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Und tschüss! Fragende Blicke von Bayerns Trainer Andrea Trinchieri, der beim überraschenden Basketball-PokalAus bei den Niners Chemnitz nach zwei Technischen Fouls hintereinander des Halleninnenraums verwiesen wird, rechts Schiedsrichter Robert Lottermoser.

Trinchieri kleinlaut

(sid). Rausgeflogen aus der Halle, rausgeflogen aus dem Pokal. Nach der nächsten Enttäuschung für die Basketballer von Bayern München übernahm Trainer Andrea Trinchieri die Verantwortung.

Trinchieri redete nicht lange um den heißen Brei herum. »Meine Nerven haben meine Emotionen überkochen lassen«, sagte der Bayern-Trainer und übernahm die volle Verantwortung für das unerwartete Scheitern. Schon wieder wurde der Italiener aus der Halle geworfen und musste tatenlos miterleben, wie der Titelverteidiger aus München im Pokal der Basketball-Bundesliga (BBL) rausflog.

Beinahe hätte der hohe Favorit die Angelegenheit im Viertelfinale noch hingebogen, doch die Aufholjagd war erfolglos. Am Ende setzte es bei den Niners Chemnitz ein 80:85 (39:44), das Top-Four (19./20. Februar, Ort steht noch nicht fest) geht ohne die Bayern über die Bühne. Die Niners indes kämpfen gegen Alba Berlin um den Pokalfinal-einzug. Crailsheim und Braunschweig heißt die zweite Halbfinalpaarung.

Keine zwei Minuten waren in der zweiten Hälfte in Chemnitz gespielt, als Trinchieri nach einer vermeintlichen Fehlentscheidung an der Seitenlinie schimpfte wie ein Rohrspatz. Schiedsrichterin Anne Panther entschied auf Technisches Foul, Trinchieri konnte sich nicht beruhigen, bekam das zweite und musste den Innenraum verlassen.

»Ich habe mein Team allein gelassen. Ich sollte dem Referee nicht die Chance geben, mir zwei Technische zu geben«, sagte Trinchieri: »Das ist mein Fehler, ein großer Fehler.« Manchmal müsse man »die Wahrheit sagen. Und die Wahrheit ist, dass ist mich für diese Niederlage sehr verantwortlich fühle.«

Mit 41:49 lagen die Münchner Bayern hinten, als der Chefcoach ging - es kam zum Bruch. Bis zum Viertelende zog Chemnitz um Topscorer Dario Atkins (21 Punkte) auf 72:53 davon. Zwar kämpften sich die Gäste im Schlussabschnitt wieder heran (80:81/39. Minute), zur Wende reichte es aber nicht mehr.

Die Zwischenbilanz der noch jungen Saison ist nach vier Pleiten aus den vergangenen fünf Pflichtspielen ernüchternd. In der Bundesliga stehen die Bayern mit 10:4 Punkten auf Tabellenplatz zwei, laufen aber in der EuroLeague mit nur drei Siegen aus neun Spielen als 14. ihren Ansprüchen hinterher. Und nun ist auch noch die erste Titelchance weg.

Riesenjubel herrschte indes bei den Chemnitzern. »Das ist ein Traum. Das ist der Lohn für den Einsatz vieler Leute, die nicht auf dem Court stehen. Zu all denen möchte ich sagen: Danke! Das ist euer Sieg«, sagte ein aufgelöster Niners-Trainer Rodrigo Pas- tore.

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