In Trier soll bei den LTi 46ers der Knoten platzen

(gae) Von wegen besinnliche Weihnachten. Für die LTi Gießen 46ers kommt es zum Fest und zwischen den Jahren knüppeldick. Drei Spiele innerhalb einer Woche stehen für die zuletzt arg gebeutelten Korbjäger von der Lahn auf dem Programm. Den Auftakt der richtungweisenden Bundesliga-Partien bildet die Begegnung am Sonntag um 17 Uhr bei TBB Trier. Bei einem Gegner, der bislang positiv überrascht hat, mit 14:16 Zählern den elften Tabellenplatz einnimmt und vor eigenem Publikum gegen die Mittelhessen unbedingt sein Punktekonto ausgleichen will. Drei Tage später (29. Dezember) gastieren die LTi 46ers, die sich nach einem tollen Start sieben Niederlagen in Folge einfingen und auf den 14. Rang durchgereicht wurden (10:18), beim Mitteldeutschen BC in Weißenfels, ehe am 2. Januar die Heimpartie gegen Phoenix Hagen ansteht - einem weiteren Widersacher auf Augenhöhe.

(gae) Von wegen besinnliche Weihnachten. Für die LTi Gießen 46ers kommt es zum Fest und zwischen den Jahren knüppeldick. Drei Spiele innerhalb einer Woche stehen für die zuletzt arg gebeutelten Korbjäger von der Lahn auf dem Programm. Den Auftakt der richtungweisenden Bundesliga-Partien bildet die Begegnung am Sonntag um 17 Uhr bei TBB Trier. Bei einem Gegner, der bislang positiv überrascht hat, mit 14:16 Zählern den elften Tabellenplatz einnimmt und vor eigenem Publikum gegen die Mittelhessen unbedingt sein Punktekonto ausgleichen will.

Drei Tage später (29. Dezember) gastieren die LTi 46ers, die sich nach einem tollen Start sieben Niederlagen in Folge einfingen und auf den 14. Rang durchgereicht wurden (10:18), beim Mitteldeutschen BC in Weißenfels, ehe am 2. Januar die Heimpartie gegen Phoenix Hagen ansteht - einem weiteren Widersacher auf Augenhöhe.

Über den schildbürgerhaften BBL-Spielplan zu lametieren - zwei Wochen Pause und anschließend drei Spiele in sieben Tagen -, bringt für die Gießener nichts. Es ist wie es ist. Und zieht man das Positive heraus, dann haben sie zwei Wochen Zeit besessen, um sich intensiv auf das "Weihnachtsgame" an der Mosel vorzubereiten. Wer Trainer Vladimir Bogojevic kennt, weiß, dass er nach Niederlagen die Intensität in den Übungseinheiten erhöht. Dennoch: "Wir haben auch ein bisschen freigegeben, damit man die Seele baumeln lassen kann", erzählt 46ers-Geschäftsführer Christoph Syring, der aber im gleichen Atemzug sagt, dass der Fokus deutlich auf das Training und insbesondere auf das Trier-Spiel gelegt wurde.

Syring ist zuversichtlich, dass in Trier der Knoten platzen wird. "Ich habe ein gutes Gefühl und freue mich auf das Spiel", erläutert der Manager und nennt Gründe. "Trier definiert sich über die Defensive, ist keine Mannschaft, die eine andere an die Wand spielen will." Das käme dem Gießener Team in der jetzigen Verfassung zugute. Er rechnet mit einer Auseinandersetzung, die langsam an Fahrt aufnehmen wird. "Es wird ein Spiel werden, in dem man Zeit haben wird, hineinzufinden."

Enorme Bedeutung bei seiner Einschätzung hat zudem die Rückkehr von Anthony Smith ins Team. Der Shootingguard hat seine Anfang November im Auswärtsspiel in Frankfurt erlittene Knieverletzung auskuriert und wird sein Comeback geben. Mit ihm sind die LTi 46ers flexibler - sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung.

Gerade im Verhindern von Körben müssen sich die Mittelhessen steigern. Es reicht nicht, dass nur der eigene Mann kontrolliert wird, sondern es muss bei jedem die Bereitschaft vorhanden sein, auszuhelfen, wo es brennt. Das war vor allem am Anfang der Saison eine Stärke der Bogojevic-Truppe, die als Team hinten und vorne agierte. Das ist in den letzten Begegnungen abhanden gekommen. Ähnlich sieht es Syring, der darin den Schlüssel für Erfolg oder Misserfolg sieht: "Wir müssen wieder besser als Team funktionieren."

Das ist momentan eine Stärke der Trierer, die deutlich die Handschrift ihres neuen Trainers Henrik Rödl tragen. Der 41-jährige gebürtige Offenbacher, der von 1993 bis 2004 für Alba Berlin aktiv war und später von Januar 2005 bis 2007 bei den "Albatrossen" sogar als Chefcoach fungierte, ist ein Verfechter des Teambasketballs und der Verteidigung. Das hat den 178-fachen Nationalspieler schon als Spieler ausgezeichnet. Rödl, der mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet ist, legt großen Wert auf die Defensive. Sein Team erlaubt dem Gegner pro Partie lediglich 68 Punkte - Gießen dagegen 80. Überwiegend lässt Rödl mit einer Neuner-Rotation spielen, in der Aufbauspieler Dru Joyce mit knapp 32 Minuten Einsatzzeit und der Ex-Berliner Philip Zwiener (knapp 30) die Dauerbrenner sind. Letztgenannter dankt Rödl das Vertrauen mit 14 Punkten pro Spiel.

Überhaupt spielen in Rödls Projekt deutsche Spieler eine große Rolle. So erhalten der Guard Oskar Faßler (19:49, früher Alba Berlin) und Nachwuchscenter Maik Zirbes (15:41) ebenfalls viele Einsatzzeiten. Zur Startaufstellung zählen neben Joyce und Zwiener noch die erfahrenen Brettspieler Dragan Dojcin und der 39-jährige Haudegen George Evans sowie der 22-jährige US-Shootingguard Barry Stewart.

Die Aufgabe in Trier und die anschließenden sind keine einfachen für die nach einem Sieg lechzenden LTi Gießen 46ers. "Die drei Spiele sind Spiele, die man gewinnen kann und enttäuscht ist, wenn man es nicht tut", sagt 46ers-Geschäftsführer Syring. Seine Worte in Gottes Ohr.

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