Regionalliga Südwest

Trier und Worms unterliegen vor Berufungsgericht

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(pm). Das Berufungsgericht der Regionalliga Südwest hat die Anträge der Fußball-Oberligisten SV Eintracht Trier und VfR Wormatia Worms als unzulässig abgewiesen. Beide Vereine hatten geltend gemacht, die Beschlüsse der Regionalliga Südwest GbR vom 29. April zu den Aufstiegsmöglichkeiten in der Saison 2020/21 seien rechtswidrig.

Zur Begründung der Entscheidungen führte das Berufungsgericht im Wesentlichen aus, unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt sachlich zuständig zu sein. Die angefochtenen Beschlüsse der Gesellschafterversammlung seien keine Verwaltungsentscheide, sondern rechtssetzender Natur und damit der sportgerichtlichen Überprüfung nicht zugänglich. Beide Vereine hätten aber die Möglichkeit, bei einer für sie ungünstigen Entscheidung im Zulassungsverfahren den verbandsinternen Beschwerdeweg zu beschreiten und schließlich auch das Schiedsgericht anzurufen.

Anlass für die Verfahren war die Entscheidung der Regionalliga Südwest GbR, einen Aufstieg aus den drei Oberligen (Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz/Saar) davon abhängig zu machen, dass mindestens 50 Prozent der im jeweiligen Spielmodus vorgesehenen Spiele absolviert wurden, weil nur dann die sportliche Qualifikation gegeben sei. Bis zur pandemiebedingten Abbruchentscheidungen haben Trier und Worms aber nur acht bzw. neun Spiele bestritten. Das durch die Regionalliga Südwest vorgegebene sportliche Qualifikationskriterium ist damit nicht erfüllt.

Weitere Verfahren zur Aufstiegsfrage sind derzeit beim Landgericht Stuttgart und beim Landgericht Mannheim anhängig. Dort versuchen die Oberligisten SGV Freiberg, SG Fulda-Lehnerz und SV Stuttgarter Kickers den Aufstieg im einstweiligen Rechtsschutz durchzusetzen.

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