henningsson sowie der Norweger Magnus Fredriksen tragen künftig das Trikot der HSG Wetzlar. Wir stellen das Trio vor.

(pie). Mit fünf neuen Spielern startet Handball-Bundesligist HSG Wetzlar Anfang Oktober in die neue Saison. Darunter ist auch ein Trio aus Skandinavien: Die Schweden Emil Mellegard und Philip Henningsson sowie der Norweger Magnus Fredriksen tragen künftig das Trikot der Grün-Weißen. Im zweiten Teil unserer Vorstellung der HSG-Zugänge widmen wir uns heute den drei Nordeuropäern. Bereits in der gestrigen Ausgabe hatten wir einen Blick auf den kroatischen Rückraumspieler Ivan Sršen und Kreisläufer Patrick Gempp geworfen.

Fredriksen: Vier Titel im Lebenslauf

Magnus Fredriksen weiß, wie man Titel gewinnt: Mit dem norwegischen Rekordmeister Elverum wurde er dreimal norwegischer Meister und einmal Pokalsieger. Er gab im April 2018 sein Debüt in der norwegischen Nationalmannschaft.

Der Spielmacher reiste mit dem Auto an, hat nach bestandenem Coroa-Test gleich die Chance genutzt und sich die Stadt und die Umgebung angeschaut. Fredriksen freut sich auf die Herausforderungen in der Bundesliga, auf die Fans in der Rittal-Arena und hofft, viele Spielanteile zu bekommen. "Ich bin ein junger Spieler, daher kann ich noch viel von Filip Mirkulovski lernen", sagt der 23-Jährige, der aber auch selbstbewusst ist: "Ich weiß, wozu ich fähig bin, das habe ich in der Champions League schon zeigen dürfen." Als die Anfrage der Wetzlarer kam, habe er viel mit seinem Landsmann und Nationalmannschafts-Kollegen Kristian Björnsen über die HSG gesprochen. "Wir haben ein gutes Team, hier kann ich Erfahrungen sammeln. Wetzlar ist ein guter Klub und gibt jungen Spielern die Chance zu spielen. Deshalb bin ich hier."

Henningsson: Traum geht in Erfüllung

Auch Philip Henningsson hat schon zwei nationale Titel in seiner Vita stehen: Mit IFK Kristianstad wurde er 2017 und 2018 schwedischer Meister und gehört seit 2017 zum Kader der schwedischen Nationalmannschaft. Über die Bundesliga und speziell die HSG Wetzlar hat sich Henningsson, der in der Abwehr bevorzugt im Innenblock zum Einsatz kommt, vor allem mit Nationalmannschaftskollege Anton Lindskog ausgetauscht. "Ich denke, Wetzlar ist ein guter Klub in der stärksten Liga der Welt, in dem ich mich gut entwickeln kann. Ich hoffe, viel von den erfahrenen Spielern hier lernen zu können", sagt der 25-Jährige Bis zum Trainingsauftakt hatte er nur Kontakt zu den "schwedischen Jungs" und konnte sich bereits ein wenig in der Stadt umsehen. "Ich bin ein guter Abwehrspieler und hoffe, mir über die Defensive meine Spielanteile zu erarbeiten. Aber die Bundesliga ist ein anderer Wettbewerb als die schwedische Liga. Es war immer ein Traum von mir, in der Bundesliga zu spielen." Den kann sich Henningsson nun erfüllen.

Mellegard: Aus der Talentschmiede

Die Liste seiner Vereine ist sehr kurz: Rechtshänder Emil Mellegard kommt aus der Nachwuchsabteilung des bekanntesten Handballvereins Göteborgs, Redbergslids IK, in dem auch so erfolgreiche Handballer wie Peter Gentzel, Ljubomir Vranjes, Magnus Wislander oder Stefan Lövgren geformt wurden. Die HSG Wetzlar ist für den Linksaußen erst sein zweiter Verein. Mellegard hat bereits ein A-Länderspiel absolviert, dazu 23 Junioren-Länderspiele.

"Beim ersten Kontakt wusste ich kaum etwas über Wetzlar. Ich habe mit den schwedischen Jungs Olle Forsell Schefvert, Anton Lindskog und Emil Frend Öfors gesprochen. Sie alle erzählten mir nur Gutes über den Verein und weckten mein Interesse. Es gab auch Interesse von anderen Klubs in anderen Ligen, aber Wetzlar hat den besten Eindruck gemacht, so war es eine leichte Entscheidung für mich", erklärte das zukünftige Pendant von Maximilian Holst. "Zunächst will ich eine gute Beziehung zu Max aufbauen und von ihm lernen. Ich werde jederzeit mein Bestes geben, um so viel wie möglich spielen zu können. Wir sind unterschiedliche Spielertypen und können uns sehr gut ergänzen, wir sind eine gute Kombination", meint der 22-jährige Mellegard. "Ich will jedes Spiel gewinnen und freue mich am meisten auf die Spiele in der Rittal-Arena. Viele sprechen von Kiel oder andere große Vereine, aber für mich sind die aufregendsten Spiele die vor den eigenen Fans, das ist das Größte." Auch wenn noch offen ist, wann die Fans wieder komplett in die Arena dürfen.

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